ÖAMTC kritisiert: Tempo 80-Befürworter scheuen wissenschaftliche Diskussion

Club stellt klar: Generelles Tempo 80 auf Autobahnen hat keinen Umweltnutzen

Wien (OTS) - Auf Einladung des Umweltbundesamtes findet heute unter Beteiligung aller Bundesländer und des Umweltministeriums eine Diskussionsveranstaltung über weitere Tempo 80-Beschränkungen auf Autobahnen statt. Der Titel der Veranstaltung: "Weniger ist mehr, was bringen Tempolimits". Beim ÖAMTC erwartet man sich von dem Forum allerdings wenig neue Erkenntnisse. "Der Referentenkreis ist alles andere als ausgewogen. Einer wissenschaftlichen Diskussion mit Skeptikern von Tempo 80 auf Autobahnen will man sich offenbar nicht stellen", kritisiert Bernhard Wiesinger, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Da braten die Tempolimit-Befürworter im eigenen Saft".

Bereits im Juni hatte der Club anlässlich der Tempolimit-Pläne in Salzburg deutlich gemacht, dass Tempo 80 keinen relevanten Beitrag zur Verbesserung der Luft leisten kann. Ernst Pucher vom Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (TU Wien) hat im Auftrag des Clubs bei Real-Time-Messungen festgestellt, dass bei Pkw die Reduktion von Tempo 100 auf Tempo 80 nur einen sehr geringen Einfluss auf den NOx-Ausstoß hat. "Bei 'Stop and Go' im Stadtverkehr werden weitaus mehr Schadstoffe emittiert", so Wiesinger. "Mit generellen Tempolimits auf Autobahnen trifft man außerdem die Falschen. Die Hälfte bis zu zwei Drittel der Schadstoffemissionen stammen vom Güterverkehr." Und der ist von den diskutierten Tempolimits nicht betroffen. Auch andere wissenschaftliche Untersuchungen belegen die fehlende Wirksamkeit von Tempolimits auf Luftschadstoffe - so zum Beispiel erst im Juni dieses Jahres eine Untersuchung von Bernhard Geringer (TU Wien) zur flächendeckenden Einführung von Tempo 30 in der Stadt.

Beim Club ortet man regelmäßig Versuche, die Alltagsmobilität der Österreicher ohne Sinn zu verteuern, zu erschweren und zu beschränken. "Der überwiegende Teil der Autofahrer ist nicht aus Spaß im Auto unterwegs, sondern weil es alltäglich notwendig ist", stellt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung klar. "Der ÖAMTC steht für jede sachliche Diskussion zum Thema umweltgerechte Mobilität zur Verfügung. Wir verwehren uns aber gegen Scheindiskussionen auf Kosten der Autofahrer."

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