• 05.11.2014, 15:06:31
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Wurm: Nationaler Aktionsplan schließt Lücken im Gewaltschutz für Frauen

SchülerInnen verstärkt zu K.O.-Tropfen beraten

Utl.: SchülerInnen verstärkt zu K.O.-Tropfen beraten =

Wien (OTS/SK) - Lob für den Nationalen Aktionsplan (NAP) zum Schutz
von Frauen vor Gewalt gab es heute, Mittwoch, im Rahmen des
Gleichbehandlungsausschusses des Nationalrats von
SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm. "Wir haben ein dichtes Netz an
Gewaltschutzeinrichtungen und viele Schutzgesetze. Mit dem Nationalen
Aktionsplan schließen wir noch vorhandene Lücken", kündigt Wurm an.
Besonders erfreulich ist für Wurm der Entschließungsantrag zu
K.O.-Tropfen: "Zukünftig sollen Lehrpersonal und SchulärztInnen
bestmöglich über Vorsichtsmaßnahmen, Wirkungen und Erste Hilfe
informiert werden. Mit diesem Wissen können sie SchülerInnen adäquat
beraten." ****

Der Nationale Aktionsplan umfasst 64 Maßnahmen. Diese sind eine sehr
gute Zusammenschau aus den unterschiedlichen Ressorts. "Österreich
ist international Vorreiter in Sachen Gewaltschutz. Dennoch wollen
wir noch besser werden", führt Wurm aus.

Die Maßnahmen werden in den Jahren 2014 bis 2016 von der
Bundesregierung umgesetzt. Ein Schwerpunkt liegt hierbei in der
Präventionsarbeit. "Dazu zählt für uns die Kampagne 'Gewalt FREI
Leben' sowie ein Leitfaden für Krankenhaus-MitarbeiterInnen. Mit
solchen Mitteln wollen wir Hilfestellung bieten und über den
sensiblen Umgang mit Betroffenen informieren", erläutert Wurm
Beispiele aus dem NAP. Der Aktionsplan sieht auch vor, dass der Bund
beim Sammeln und Aufbereiten von Daten zu Gewaltfällen mit NGOs und
Bundesländern verstärkt zusammenarbeitet.

Als große Herausforderung benennt Wurm, schon vorhandene
Hilfsangebote zugänglicher zu machen. "Jede fünfte Frau in Österreich
wird mindestens einmal im Leben Opfer von Gewalt. Leider wissen viele
Frauen zu wenig über Hilfsangebote Bescheid. Eines der Ziele ist
daher, Angebote wie die Frauenhelpline oder die fem:HELP-App
bekannter zu machen."

Darüber hinaus wird es im Rahmen des NAP Pilotprojekte mit
Gebietskrankenkassen geben, um Risikofamilien und potenziell
Betroffene von Gewalt im sozialen Nahbereich frühzeitig zu
identifizieren und zu helfen.

Der beschlossene Entschließungsantrag zum Thema K.O.-Tropfen bringt
in Zukunft ein Mehr an Aufklärung. "Immer wieder gibt es Fälle, in
denen vor allem junge Frauen mit diesen Substanzen handlungsunfähig
gemacht und damit der Gefahr von Missbrauch ausgesetzt werden. Mit
dieser Initiative erweitern wir die ohnehin schon sehr aktive und
erfolgreiche Kampagnenarbeit von Ministerin Heinisch-Hosek zum Thema
K.O.-Tropfen", folgert Wurm. (Schluss) bj/kg

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