Ludwig/Angerer: Weitere 151 Wohnungen auf den Mautner-Markhof-Gründen fertiggestellt

"Wohnen mit kultureller Vielfalt" ist das Leitthema dieses richtungsweisenden Projekts

Wien (OTS) - Auf den ehemaligen Mautner-Markhof-Gründen im elften Wiener Gemeindebezirk entsteht ein neuer Stadtteil mit mehr als 770 Wohnungen. Die Gemeinnützige Bau- u. Wohnungsgenossenschaft Wien-Süd hat auf Bauplatz 2 dieses innovativen Wohnparks zwei Wohngebäude -die Planungen erfolgten von Architekt Harry Glück und Atelier 4 Architects - mit 132 gefördert sowie 19 frei finanzierten Wohnungen errichtet.
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Simmerings Bezirksvorsteherin Renate Angerer und der Obmann der Wien-Süd, Maximilian Weikhart, übergaben heute Freitag, dem 14. November, dieses Wohnprojekt zum Thema "Wohnen mit kultureller Vielfalt" seinen BewohnerInnen. ****

"Ausgezeichnete Wohnqualität und attraktive Grün- und Freiräume sind wesentliche Kriterien für ein gutes Zusammenleben. Es gibt Gemeinschaftsräume/-küchen kombiniert mit Waschküchen und Kinderspielräumen, Angebote für Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie spezielle Freizeitbereiche wie Gärten, die gemeinsam betreut werden. Diese Vorzüge kombiniert mit kostengünstigen Mieten bilden die besten Voraussetzungen für ein Wohnquartier mit höchster Lebensqualität ", hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest. Bei Gesamtbaukosten von 21,8 Mio. Euro wurde dieses Bauvorhaben mit 7,1 Mio. Euro aus Mitteln der Wiener Wohnbauförderung unterstützt.

"Mit der heutigen Wohnungsübergabe der Wien Süd wird wieder ein Teil der ehemaligen Mautner-Markhof-Gründe mit Leben erfüllt. Ich freue mich bereits darauf, wenn alle Projekte fertig gestellt sind und sich zum "Herzstück" Simmerings vereinen," so Bezirksvorsteherin Renate Angerer.

"Mit dem Projekt auf den ehemaligen Mautner Markhof-Gründen wird nicht nur dringend benötigter neuer, moderner und erschwinglicher Wohnraum geschaffen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung des 11. Bezirks geleistet. Der Mix aus Wohnen, Einkauf, Medizin und Kinderbetreuungseinrichtungen steht dabei für die Breite des Angebots und für den integrativen Charakter des Gesamtbauvorhabens," hob Maximilian Weikhart, Obmann der Wien-Süd, hervor. Durchdachter Wohnbau, der das Zusammenleben vielfältig fördert

Das langgestreckte erste Gebäude (geplant von Architekt Harry Glück) grenzt an den zentralen Platz und besteht aus einer zweistöckigen Erdgeschoßzone mit fünf Obergeschoßen und zwei Dachgeschoßen. Im Erdgeschoß befindet sich ein Kindertagesheim für vier Gruppen. Das zweite Gebäude (Atelier 4 Architects) liegt an der Mautner-Markhof-Gasse und verfügt über einen Durchgang zum Grünraum und zum Kindertagesheim. Angeboten werden 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit Fußbodenheizung in Größen von 32 m2 bis 120 m2. Private Freiräume bieten Loggien oder Balkone, Terrassen oder MieterInnengärten. Ein Dachschwimmbad mit Terrasse und Saunabereich (Gebäude 1) sowie ein Gemeinschaftsraum und Kommunikationsflächen (Gebäude 2) runden das Angebot ab.
Das Projekt auf Bauplatz 2 ist nicht auf eine bestimmte BewohnerInnengruppe abgestimmt - es soll das Zusammenleben aller fördern.

Kunst am Bau von Ondrej Kohout mit der Skulptur "Tandem"

Im Rahmen von Kunst am Bau gestaltete der Künstler Ondrej Kohout die Skulptur "Tandem". Sie wurde im Rahmen der Übergabefeier enthüllt.
Parallel verschobene aufgereihte Metallplatten, die einen Radfahrer darstellen, verleihen der Dynamik, die sich aus sportlicher Betätigung ergibt, Ausdruck.
Geboren wurde der Maler und Bildhauer Ondrej Kohout 1953 in Prag. Er ist der Sohn des bekannten tschechischen Schriftstellers und politischen Aktivisten Pavel Kohout.
Er zählte - wie sein Vater auch - zu den UnterzeichnerInnen der "Charta '77", die sich gegen die Menschenrechtsverletzungen des damals herrschenden Regimes in der ehemaligen Tschechoslowakei wandte.
An der Theaterfakultät der "AMU", der "Akademie der musischen Künste" in Prag diplomierte Kohout als Bühnenbildner. Er konnte jedoch seinen Beruf unter dem damals herrschenden Regime niemals ausüben. Bei einem Verhör der Staatspolizei wurde Kohout nahegelegt, dass er es im westlichen Ausland besser haben könne. Daraufhin beantragte Ondrej Kohout 1981 mit seiner Frau und seinem Sohn die Ausreiseerlaubnis nach Österreich. Diese wurde von den Behörden auch prompt bewilligt. Seither lebt Kohout gemeinsam mit seiner Gattin, Eva Vones, in Wien und arbeitet hier als Maler und Bühnenbildner.

Kosten

Für die 132 geförderten Mietwohnungen betragen die Eigenmittel durchschnittlich Euro 503,20/m2, die monatlichen Kosten beginnen bei Euro 7,38/m2. Für einen Garagenplatz betragen die monatlichen Kosten etwa Euro 84,00. (Schluss) kau

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Mediensprecher Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
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