- 17.11.2014, 12:37:10
- /
- OTS0127 OTW0127
MKV-Kukacka: MKV unterstützt Initiative "Pro Gymnasium"
ÖVP soll sich nicht aus Koalitionsräson vom bewährten differenzierten Schulsystem abbringen lassen.
Utl.: ÖVP soll sich nicht aus Koalitionsräson vom bewährten
differenzierten Schulsystem abbringen lassen. =
Wien (OTS) - Der Mittelschüler-Kartell-Verband der katholischen
farbentragenden Studentenkorporationen Österreichs (MKV) hat dieses
Wochenende auf seinem Kartellrat beschlossen, die bundesweite
Initiative "Pro Gymnasium" zu unterstützen und seine Mitglieder zu
ersuchen, sich auf der Onlinepetition www.progymnasium.at
einzutragen.
Der MKV trete für ein differenziertes, begabungsgerechtes und
durchlässiges Schulsystem ein, bei dem das achtjährige Gymnasium
erhalten bleibt. Er bekenne sich weiters zur Weiterentwicklung der
berufsbildenden höheren Schulen. "Wir fordern für die höheren Schulen
auch den verstärkten Einsatz moderner Unterrichtsformen sowie ein
größeres Angebot von Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung.
Selbstverständlich muss dabei die Wahlfreiheit für Eltern und Schüler
gewährleistet bleiben", stellte dazu der MKV-Vorsitzende
Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka fest.
Der Bundesschülerobmann des MKV, Peter Stellnberger führte dazu
weiters aus, dass der MKV auch für die bevorzugte Aufnahme von
Absolventen der "Neuen Mittelschule" an Oberstufenrealgymnasien
eintrete, denn sie seien die logische Fortsetzung der "Neuen
Mittelschule" in Richtung Matura. Im übrigen befürworte die
Bevölkerung nach allen vorliegenden Umfragen mit großer Mehrheit den
Fortbestand und die Weiterentwicklung unseres differenzierten
Schulwesens und lehne die flächendeckende verpflichtende Gesamtschule
mit einer deutlichen Mehrheit ab. Auch zeigten internationale
Erfahrungen und Studien, dass Gesamtschulen kein Schlüssel zum Erfolg
seien. Deutsche Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg lägen
mit ihrem differenzierten Schulsystem deutlich vor anderen deutschen
Bundesländern und auch vor den skandinavischen "Gesamtschulländern",
stellte Stellberger klar.
Im übrigen haben Deutschland und Österreich mit ihrer auf die Talente
und Bedürfnisse der jungen Menschen ausgerichteten Schullaufbahn im
Vergleich mit den "Gesamtschulländern" Finnland, Großbritannien,
Frankreich, Schweden, Italien, Griechenland und Spanien eine ganz
deutlich niedrigere Jugendarbeitslosigkeit.
"Der MKV erwartet sich von der Koalitionsregierung, dass die sachlich
längst überholte Gesamtschuldebatte beendet wird und sich die ÖVP
nicht aus Koalitionsräson vom bewährten differenzierten Schulsystem
abbringen lässt. Es besteht nicht der geringste Anlass, es
irgendwelchen ideologisch motivierten Experimenten zu unterziehen",
schloss der MKV-Vorsitzende Kukacka.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MKV