Industrie: Nicht auf Kosten der Jungen, sondern in die Zukunft investieren

IV-GS Neumayer: Ja zu mehr Investitionen in Zukunftsbereiche wie Forschung und Entwicklung oder IKT-Infrastruktur - Klares Nein zu neuen Schulden

Wien (OTS/PdI) - "Von Seiten der Industrie gibt es ein klares Ja zu Investitionen in wichtige Zukunftsbereiche wie etwa Forschung und Entwicklung (F&E) oder IKT-Infrastruktur, denn genau das braucht es, wenn wir unseren Kindern eine wirtschaftlich sichere Zukunft ermöglichen wollen. Aber ebenso klar sagen wir Nein zu neuen Schulden, denn wir dürfen unseren Wohlstand nicht auf Kosten der Jungen und zukünftiger Generationen finanzieren - das wäre kurzsichtig und verantwortungslos", hielt Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) heute, Freitag, anlässlich der laufenden Diskussionen über Wachstumsinitiativen in Europa fest. Vielmehr sei es dringend geboten, endlich tiefgreifende Strukturreformen umzusetzen und damit notwendige Investitionen in den Standort zu ermöglichen. "Die Zinszahlungen des Bundes zur Bedienung der Finanzschuld werden für 2015 mit 8,5 Milliarden Euro veranschlagt. Das ist mehr als wir jährlich für Bildung (rund acht Milliarden) und fast doppelt so viel wie wir für Forschung (4,65 Milliarden) ausgeben. Zusätzliche Schulden und Zinsen sind jedenfalls zu zahlen, unabhängig wie diese statistisch im Stabilitätspakt eingerechnet werden", so der IV-Generalsekretär, der betonte: "So weiterzumachen und immer mehr Geld für Schuldenzinsen und ineffiziente Strukturen aufzuwenden, wäre absolut unverantwortlich. Damit erreicht man kein nachhaltiges Wachstum und auch keine sicheren Arbeitsplätze - sondern genau das Gegenteil."

Der einzig gangbare Weg könne daher nur über Bürokratieabbau, eine effizientere Verwaltung, ein rascheres Anheben des faktischen Pensionsantrittsalters durch ein zukunftsorientiertes Pensionssystem sowie eine spürbare Steuerstrukturreform führen. "Nicht nur die Industriellenvereinigung hat zu den genannten Bereichen immer wieder entsprechende Maßnahmen vorgelegt. Nur so lassen sich aber einerseits genügend Mittel für Zukunftsinvestitionen freispielen und gleichzeitig das Vertrauen der Unternehmen in den Standort wieder stärken. Ohne dieses Vertrauen wird die Konjunktur nicht wieder anspringen und es werden auch keine Arbeitsplätze geschaffen werden -denn das ist nur bei entsprechenden Rahmenbedingungen möglich", hielt Neumayer fest. Entscheidender Bestandteil dieser Rahmenbedingungen sei, dass auch die Unternehmen als Teil der Steuerreform bei den Arbeitszusatzkosten spürbar entlastet würden. Alleine eine Senkung bei der Unfallversicherung um 3/10 Prozent brächte 332 Millionen Euro, eine Senkung des Beitrages zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) von 4,5 auf drei Prozent sogar rund 1,8 Milliarden. "Dieses Entlastungspotenzial muss gehoben und durch Strukturreformen statt neuer Steuern gegenfinanziert werden. Denn eine Lohnsteuersenkung allein ist zu wenig und schafft keine Arbeitsplätze - das können nur Unternehmen."

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