250 bei Demonstration für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik!

Traiskirchner Bevölkerung und Flüchtlinge haben dasselbe Interesse:Schluss mit überfüllten Massenquartieren! Spaltungsversuche Straches scheitern!

Wien (OTS) - "Schluss mit Massenquartieren! Handeln Sie endlich, Frau Innenministerin!", so Boris Ginner, Landesvorsitzender der SJ NÖ, die gemeinsam mit einem breiten Bündnis zur heutigen Kundgebung für menschenwürdige Flüchtlingspolitik aufgerufen hatte. "Die Asylwerbenden und die Traiskirchner Bevölkerung haben real die gleichen Interessen. Massenlager wie in Traiskirchen sind für beide keine Lösung. Statt wie Höbart, der offenbar seiner medialen Profilierungsneurose freien Lauf lässt, Asylwerbende als Höhlenmenschen zu bezeichnen, treten wir für spürbare Verbesserungen ein, auch zur Entlastung Traiskirchens."

Am Donnerstag wollten 250 KundgebungsteilnehmerInnen die widrigen Umstände für Asylwerbende in Österreich nicht länger hinnehmen. Auf Initiative der Sozialistischen Jugend Niederösterreich versammelten sich in einem breiten Bündnis mit der AKS NÖ, Asyl in Not, der KJÖ, der Offensive gegen Rechts, dem VSStÖ und der Linkswende vor allem junge Menschen, um Stimmung für eine menschenwürdige Asylpolitik zu machen. Zu Beginn der Kundgebung äußerten BürgerInnen aus Traiskirchen ihre Meinung zur Situation in ihrer Heimatgemeinde.

Die österreichische Flüchtlingspolitik ist menschenverachtend und gescheitert. Sowohl überfüllte Massenlager als auch die Abschirmung von Asylwerbenden in Pensionen, fernab jeglicher Zivilisation, müssen der Vergangenheit angehören! Immer noch werden viele Minderjährige vom Schulbesuch abgehalten, treten in Asylunterkünften haarsträubende Mängel zu Tage und fehlt es an Beratungsstellen, Deutschkursen und dringend notwendiger Infrastruktur. Dazu kommt, dass Asylsuchenden auch noch das Recht auf Arbeit verweigert wird. Oft monatelang zusammengepfercht in Massenquartieren zu leben, ohne Perspektive auf Besserung und ohne Zugang zu Beschäftigung, ist eine ungeheure Belastung für die Betroffenen.

Während gleichzeitig die FPÖ mit ihrer Demonstration unter der Führung von Straches Niederösterreich-Marionette Höbart die Stimmung aufheizte und gegen Menschen auf der Flucht hetzte, warb die Kundgebung unter dem Motto "Rassismus, nein danke!"für einen fairen und humanistischen Umgang mit den Flüchtlingen.

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