LK Österreich zum Milchpreis: EU muss Milchbauern nun Rücken stärken

Österreichische Milch hat Spitzenqualität: Preissenkungen völlig unbegründet

Wien (OTS) - "Durch Putins Barrierepolitik ist der Milchmarkt europaweit unter Druck geraten. Doch statt in dieser schwierigen Lage Solidarität zu beweisen, senkt der Lebensmittelhandel die Milchpreise. Die Bauernvertretung hat die Europäische Kommission schon mehrmals aufgefordert, den Milchbetrieben den Rücken zu stärken, indem sie die Märkte entlastet. Die Instrumente dafür sind vorhanden, sie gehören nun nachgeschärft und rasch eingesetzt: Der Referenzpreis, der seit vielen Jahren bei 22 Cent je kg liegt, muss in Richtung 30 Cent angehoben werden. Nur so kann er als Sicherheitsnetz wirken. Die Private Lagerhaltung bei Käse ist fortzuführen und die Superabgabe, die ja in erster Linie von jenen Betrieben bezahlt wird, die schon jetzt - ein halbes Jahr vor Ende der Milchquote - an die Zukunft glauben, ist für den Milchbereich einzusetzen. Das alles muss nun im Sinne unserer Bäuerinnen und Bauern sehr schnell gehen", erklärte heute Josef Moosbrugger, Vorsitzender des Ausschusses für Milchwirtschaft der LK Österreich und Präsident der LK Vorarlberg.

Österreich ist kein Land der Billigstpreise

"Österreichs Milch liegt im internationalen Vergleich auf den Spitzenplätzen. Das zeigen unsere Exporterfolge, denn fast 50% des Umsatzes werden bereits auf den Auslandsmärkten erzielt. Regionalität, höchste Qualitätsstufen und das AMA-Gütesiegel sind Leistungen unserer Milchwirtschaft. Das weiß auch der Lebensmittelhandel, der davon seit Jahren profitiert. Unser Land hat eine kleinstrukturierte naturnahe Landwirtschaft", stellte Moosbrugger fest.

"Unsere Milchbauern bewirtschaften das Grünland sowie die Almen und wir haben einen hohen Anteil an biologischer Landwirtschaft. Gentechnikfreie Fütterung wird ohnehin schon lange als selbstverständlich vorausgesetzt. Der österreichische Weg der Milchwirtschaft orientiert sich an Wertschöpfung und Qualität. Das alles zeigt: Österreich ist kein Land der Billigstpreise. Wir wollen den in- und ausländischen Kunden weiterhin Spitzenqualität anbieten. Dafür brauchen wir Partner, die nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten solidarisch sind. Und dazu brauchen wir von der Politik in Brüssel rasch Maßnahmen, die den Milchbauern den Rücken stärken", so Moosbrugger.
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