- 04.11.2014, 11:33:35
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Rotes Kreuz trauert um Heinrich Treichl
Wien (OTS/Rotes Kreuz) - 25 Jahre lang stand Heinrich Treichl dem
Österreichischen Roten Kreuz als Präsident vor. Zwischen 1974 und
1999 war Treichl "oberster Freiwilliger" der Organisation. Zeitlebens
blieb er dem Roten Kreuz als Ehrenpräsident verbunden. Am 2. November
2014 starb Heinrich Treichl im 102. Lebensjahr.
"Ich bin tief betroffen vom Tod Heinrich Treichls und möchte seiner
Familie mein tiefempfundenes Beileid aussprechen. Ich tue das im
Namen des gesamten Österreichischen Roten Kreuzes", sagt Gerald
Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.
Heinrich Treichl hat das Rote Kreuz über ein Vierteljahrhundert
geprägt. "Er war stets entschlossen, Neues zu wagen und hat vor
Veränderungen nicht zurückgeschreckt", würdigt Schöpfer den
ehemaligen Präsidenten. Unter Heinrich Treichls Präsidentschaft
wurden Meilensteine gesetzt wie der Ausbau der Leistungen im Bereich
Gesundheit und Soziale Dienste. Auch die Einführung des
notarztgestützten Rettungssystems in Österreich war eine wichtige
Errungenschaft in seiner Amtszeit.
Beim Roten Kreuz ist der Name Heinrich Treichl Sinnbild für
humanitäre Gesinnung. Anlässlich seines 80. Geburtstags wurde der
Heinrich-Treichl-Preis gestiftet. 20 mal sind seither bereits
Personen geehrt worden, die durch hervorragende Leistungen humanitäre
Gesinnung bewiesen haben.
Besonders in Erinnerung bleibt auch Heinrich Treichls entschiedener
Einsatz für ein Verbot von Anti-Personen-Minen. Unter starker
Beteiligung von Völkerrechtsexperten des Roten Kreuzes ist ein Gesetz
geschrieben und verabschiedet worden, das derartige Waffen in
Österreich verbietet. Dieses Gesetz wurde 1997 in Ottawa zur
Grundlage für ein weltweites Verbot von Anti-Personen-Minen. Darauf
war Heinrich Treichl sehr stolz. "Gerade der unermüdliche Einsatz für
die Ächtung dieser schrecklichen Waffen zeigt Heinrich Treichls große
humanitäre Gesinnung", sagt Schöpfer. "Das Rote Kreuz ist nicht nur
dazu da, Wunden zu versorgen, sondern auch Wunden zu verhindern. Mit
seinem Engagement hat Heinrich Treichl beides zu tun vermocht. Und
dafür kann man ihm nur aufrichtig dankbar sein."
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