• 11.11.2014, 09:59:31
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Eva Menasse gewinnt Literaturpreis Alpha 2014

Juryvorsitzender Paulus Hochgatterer lobte "die gerade, schnörkellose Sprache" des Romans "Quasikristalle" und dessen "punktgenauen, höchst sympathischen Humor".

Utl.: Juryvorsitzender Paulus Hochgatterer lobte "die gerade,
schnörkellose Sprache" des Romans "Quasikristalle" und dessen
"punktgenauen, höchst sympathischen Humor". =

Wien (OTS) - Zum fünften Mal wurde am Montag, 10. November 2014, im
Studio 44 der Casinos Austria Gruppe im Rahmen einer feierlichen Gala
der Literaturpreis Alpha vergeben. Die diesjährige Preisträgerin ist
Eva Menasse, die mit ihrem Roman "Quasikristalle" die Fachjury
überzeugen konnte. Die Autorin setzte sich gegen die beiden anderen
Finalisten - Daniel Wisser und sein Werk "Ein weißer Elefant" sowie
Erwin Uhrmann und dessen Buch "Ich bin die Zukunft" - durch. Menasse
erzählt in "Quasikristalle" die Geschichte einer Frau anhand der
unterschiedlichen Rollen, die diese lebt - Mutter, Tochter, Mieterin,
Patientin, untreue Ehefrau und wirft damit Fragen nach Wahrnehmung
und Wahrheit auf. Dafür sprach ihr die Jury unter der Leitung von
Paulus Hochgatterer den mit 10.000 Euro dotierten Preis zu.

Seit 2010 vergibt und finanziert Casinos Austria, in Kooperation mit
den Büchereien Wien, den Literaturpreis Alpha. In dieser Zeit hat
sich der Alpha zu einer der wichtigsten und begehrtesten
Auszeichnungen für deutschsprachige Literatur entwickelt. Auch im
fünften Jahr war die Zahl der Bewerbungen groß: Insgesamt 55
Autorinnen und Autoren legten Werke vor, aus denen eine Vorjury,
angeführt vom Leiter der Hauptbücherei Wien, Christian Jahl, eine
Shortlist von zehn Büchern erstellte. Die Auswahl der drei
Finalistinnen und Finalisten sowie die Kür der Siegerin nahm die
Fachjury vor, deren Vorsitz seit heuer der Schriftsteller und
Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer innehat. Außerdem gehören ihr
wie schon in den letzten Jahren Falter-Kulturchef Klaus Nüchtern und
Literaturjournalistin Gabriele Madeja an.

Juryvorsitzender Paulus Hochgatterer lobte die "gerade, schnörkellose
Sprache, die nur dort lustvoll ausufert, wo es ums lustvolle Ausufern
geht, ansonsten vor allem gekennzeichnet ist durch einen
punktgenauen, höchst sympathischen Humor". Menasses Technik, ihre
Geschichte von verschiedenen Erzählern ausbreiten zu lassen,
erinnerte Hochgatterer an "die Filme von Robert Altman, Jim Jarmusch
oder Quentin Tarantino". Die Spannung, die durch den mehrmaligen
Wechsel der Perspektive entsteht, "wird aber nicht auf Kosten der
Plastizität der Figuren gewonnen, ganz im Gegenteil."

Casinos Austria Vorstand und Alpha-Initiator Dietmar Hoscher erklärte
im Gespräch mit Moderatorin Clarissa Stadler, was den Alpha zu einem
unverzichtbaren Bestandteil von Literaturförderung macht: "Wir haben
uns bei der Premiere 2010 ein konkretes Ziel gesetzt, nämlich mit
diesem Preis talentierte Autorinnen und Autoren zu unterstützen,
deren literarische Laufbahn noch am Beginn steht und ihnen zu
ermöglichen, dass sie ihren Weg fortsetzen können. Literatur ist ein
Bereich des Kulturbetriebs, in der öffentliche Fördermittel oft nur
spärlich fließen. Insofern schließt der Alpha hier eine Lücke, und
der Erfolg gibt uns recht."

Seit der Stunde Null als Partner mit dabei sind die Büchereien Wien,
vertreten durch Christian Jahl, den Leiter der Hauptbücherei Wien und
Vorsitzenden der Vorjury: "Qualitativ hochwertige Literatur hat ein
Publikum, das sehen wir an den Besuchern der Büchereien. Gleichzeitig
ist es für Autoren, die noch nicht über einen großen Namen verfügen,
ungemein schwer, Fuß zu fassen. Genau hier greift der von Casinos
Austria initiierte Preis ein."

Der Galaabend im Studio 44 wurde nicht nur zu einem Fest der
Literatur, sondern auch zu einem gelungenen kulturellen und
gesellschaftlichen Event. Norbert Schneider und seine Band sorgten
für die musikalischen Glanzlichter, mehrere Autorenkollegen genossen
im Publikum die Lesungen der Finalisten, unter ihnen der frühere
Juryvorsitzende Josef Haslinger, die Alpha-Preisträgerin von 2013,
Marjana Gaponenko, sowie Manfred Chobot, Christian Gruböck und
Cornelia Travnicek. Zu den zahlreichen namhaften Gästen des Abends
zählten unter anderem Bundesminister Josef Ostermayer, die
Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Johanna
Rachinger, Volkshilfe-Vizepräsidentin Erika Stubenvoll,
Blues-Urgestein Hans Theessink samt Gattin Milica, sowie Rechtsanwalt
Gerald Ganzger (Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger & Partner).

Die vollständige Laudatio von Juryvorsitzenden Paulus Hochgatterer,
sowie Fotos der Gala finden Sie unter:
http://bit.ly/Literaturpreis-Alpha-2014

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