MKV-Kukacka: MKV unterstützt Initiative "Pro Gymnasium"

ÖVP soll sich nicht aus Koalitionsräson vom bewährten differenzierten Schulsystem abbringen lassen.

Wien (OTS) - Der Mittelschüler-Kartell-Verband der katholischen farbentragenden Studentenkorporationen Österreichs (MKV) hat dieses Wochenende auf seinem Kartellrat beschlossen, die bundesweite Initiative "Pro Gymnasium" zu unterstützen und seine Mitglieder zu ersuchen, sich auf der Onlinepetition www.progymnasium.at einzutragen.

Der MKV trete für ein differenziertes, begabungsgerechtes und durchlässiges Schulsystem ein, bei dem das achtjährige Gymnasium erhalten bleibt. Er bekenne sich weiters zur Weiterentwicklung der berufsbildenden höheren Schulen. "Wir fordern für die höheren Schulen auch den verstärkten Einsatz moderner Unterrichtsformen sowie ein größeres Angebot von Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung. Selbstverständlich muss dabei die Wahlfreiheit für Eltern und Schüler gewährleistet bleiben", stellte dazu der MKV-Vorsitzende Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka fest.

Der Bundesschülerobmann des MKV, Peter Stellnberger führte dazu weiters aus, dass der MKV auch für die bevorzugte Aufnahme von Absolventen der "Neuen Mittelschule" an Oberstufenrealgymnasien eintrete, denn sie seien die logische Fortsetzung der "Neuen Mittelschule" in Richtung Matura. Im übrigen befürworte die Bevölkerung nach allen vorliegenden Umfragen mit großer Mehrheit den Fortbestand und die Weiterentwicklung unseres differenzierten Schulwesens und lehne die flächendeckende verpflichtende Gesamtschule mit einer deutlichen Mehrheit ab. Auch zeigten internationale Erfahrungen und Studien, dass Gesamtschulen kein Schlüssel zum Erfolg seien. Deutsche Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg lägen mit ihrem differenzierten Schulsystem deutlich vor anderen deutschen Bundesländern und auch vor den skandinavischen "Gesamtschulländern", stellte Stellberger klar.

Im übrigen haben Deutschland und Österreich mit ihrer auf die Talente und Bedürfnisse der jungen Menschen ausgerichteten Schullaufbahn im Vergleich mit den "Gesamtschulländern" Finnland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Italien, Griechenland und Spanien eine ganz deutlich niedrigere Jugendarbeitslosigkeit.

"Der MKV erwartet sich von der Koalitionsregierung, dass die sachlich längst überholte Gesamtschuldebatte beendet wird und sich die ÖVP nicht aus Koalitionsräson vom bewährten differenzierten Schulsystem abbringen lässt. Es besteht nicht der geringste Anlass, es irgendwelchen ideologisch motivierten Experimenten zu unterziehen", schloss der MKV-Vorsitzende Kukacka.

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