Stellungnahme zum "Falter" Artikel über Ömer Cancetin

Aufräumen mit Missverständnissen

Wien (OTS) - Ich, Ömer Cancetin, habe mir die Kritik an meinen Aussagen im Rahmen des Tages der offenen Moschee zu Herzen genommen und bedauere, dass meine Worte falsch verstanden und wiedergegeben wurden. Keinesfalls wollte ich mit meinen Äußerungen den Eindruck erwecken, Kindesmissbrauch jeglicher Form bzw. die Eheschließung mit Minderjährigen zu verteidigen oder gar zu befürworten. Im Gegenteil bin ich der Meinung, dass Rechte von Kindern ein sehr hohes Gut sind und, dass sie zu schützen eine der höchsten Aufgaben jeder Gesellschaft sein sollte. Meine Aussagen fielen im Kontext einer Gesprächsrunde, in der es um die Ehe zwischen dem Propheten Muhammad und seiner Frau Aischa ging, deren Alter zum Zeitpunkt der Heirat in unterschiedlichen Quellenangaben variiert.

Mein Anliegen war es aufzuzeigen, dass Meinungen bezüglich des angemessenen Heiratsalters für Frauen und Männer im Laufe der Jahrhunderte einen Wandel erfahren haben. Leider wurden nur wenige Sätze aus dem Zusammenhang gerissen zitiert, was unweigerlich zu einem falschen Bild führen musste. Es handelte sich auch nicht um ein direkt geführtes Interview, sondern um einen Journalisten, der sich unter die anwesenden Gäste gemischt hat und bedauerlicherweise keine Rückfragen gestellt hat, um Missverständnisse aufzuklären. Als Theologe bin ich mir natürlich der Tatsache bewusst, dass es sich hierbei um ein äußerst kontrovers diskutiertes Thema handelt, das häufig zu Irritationen und Kritik an der islamischen Lehre führt. Aus diesem Grund hätte ich meine Worte sorgfältiger wählen und daran denken müssen, dass fachfremde Personen anwesend waren.

Ich, Ömer Cancetin, möchte mich hiermit auch aufrichtig beim Islamischen Zentrum Wien, für die aus diesem Missverständnis resultierenden Unannehmlichkeiten entschuldigen und hebe mit aller Deutlichkeit nun noch einmal hervor, dass die geltenden Gesetze bezüglich des Heiratsalters von mir nicht in Frage gestellt werden und, dass Zwangsehen und jede Form von Unterdrückung von mir absolut verurteilt und abgelehnt werden. Ich hoffe inständig, dass die Angelegenheit beigelegt und das Vertrauen in meine Person wieder hergestellt werden kann.

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Ömer Cancetin
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