- 13.11.2014, 16:15:23
- /
- OTS0242 OTW0242
Oberhauser zu Welt-Diabetestag: Diabetes ist ernstzunehmende Erkrankung!
Österreich unterstützt EU-weites Projekt zur Prävention, Früherkennung und Behandlung von chronischen Krankheiten JA-CHRODIS
Utl.: Österreich unterstützt EU-weites Projekt zur Prävention,
Früherkennung und Behandlung von chronischen Krankheiten
JA-CHRODIS =
Wien (OTS) - Der Welt-Diabetestag am 14. November ruft einmal mehr in
Erinnerung, dass Diabetes zu den am weitesten verbreiteten
Krankheiten unserer Gesellschaft gehört. In Europa sind rund 32
Millionen Erwachsene von der Krankheit betroffen - Tendenz steigend.
"Diabetes ist eine ernstzunehmende Erkrankung! Durch eine gesunde
Lebensweise und durch die Verbesserung der Lebensqualität kann das
Risiko einer Erkrankung durch Diabetes Typ-2 begrenzt werden. Daher
setzen die zehn Rahmengesundheitsziele dort an, wo positiv auf die
Erhaltung und Entwicklung der Gesundheit der Bevölkerung nach dem
Prinzip 'Health in all Policies' eingewirkt werden kann", informiert
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser. "Das Bundesministerium für
Gesundheit hat nicht nur einen Nationalen Aktionsplan Ernährung und
einen Nationalen Aktionsplan Bewegung erarbeitet, es bietet auch
zahlreiche Broschüren mit Ernährungstipps für Jung und Alt kostenfrei
an", so Oberhauser weiter.****
Wie aus dem Diabetesbericht 2013 des Bundesministeriums für
Gesundheit hervorgeht, leiden in Österreich derzeit etwa 600.000
Personen an Diabetes, immer häufiger sind davon jüngere Menschen
betroffen. Es werden zwei Arten von Diabetes unterschieden: Typ-1
kommt eher selten vor und ist zumeist erblich bedingt oder durch eine
Erkrankung verursacht, aber durch entsprechende Therapieeinstellung
und Selbstmanagement gut einstellbar. Bei Diabetes Mellitus Typ-2, an
dem etwa 80 Prozent der Erkrankten leiden, tragen genetische Faktoren
zur Entwicklung bei, die durch falsche Ernährung sowie
Bewegungsmangel und Rauchen begünstigt wird.
Diabetes darf nicht unterschätzt werden: Zu Beginn der Erkrankung
sind die Betroffenen lange Zeit beschwerdefrei, was die Krankheit
harmlos erscheinen lässt. Wird Diabetes nicht behandelt, kann dies
ernste Folgen wie Herzinfarkt, Nierenschäden oder den Verlust der
Sehkraft haben. Bei früher Erkennung der Krankheit sind die Chancen
sehr groß, ein normales und beschwerdefreies Leben zu führen. Eine
Heilung gibt es zwar nicht, aber durch einen gesunden Lebensstil
lässt sich im Frühstadium der Blutzucker relativ leicht
normalisieren.
Chronische Krankheiten zählen europaweit zu den großen
gesundheitspolitischen Herausforderungen. Eine enge Zusammenarbeit
und Vernetzung der Expertinnen und Experten in Europa soll die
wissenschaftlichen Erkenntnisse weiter ausbauen und
Best-Practice-Beispiele im Umgang mit chronischen Krankheiten, unter
anderem Diabetes Mellitus Typ-2 erarbeiten. "Das Bundesministerium
für Gesundheit hat die Gesundheit Österreich GmbH damit beauftragt,
am EU-Projekt 'JA-CHRODIS' mitzuarbeiten. Die Ergebnisse des
Projektes sollen helfen, Prävention, Früherkennung und Behandlung von
chronischen Krankheiten in Österreich weiter zu verbessern und damit
die Lebensqualität chronisch Kranker zu steigern", ist Ministerin
Oberhauser überzeugt.
JA-CHRODIS - Joint Action on Chronic Diseases and Healthy Ageing
across the Life Cycle - ist ein von der Europäischen Union
unterstütztes Projekt, das im Jänner 2014 startete und bis 2017
läuft. Mehr als 60 Organisationen aus 26 Mitgliedsländern erfassen
und evaluieren Best-Practice-Beispiele zu Prävention, Früherkennung
und Behandlung von chronischen Krankheiten und erarbeiten Maßnahmen,
wie diese auf lokaler und regionaler Ebene bestmöglich umgesetzt
werden können. In die Behandlung chronischer Krankheiten fließen etwa
70 bis 80 Prozent der Gesundheitsbudgets in Europa. Mehr dazu unter:
www.chrodis.eu (Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BMG






