FORMAT: Hausdurchsuchung bei der Beteiligungsholding ÖIAG

Wegen Bestechungszahlungen beim Börsengang der Post AG

Wien (OTS) - Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat im Sommer eine Hausdurchsuchung in der Zentrale der staatlichen Beteiligungsholding ÖIAG angeordnet. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

"Es haben mehrere Hausdurchsuchungen in Geschäftsräumlichkeiten und Privatadressen stattgefunden", bestätigt WKStA-Sprecher Thomas Haslwanter die FORMAT-Recherchen. "Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit dem Börsengang der Post AG." Es geht um den Verdacht von Bestechungszahlungen, die über eine Firma des PR-Beraters Peter Hochegger an den Lobbyisten Walter Meischberger geflossen sein sollen. Am Ende soll ein Teil des Geldes bei Karl-Heinz Grasser gelandet sein, so der Verdacht der Ermittler.

Darüber hinaus prüft die Anklagebehörde laut FORMAT eine Reihe von ÖIAG-Deals der Jahre 2000 bis 2007, darunter den Verkauf des Dorotheums und die Teilprivatisierung der Post AG. Im inkriminierten Zeitraum stand die ÖIAG unter der Kontrolle von Finanzminister Grasser. Hochegger, Meischberger und Grasser haben stets zurückgewiesen, strafrechtlich relevante Handlungen gesetzt zu haben. Für die drei Personen gilt die Unschuldsvermutung.

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