• 06.11.2014, 11:48:24
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ÖAMTC kritisiert: Tempo 80-Befürworter scheuen wissenschaftliche Diskussion

Club stellt klar: Generelles Tempo 80 auf Autobahnen hat keinen Umweltnutzen

Utl.: Club stellt klar: Generelles Tempo 80 auf Autobahnen hat
keinen Umweltnutzen =

Wien (OTS) - Auf Einladung des Umweltbundesamtes findet heute unter
Beteiligung aller Bundesländer und des Umweltministeriums eine
Diskussionsveranstaltung über weitere Tempo 80-Beschränkungen auf
Autobahnen statt. Der Titel der Veranstaltung: "Weniger ist mehr, was
bringen Tempolimits". Beim ÖAMTC erwartet man sich von dem Forum
allerdings wenig neue Erkenntnisse. "Der Referentenkreis ist alles
andere als ausgewogen. Einer wissenschaftlichen Diskussion mit
Skeptikern von Tempo 80 auf Autobahnen will man sich offenbar nicht
stellen", kritisiert Bernhard Wiesinger, Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung. "Da braten die Tempolimit-Befürworter im
eigenen Saft".

Bereits im Juni hatte der Club anlässlich der Tempolimit-Pläne in
Salzburg deutlich gemacht, dass Tempo 80 keinen relevanten Beitrag
zur Verbesserung der Luft leisten kann. Ernst Pucher vom Institut für
Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (TU Wien) hat im Auftrag des
Clubs bei Real-Time-Messungen festgestellt, dass bei Pkw die
Reduktion von Tempo 100 auf Tempo 80 nur einen sehr geringen Einfluss
auf den NOx-Ausstoß hat. "Bei 'Stop and Go' im Stadtverkehr werden
weitaus mehr Schadstoffe emittiert", so Wiesinger. "Mit generellen
Tempolimits auf Autobahnen trifft man außerdem die Falschen. Die
Hälfte bis zu zwei Drittel der Schadstoffemissionen stammen vom
Güterverkehr." Und der ist von den diskutierten Tempolimits nicht
betroffen. Auch andere wissenschaftliche Untersuchungen belegen die
fehlende Wirksamkeit von Tempolimits auf Luftschadstoffe - so zum
Beispiel erst im Juni dieses Jahres eine Untersuchung von Bernhard
Geringer (TU Wien) zur flächendeckenden Einführung von Tempo 30 in
der Stadt.

Beim Club ortet man regelmäßig Versuche, die Alltagsmobilität der
Österreicher ohne Sinn zu verteuern, zu erschweren und zu
beschränken. "Der überwiegende Teil der Autofahrer ist nicht aus Spaß
im Auto unterwegs, sondern weil es alltäglich notwendig ist", stellt
der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung klar. "Der ÖAMTC steht für
jede sachliche Diskussion zum Thema umweltgerechte Mobilität zur
Verfügung. Wir verwehren uns aber gegen Scheindiskussionen auf Kosten
der Autofahrer."

(Schluss)

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