- 17.11.2014, 11:08:44
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Gesundheitsministerium lädt zum 7. Europäischen Antibiotikatag
Der gezielte Einsatz des korrekten Antibiotikums über die richtige Zeitdauer und richtige Dosis wird bei Mensch und Tier immer wichtiger.
Utl.: Der gezielte Einsatz des korrekten Antibiotikums über die
richtige Zeitdauer und richtige Dosis wird bei Mensch und Tier
immer wichtiger. =
Wien (OTS) - Bereits zum siebenten Mal lädt das Bundesministerium für
Gesundheit anlässlich des "European Antibiotic Awareness Day" zu
einer Fachtagung, bei der Expertinnen und Experten der Human- und
Veterinärmedizin über neue Erkenntnisse und Herausforderungen beim
Einsatz von antimikrobiell wirksamer Substanzen diskutieren.
"Antimikrobiell wirksame Mittel sind eine Errungenschaft in der
Medizin und unverzichtbare Therapeutika zur Behandlung von
Infektionskrankheiten bei Menschen und bei Tieren. Es gilt jedoch auf
eine sorgsame Anwendung dieser Wirkstoffe zu achten, um ein Ansteigen
der Resistenzen zu verhindern,"erläutert Gesundheitsministerin Sabine
Oberhauser.****
Die antimikrobielle Resistenz stellt ein natürliches Phänomen dar.
Durch nicht zielgerichtete Anwendung von Antibiotika wird die Gefahr
der Entstehung und Weiterverbreitung von Antibiotikaresistenzen
erhöht. Eine unkritische Verschreibung von Antibiotika sowie Fehler
bei deren Anwendung in Bezug auf Dauer der Einnahme und Dosis fördern
die Resistenzentwicklung. Dem gilt es entgegen zu wirken, da sonst
die Therapie von Infektionskrankheiten bei Menschen und Tieren
zunehmend schwieriger wird. Daher hat die EU bereits im Jahr 2011
einen AMR-Aktionsplan entwickelt und die WHO erarbeitet bis Mitte
2015 den weltweiten AMR-Global Action Plan.
Um die Antibiotikaresistenz wirksam zu bekämpfen und um die richtigen
Maßnahmen zu setzen, ist eine genaue Kenntnis der Resistenzsituation
in Österreich notwendig. Bereits seit 2005 werden vom
Bundesministerium für Gesundheit nachhaltige, vergleichbare und
repräsentative Daten aus der Humanmedizin, aus dem Lebensmittelsektor
und der Veterinärmedizin im Österreichischen Resistenzbericht "AURES"
publiziert. Strategien zur Eindämmung von Antibiotikaresistenzen
wurden 2013 im "Nationalen Aktionsplan zur Antibiotikaresistenz
(NAP-AMR)" publiziert und umfassen sowohl humanmedizinische Belange
als auch tierärztliche Tätigkeiten, die Tierhaltung, die
Lebensmittelkette und die Umwelt. Das Themenfeld antimikrobielle
Resistenzen wurde nun auch im Arbeitsprogramm zum
Bundeszielsteuerungsvertrag für das Jahr 2014 aufgenommen. "Damit
wird dem Thema antimikrobielle Resistenzen ein hoher
gesundheitspolitischer Stellenwert gegeben und die Umsetzung der im
NAP-AMR genannten Maßnahmen weiter vorangetrieben", so die
Gesundheitsministerin abschließend.
Das Symposium zum 7. Europäischen Antibiotikatag findet am 18.
November 2014 im Festsaal des Bundesministeriums für Gesundheit
statt. Das Programm, der aktuelle AURES-Bericht sowie der NAP-AMR
sind auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit
www.bmg.gv.at zu finden. (Schluss)
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