• 06.11.2014, 11:32:38
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Christian Ragger: Reformunfähigkeit erschwert Lösung im Ärztekonflikt

Mit Einsparungen durch Strukturverbesserung könnte man Gehaltserhöhungen finanzieren

Utl.: Mit Einsparungen durch Strukturverbesserung könnte man
Gehaltserhöhungen finanzieren =

Klagenfurt (OTS) - "Wenn unsere Nachbarländer Salzburg und Steiermark
die Grundgehälter der Spitalsärzte anheben, wird man nur schwer
argumentieren können, warum das in Kärnten nicht gemacht. Wir würden
damit eine Schwächung des Ärzte-Standortes Kärnten riskieren",
erklärt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian
Ragger vor den Verhandlungen morgen Freitag. Es werfe kein gutes
Licht auf die Gesprächskultur in der KABEG, wenn das Thema in den
anderen Ländern geräuschlos abgehandelt werden kann, aber in Kärnten
Streikdrohungen im Raum stehen und Patienten verunsichert werden.
Natürlich seien die Ärzte-Forderungen eine Bedrohung für das Budget.
Die 100-Millionen-Grenze beim Nettodefizit 2015 werde womöglich
nicht zu halten sein. "Es rächt sich jetzt der Stillstand in der
Gesundheitspolitik. Kärnten ist eines der wenigen Bundesländer, das
den Strukturplan Gesundheit - die Festlegung, wo Leistungen stationär
und ambulant erbracht werden sollen - immer wieder verschiebt.
Jetzt will man sogar bis nach der Gemeinderatswahl warten",
kritisiert Ragger. Mögliche Einsparungen, die man als
Gegenfinanzierung für die Ärztegehälter brauchen würde, könnten nicht
realisiert werden. Es sei ein Faktum, dass mangelnde Angebote und
leistungsfeindliche Strukturen im ambulanten Bereich (bei Hausärzten
und Fachärzten) zu einer ständig wachsenden Inanspruchnahme der
Spitalsambulanzen führen. Das erhöht wiederum den Druck auf die
Spitalsärzte. "Die Gesundheitsreform, die genau da ansetzen und eine
bessere Abstimmung zwischen stationär und ambulant erreichen wollte,
funktioniert in Kärnten überhaupt nicht. Genau diese Unfähigkeit
erschwert die Lösung im Konflikt um die Ärztegehälter", meint Ragger
abschließend.

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