NEOS: Nachhaltige Standortpolitik braucht eine Flexibilisierung der Arbeitszeit

Gerald Loacker: "Ein Gleichgewicht zwischen Arbeitneher_innen und Unternehmensführung kann nur innerhalb der Betriebe hergestellt werden"

Wien (OTS) - Österreich hat ein Standortproblem - das zeigt nicht zuletzt eine von PwC heute veröffentlichte Studie: "Das Zurückfallen in Standort-Rankings, die schwächelnde Wirtschaft und Arbeitslosenzahlen zeigen, dass Österreich vor hohen Herausforderungen steht. Und die Regierung handelt maximal reaktiv", betont NEOS Arbeits- und Sozialsprecher Gerald Loacker. Und weiter:
"Maßnahmen wie die Verlängerung der Kurzarbeit, wie sie heute im Arbeits- und Sozialausschuss eingebracht werden soll, sind aber zumindest ein Zeichen dafür, dass sie das Problem erkannt haben." Insgesamt ist die Regierung nicht in der Lage, den Wirtschaftsstandort Österreich im europäischen Kontext zu sehen. Nachhaltige Maßnahmen, um den Wirtschaftsstandort wieder attraktiv zu machen, sind nicht in Sicht.

Zu Standortpolitik zählt auch, für mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten zu sorgen, um Auftragsspitzen effizient abarbeiten zu können. Das muss durch das Arbeitsrecht ermöglicht werden. "Ja, wir glauben, dass es möglich sein muss, auch einmal zwölf Stunden zu arbeiten, sofern die bereits bisher geltende Maximalarbeitszeit von 50 Stunden pro Woche nicht überschritten wird und sofern es eine entsprechende Betriebsvereinbarung gibt", betont Loacker. Das heißt konkret, dass ein solches Modell nur dann möglich sein soll, wenn sich ein Betriebsrat in Augenhöhe mit der Unternehmensführung auf eine solche Flexibilisierung einigt. "Natürlich müssen die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschützt werden, das gelingt mit einer entsprechend starken Vertretung. Allerdings müssen auch die Interessen der Unternehmer_innen und Unternehmer gewahrt werden. Wir vertrauen darauf, dass dieses Gleichgewicht am besten innerhalb der Betriebe hergestellt werden kann - und nicht durch Zurufe von außen durch Gewerkschaften und Interessensvertretungen", schließt Loacker.

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