Gesundheitsministerium lädt zum 7. Europäischen Antibiotikatag

Der gezielte Einsatz des korrekten Antibiotikums über die richtige Zeitdauer und richtige Dosis wird bei Mensch und Tier immer wichtiger.

Wien (OTS) - Bereits zum siebenten Mal lädt das Bundesministerium für Gesundheit anlässlich des "European Antibiotic Awareness Day" zu einer Fachtagung, bei der Expertinnen und Experten der Human- und Veterinärmedizin über neue Erkenntnisse und Herausforderungen beim Einsatz von antimikrobiell wirksamer Substanzen diskutieren. "Antimikrobiell wirksame Mittel sind eine Errungenschaft in der Medizin und unverzichtbare Therapeutika zur Behandlung von Infektionskrankheiten bei Menschen und bei Tieren. Es gilt jedoch auf eine sorgsame Anwendung dieser Wirkstoffe zu achten, um ein Ansteigen der Resistenzen zu verhindern,"erläutert Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser.****

Die antimikrobielle Resistenz stellt ein natürliches Phänomen dar. Durch nicht zielgerichtete Anwendung von Antibiotika wird die Gefahr der Entstehung und Weiterverbreitung von Antibiotikaresistenzen erhöht. Eine unkritische Verschreibung von Antibiotika sowie Fehler bei deren Anwendung in Bezug auf Dauer der Einnahme und Dosis fördern die Resistenzentwicklung. Dem gilt es entgegen zu wirken, da sonst die Therapie von Infektionskrankheiten bei Menschen und Tieren zunehmend schwieriger wird. Daher hat die EU bereits im Jahr 2011 einen AMR-Aktionsplan entwickelt und die WHO erarbeitet bis Mitte 2015 den weltweiten AMR-Global Action Plan.

Um die Antibiotikaresistenz wirksam zu bekämpfen und um die richtigen Maßnahmen zu setzen, ist eine genaue Kenntnis der Resistenzsituation in Österreich notwendig. Bereits seit 2005 werden vom Bundesministerium für Gesundheit nachhaltige, vergleichbare und repräsentative Daten aus der Humanmedizin, aus dem Lebensmittelsektor und der Veterinärmedizin im Österreichischen Resistenzbericht "AURES" publiziert. Strategien zur Eindämmung von Antibiotikaresistenzen wurden 2013 im "Nationalen Aktionsplan zur Antibiotikaresistenz (NAP-AMR)" publiziert und umfassen sowohl humanmedizinische Belange als auch tierärztliche Tätigkeiten, die Tierhaltung, die Lebensmittelkette und die Umwelt. Das Themenfeld antimikrobielle Resistenzen wurde nun auch im Arbeitsprogramm zum Bundeszielsteuerungsvertrag für das Jahr 2014 aufgenommen. "Damit wird dem Thema antimikrobielle Resistenzen ein hoher gesundheitspolitischer Stellenwert gegeben und die Umsetzung der im NAP-AMR genannten Maßnahmen weiter vorangetrieben", so die Gesundheitsministerin abschließend.

Das Symposium zum 7. Europäischen Antibiotikatag findet am 18. November 2014 im Festsaal des Bundesministeriums für Gesundheit statt. Das Programm, der aktuelle AURES-Bericht sowie der NAP-AMR sind auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit www.bmg.gv.at zu finden. (Schluss)

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