AVISO: Macondo- Filmpremiere und Bühnengespräch, 17.11. Gartenbaukino

Im Macondo, Wien-Simmering, entsteht ein Gemeinwesenprojekt für alle. Die Diakonie entwickelt, fördert und unterstützt.

Wien (OTS) - Im Sommer 2013 eröffnete die Diakonie eine neue, gemeinwesenorientierte Integrationsinitiative in Wien-Simmering. Das Ziel der Einrichtung ist es, eine zentrale Anlaufstelle für alle BewohnerInnen der Straßenzüge Zinnergasse - Landwehrstraße -Artillerieplatz - Margetinstraße aufzubauen. Das Aufgabenspektrum umfasst dabei nicht nur den Betrieb einer Integrationsberatungsstelle im engeren Sinn, sondern verfolgt auch das Ziel, Fragestellungen des unmittelbaren Wohnumfelds zu thematisieren und zu bearbeiten. Dazu können Anliegen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ebenso zählen wie die Möglichkeiten von Partizipation bei der Mitgestaltung der Wohnumgebung.

Gemeinwesenarbeit: #Hoffnungsträger für vielfältige BewohnerInnen

Macondo nennen die rund 3000 BewohnerInnen den Stadtteil der 1956 entstand und weit draußen am Rand des 11. Bezirkes und des Wiener Stadtgebietes liegt. "Der Stadtteil stellt ein in Österreich einzigartiges Sozialsystem dar", so Diakonie Sozialexperte Martin Schenk. "Seit den 1950er Jahren wird er bewohnt von Menschen, die als Flüchtlinge nach Österreich kamen - aus Ungarn, der Tschechoslowakei, Chile und Vietnam. Sie haben ihrer neuen Heimat hier an diesem Ort, damals noch zwischen Wald und Feldern, den Namen Macondo gegeben -nach Gabriel Garcia Marquezs Stadt von Vertriebenen im Dschungel gegründet. Manche sind bis heute geblieben. Sie sind heute hier die Alteingesessenen. Vieles hat sich seit damals verändert: Die Stadt ist um Macondo herumgewachsen. Zwischen den Wohnhäusern befinden sich zahlreiche Kleingärten, die von den im Umfeld wohnenden WienerInnen genützt werden. So vielfältig wie die Bewohner sind auch die Problemstellungen im Stadtteil: Sprachdefizite, Arbeits- und drohende Obdachlosigkeit, soziale Konflikte, schlechte Infrastruktur und Verkehrsanbindung", so Schenk.

Mit dem Gemeinwesenprojekt will die Diakonie aber nicht an den Defiziten sondern an den Ressourcen ansetzen. In einem gemeinwesenorientierten Integrationsbüro sollen Fragen gemeinsam mit den hier lebenden Menschen beantwortet werden: Was will Macondo sein? Was wollen die BewohnerInnen, dass Macondo ist? Wie wollen sie diesen ihren LebensRaum, wie wollen sie ihr Zusammenleben und wie wollen sie über die Grenzen dieses Stadtteils hinaus aktiv und gemeinsam Gesellschaft mit-gestalten?

Macondo, der Film

Der elfjährige Ramasan, dessen Familie vor dem Krieg in Tschetschenien nach Wien geflüchtet ist,
hat für sein junges Alter viel zu bewältigen: frühe Verantwortung für die Familie, den rauen Alltag
in einer Flüchtlingssiedlung am Stadtrand von Wien und das übermächtige Kriegshelden-Bild des
toten Vaters, an den er sich kaum erinnert. Ramasans enge Welt bricht auf als Isa, ein Kriegskamerad
des toten Vaters, in die Wohnsiedlung einzieht. Ein berührender Film über das Erwachsenwerden
in einer neuen Heimat zwischen zwei Kulturen.

Link:
http://www.ots.at/redirect/diakonie

AVISO: Macondo-Filmpremiere und Bühnengespräch

Nach dem Film findet ein Bühnengespräch statt.

GesprächspartnerInnen sind:
- Regisseurin Sudabeh Mortezai
- Carina Pachler, Diakonie-Gemeinwesenarbeit im Macondo
und andere

INFO: Im Macondo, Wien-Simmering, entsteht ein Gemeinwesenprojekt
für alle. Die Diakonie entwickelt, fördert und unterstützt.

Datum: 17.11.2014, um 19:00 Uhr

Ort:
Gartenbaukino
Parkring 12, 1010 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Diakonie Österreich
Roberta Rastl
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +43(0)664 314 93 95
roberta.rastl@diakonie.at
Web: www.diakonie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DIK0001