Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis 2014 für ORF-Journalisten Feurstein und Koschuh

Weitere Anerkennungspreise in den Kategorien TV, Radio und Online

Wien (OTS) - Nach einer "Medienlöwin" für Ö1-Redakteurin Eva Roither und dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich für ORF-Chefregisseur Fritz Melchert, bringt aktuell auch der Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis 2014 Auszeichnungen für ORF-Mitarbeiter. Preisträger in der Kategorie TV ist Christoph Feurstein für "Schule fürs Leben - Das Experiment" in der ORF Sendereihe "Thema". In der Kategorie Hörfunk überzeugte Ö1-Journalist Bernt Koschuh.
Anerkennungspreise in den Kategorien und TV, Radio bzw. Online erhielten mit Simon Schennach und Beate Haselmayer ("Am Schauplatz"), Karin Fischer und Birgit Pointner-Pfeifer (beide Ö1) sowie Simon Hadler (ORF.at) weitere ORF-Journalistinnen und -Journalisten.

Der Preis, der im Sinne des Lebenswerks von Prälat Leopold Ungar von der Caritas der Erzdiözese Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien vergeben wird, ist mit 20.000 Euro der höchstdotierte JournalistInnenpreis Österreichs.
Mit dem Preis werden herausragende journalistische Leistungen prämiert, die Toleranz und Verständnis im Umgang mit gesellschaftlichen Randgruppen fördern und sich mit sozialpolitischen Themen wie Armut, Obdachlosigkeit, Migration, Flucht, Alter, Krankheit oder Diskriminierung auseinandersetzen.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Dass der ORF bei einem Preis, der sich der Toleranz und dem Verständnis gegenüber jenen verschrieben hat, die gemeinhin nicht im Fokus der medialen Aufmerksamkeit stehen, derart erfolgreich ist, zeigt: Die Journalistinnen und Journalisten des ORF tragen mit ihrer Arbeit täglich dazu bei, Österreich für Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren. Das ist eine der schönsten Auszeichnungen, die ein Medienunternehmen und seine Mitarbeiter erhalten kann. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich."

Die Sieger in den Kategorien TV bzw. Radio: Christoph Feurstein und Bernt Koschuh

Christoph Feurstein zeigte mit seiner Thema-Serie "Schule fürs Leben - Das Experiment" eindrücklich, wie unterschiedlich die Bildungschancen in unserem Land verteilt sind. Die Jury in der Kategorie TV würdigte die Serie mit dem Hauptpreis. In der 12-teiligen Serie tauchen Gymnasiasten und Neue Mittelschüler in die Welt der jeweils anderen ein, lernen voneinander und mit Coaches, die sie ein halbes Jahr lang begleiten. Am Ende profitieren beide Seiten. Die im Fernsehen einzigartige Langzeitbeobachtung macht spürbar, wie Integration funktionieren kann und was in unserem Schulsystem falsch läuft.

Bernt Koschuh wurde in der Kategorie Hörfunk für seinen Beitrag "Die Obdachlosen vom Westbahnhof" von der Jury einstimmig ausgewählt. Bernt Koschuh sammelte in mehreren Einsätzen Tonmaterial für die berührende und kritische Darstellung einer Situation, in der Menschen in tiefster Armut mit dem oft brutalen Vorgehen von Sicherheitsorganen konfrontiert sind. In drei Minuten werden Hunger und Kälte, Selbstausbeutung, Armutsmigration und Gewalt als dichtes Hörbild spürbar. Mit Bernt Koschuh würdigt die Jury einen Journalisten, der seit vielen Jahren komplexe gesellschaftspolitische Themen zum Schwerpunkt seiner Arbeit macht und sie mit großer medialer Kompetenz vermittelt.

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