- 05.11.2014, 11:16:54
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IG-Milch: Preisverfall bei Milch ist die logische Konsequenz des Überangebots
Bad Leonfelden (OTS) - Nun erntet der Bauernbund die Früchte seiner
Arbeit durch die Abschaffung der Milchquote. Egal ob in der
Landwirtschaftsschule oder durch Beratung der Landwirtschaftskammer.
Überall wurde jahrelang dasselbe gepredigt: Die Milchquote muss weg
und das muss man nutzen für Produktionssteigerung und Wachstum.
"Alle Warnungen von uns Milchbäuerinnen und -bauern und unserer
Dachorganisation dem European Milk Board vor einem Einbruch des
Milchmarktes wurden ignoriert. Und dem Handel kann man nicht
verbieten, seine mächtige Position bei einem Überangebot von Milch
für Preisreduktionen zu nützen.", so Ewald Grünzweil, Obmann der
IG-Milch. Die KonsumentInnen werden dieses Geschenk dankbar annehmen,
ohne zu ahnen welch dramatische Folgen der Preisverfall für tausende
Milchviehbetriebe nach sich ziehen wird.
"Und doch liegt es an uns Bäuerinnen und Bauern selbst zu begreifen,
dass es keine vernünftige Strategie ist, die Produktion zu steigern,
ohne auf die Märkte zu achten. Es ist absolut scheinheilig
Lebensmittelketten wegen Preisaktionen bei der
Bundeswettbewerbsbehörde anzuzeigen und den Bäuerinnen und Bauern zu
raten durch Mehrproduktion ihre Einkommensverluste wettmachen zu
können. Es wäre höchst an der Zeit auf Erzeugerseite die Produktion
zu drosseln, um ein weiteres Abstürzen der Preise zu verhindern. Wir
laden daher alle vernünftigen Funktionäre im Bauernbund ein, eine
Marktsteuerungsgruppe ins Leben zu rufen. Das wäre ehrlich,
vernünftig und nachhaltig" betont abschließend der Obmann der
IG-Milch Ewald Grünzweil.
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