• 07.11.2014, 11:16:59
  • /
  • OTS0127 OTW0127

Industrie: Nicht auf Kosten der Jungen, sondern in die Zukunft investieren

IV-GS Neumayer: Ja zu mehr Investitionen in Zukunftsbereiche wie Forschung und Entwicklung oder IKT-Infrastruktur - Klares Nein zu neuen Schulden

Utl.: IV-GS Neumayer: Ja zu mehr Investitionen in Zukunftsbereiche
wie Forschung und Entwicklung oder IKT-Infrastruktur - Klares
Nein zu neuen Schulden =

Wien (OTS/PdI) - "Von Seiten der Industrie gibt es ein klares Ja zu
Investitionen in wichtige Zukunftsbereiche wie etwa Forschung und
Entwicklung (F&E) oder IKT-Infrastruktur, denn genau das braucht es,
wenn wir unseren Kindern eine wirtschaftlich sichere Zukunft
ermöglichen wollen. Aber ebenso klar sagen wir Nein zu neuen
Schulden, denn wir dürfen unseren Wohlstand nicht auf Kosten der
Jungen und zukünftiger Generationen finanzieren - das wäre
kurzsichtig und verantwortungslos", hielt Mag. Christoph Neumayer,
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) heute, Freitag,
anlässlich der laufenden Diskussionen über Wachstumsinitiativen in
Europa fest. Vielmehr sei es dringend geboten, endlich tiefgreifende
Strukturreformen umzusetzen und damit notwendige Investitionen in den
Standort zu ermöglichen. "Die Zinszahlungen des Bundes zur Bedienung
der Finanzschuld werden für 2015 mit 8,5 Milliarden Euro
veranschlagt. Das ist mehr als wir jährlich für Bildung (rund acht
Milliarden) und fast doppelt so viel wie wir für Forschung (4,65
Milliarden) ausgeben. Zusätzliche Schulden und Zinsen sind jedenfalls
zu zahlen, unabhängig wie diese statistisch im Stabilitätspakt
eingerechnet werden", so der IV-Generalsekretär, der betonte: "So
weiterzumachen und immer mehr Geld für Schuldenzinsen und
ineffiziente Strukturen aufzuwenden, wäre absolut unverantwortlich.
Damit erreicht man kein nachhaltiges Wachstum und auch keine sicheren
Arbeitsplätze - sondern genau das Gegenteil."

Der einzig gangbare Weg könne daher nur über Bürokratieabbau, eine
effizientere Verwaltung, ein rascheres Anheben des faktischen
Pensionsantrittsalters durch ein zukunftsorientiertes Pensionssystem
sowie eine spürbare Steuerstrukturreform führen. "Nicht nur die
Industriellenvereinigung hat zu den genannten Bereichen immer wieder
entsprechende Maßnahmen vorgelegt. Nur so lassen sich aber einerseits
genügend Mittel für Zukunftsinvestitionen freispielen und
gleichzeitig das Vertrauen der Unternehmen in den Standort wieder
stärken. Ohne dieses Vertrauen wird die Konjunktur nicht wieder
anspringen und es werden auch keine Arbeitsplätze geschaffen werden -
denn das ist nur bei entsprechenden Rahmenbedingungen möglich", hielt
Neumayer fest. Entscheidender Bestandteil dieser Rahmenbedingungen
sei, dass auch die Unternehmen als Teil der Steuerreform bei den
Arbeitszusatzkosten spürbar entlastet würden. Alleine eine Senkung
bei der Unfallversicherung um 3/10 Prozent brächte 332 Millionen
Euro, eine Senkung des Beitrages zum Familienlastenausgleichsfonds
(FLAF) von 4,5 auf drei Prozent sogar rund 1,8 Milliarden. "Dieses
Entlastungspotenzial muss gehoben und durch Strukturreformen statt
neuer Steuern gegenfinanziert werden. Denn eine Lohnsteuersenkung
allein ist zu wenig und schafft keine Arbeitsplätze - das können nur
Unternehmen."

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel