• 13.11.2014, 09:43:37
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AVISO: Macondo- Filmpremiere und Bühnengespräch, 17.11. Gartenbaukino

Im Macondo, Wien-Simmering, entsteht ein Gemeinwesenprojekt für alle. Die Diakonie entwickelt, fördert und unterstützt.

Utl.: Im Macondo, Wien-Simmering, entsteht ein Gemeinwesenprojekt
für alle. Die Diakonie entwickelt, fördert und unterstützt. =

Wien (OTS) - Im Sommer 2013 eröffnete die Diakonie eine neue,
gemeinwesenorientierte Integrationsinitiative in Wien-Simmering. Das
Ziel der Einrichtung ist es, eine zentrale Anlaufstelle für alle
BewohnerInnen der Straßenzüge Zinnergasse - Landwehrstraße -
Artillerieplatz - Margetinstraße aufzubauen. Das Aufgabenspektrum
umfasst dabei nicht nur den Betrieb einer Integrationsberatungsstelle
im engeren Sinn, sondern verfolgt auch das Ziel, Fragestellungen des
unmittelbaren Wohnumfelds zu thematisieren und zu bearbeiten. Dazu
können Anliegen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ebenso zählen
wie die Möglichkeiten von Partizipation bei der Mitgestaltung der
Wohnumgebung.

Gemeinwesenarbeit: #Hoffnungsträger für vielfältige
BewohnerInnen

Macondo nennen die rund 3000 BewohnerInnen den Stadtteil der 1956
entstand und weit draußen am Rand des 11. Bezirkes und des Wiener
Stadtgebietes liegt. "Der Stadtteil stellt ein in Österreich
einzigartiges Sozialsystem dar", so Diakonie Sozialexperte Martin
Schenk. "Seit den 1950er Jahren wird er bewohnt von Menschen, die als
Flüchtlinge nach Österreich kamen - aus Ungarn, der Tschechoslowakei,
Chile und Vietnam. Sie haben ihrer neuen Heimat hier an diesem Ort,
damals noch zwischen Wald und Feldern, den Namen Macondo gegeben -
nach Gabriel Garcia Marquezs Stadt von Vertriebenen im Dschungel
gegründet. Manche sind bis heute geblieben. Sie sind heute hier die
Alteingesessenen. Vieles hat sich seit damals verändert: Die Stadt
ist um Macondo herumgewachsen. Zwischen den Wohnhäusern befinden sich
zahlreiche Kleingärten, die von den im Umfeld wohnenden WienerInnen
genützt werden. So vielfältig wie die Bewohner sind auch die
Problemstellungen im Stadtteil: Sprachdefizite, Arbeits- und drohende
Obdachlosigkeit, soziale Konflikte, schlechte Infrastruktur und
Verkehrsanbindung", so Schenk.

Mit dem Gemeinwesenprojekt will die Diakonie aber nicht an den
Defiziten sondern an den Ressourcen ansetzen. In einem
gemeinwesenorientierten Integrationsbüro sollen Fragen gemeinsam mit
den hier lebenden Menschen beantwortet werden: Was will Macondo sein?
Was wollen die BewohnerInnen, dass Macondo ist? Wie wollen sie diesen
ihren LebensRaum, wie wollen sie ihr Zusammenleben und wie wollen sie
über die Grenzen dieses Stadtteils hinaus aktiv und gemeinsam
Gesellschaft mit-gestalten?

Macondo, der Film

Der elfjährige Ramasan, dessen Familie vor dem Krieg in
Tschetschenien nach Wien geflüchtet ist,
hat für sein junges Alter viel zu bewältigen: frühe Verantwortung für
die Familie, den rauen Alltag
in einer Flüchtlingssiedlung am Stadtrand von Wien und das
übermächtige Kriegshelden-Bild des
toten Vaters, an den er sich kaum erinnert. Ramasans enge Welt bricht
auf als Isa, ein Kriegskamerad
des toten Vaters, in die Wohnsiedlung einzieht. Ein berührender Film
über das Erwachsenwerden
in einer neuen Heimat zwischen zwei Kulturen.

Link:
http://www.ots.at/redirect/diakonie

AVISO: Macondo-Filmpremiere und Bühnengespräch

 Nach dem Film findet ein Bühnengespräch statt.
 
 GesprächspartnerInnen sind: 
 - Regisseurin Sudabeh Mortezai 
 - Carina Pachler, Diakonie-Gemeinwesenarbeit im Macondo 
 und andere
 
 INFO: Im Macondo, Wien-Simmering, entsteht ein Gemeinwesenprojekt
 für alle. Die Diakonie entwickelt, fördert und unterstützt.

 Datum:   17.11.2014, um 19:00 Uhr
 Ort:     Gartenbaukino
          Parkring  12, 1010 Wien

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