Großes Interesse bei "JedeR für JedeN"

Verleihung "Preis der Menschlichkeit" durch Wehsely als Höhepunkt

Wien (OTS) - Bereits zum neunten Mal stand das Wiener Rathaus am Sonntag, 16. November 2014, ganz im Zeichen der Messe "JedeR für JedeN" für Menschen mit Behinderungen. Über 3.000 Interessierte nutzten die Möglichkeit und informierten sich bei den mehr als 90 Selbsthilfegruppen, Behindertenorganisationen sowie themenspezifischen Einrichtungen über die vielseitigen Unterstützungsleistungen in Wien.

Preis der Menschlichkeit

Mit großer Spannung wurde die Verleihung des Preises der Menschlichkeit erwartet. Insgesamt gab es 19 Nominierungen aus Einrichtungen des Wiener Sozialwesens. Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely überreichte die drei gleichwertigen, von einer unabhängigen Jury zuerkannten Auszeichnungen für besonderes ehrenamtliches Engagement.

Ingeborg Hungerleider ist, trotz eigener schwieriger Lebensgeschichte, von frühester Jugend an sozial engagiert. Für ihren Einsatz für Kranke, Schwache und Arme wurde sie vom die vom Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen nominiert. So rief sie den Besuchsdienst "Gelbe Tanten" ins Leben, der heute noch für viele chronisch Kranke in Pflegeeinrichtungen der einzige Kontakt nach außen ist. Mit fast 90 Jahren besucht Hungerleider auch heute noch selbst regelmäßig kranke Menschen jeden Alters oder begleitet sie in ihrer letzten Lebensphase.

Gerhard Härtl, vorgeschlagen von pro mente wien, ist seit 45 Jahren als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Sozialbegleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen tätig - unabhängig von Alter oder sozialer Schicht. Er unterstützt sie bei der Bewältigung des Alltags, begleitet sie bei Amts- oder Arztwegen. Um dem Alleinsein entgegenzuwirken organisiert er auch Freizeitgruppen am Wochenende oder Sonntagsausflüge.

Lore und Peter Erdle wurden unter anderem für ihr vorbildliches Engagement beim Samariterbund Wien ausgezeichnet. Peter Erdle baute den Bereich "Rettungshunde" auf und aus. Auch der Besuchshundedienst ist seine Entwicklung, die dann von seiner Frau Lore übernommen wurde. Dabei kommt ein Besuchshundeteam, bestehende aus einem ausgebildeten Familienhund und seinem Besitzer, in unterschiedliche soziale Institutionen. Beide besuchen heute noch regelmäßig Schulen und SeniorInnenhäuser mit ihren Besuchshunden. Beziehungsarbeit, Pädagogik, Freude und Spiel stehen dabei im Vordergrund.

"Viele Personen leben die Solidarität in Wien und engagieren sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen - oft jahrzehntelang und ohne viel Applaus. Diesen Menschen danken wir für ihren unermüdlichen Einsatz und würdigen sie dafür mit dem Preis der Menschlichkeit," erklärte Stadträtin Wehsely.

Selbstbestimmung und Chancengleichheit

Darüber hinaus wurde den zahlreichen BesucherInnen der Messe ein abwechslungsreiches Programm geboten. Die Vorträge und Diskussionsrunden reichten von der mobilen Begleitung und Frühforderung für Kinder über Barrierefreiheit in der Informationstechnologie bis hin zur Bedeutung von Sport für Menschen mit Behinderungen. Auch das Wiener Selbstvertretungszentrum für Menschen mit Lernschwierigkeiten wurde vorgestellt.

"JedeR für JedeN hat auch dieses Jahr eindrucksvoll bewiesen, welche Chancen Menschen mit Behinderungen für ein selbstbestimmtes Leben haben. Ohne Unterstützung der gemeinnützigen Organisationen und ehrenamtlichen Initiativen wäre dies nicht möglich gewesen," resümierte Wehsely.

Miteinander verbessern

Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung ist es, das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen weiter zu verbessern. Dazu Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung: "Ich freue mich über das große Interesse der Besucherinnen und Besucher. JedeR für JedeN ist mehr als eine Messe für Menschen mit Behinderungen. Sie zeigt, dass das Miteinander - egal ob mit oder ohne Behinderung - die Menschen bewegt."

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Mediensprecherin Stadträtin Wehsely
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Franziska Renner
Wiener Gesundheitsförderung
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