- 04.11.2014, 10:58:56
- /
- OTS0085 OTW0085
Beschluss der Wohnungseigentumsnovelle zur Regelung des Zubehörs alternativlos!
Ein weiteres Aufschieben des Beschlusses hätte massive gesamtwirtschaftliche Auswirkungen – Fachgruppe der Wiener Immobilientreuhänder fordert rasche Gesetzesreparatur
Utl.: Ein weiteres Aufschieben des Beschlusses hätte massive
gesamtwirtschaftliche Auswirkungen – Fachgruppe der Wiener
Immobilientreuhänder fordert rasche Gesetzesreparatur =
Wien (OTS) - Ende November 2014 könnte 100.000en Wohnungseigentümern
eine Teilenteignung drohen. Kellerabteile, Parkplätze,
Tiefgaragenplätze oder auch Eigengartenanteile, die nicht speziell im
Grundbuch als Wohnungseigentum zugeordnet sind, fallen dann in den
allgemeinen Teil der Liegenschaft. Der Grund dafür liegt in einem
OGH-Urteil aus dem Jahr 2011. "Diese Regelung würde nicht nur
tausende Wohnungseigentümer betreffen, sondern hätte auch enorme
gesamtwirtschaftliche Folgen für Österreich, da der
Wohnungseigentumsmarkt massiv einzubrechen droht. Das Gesetz muss
daher rasch repariert werden", so Michael Pisecky, Obmann der
Fachgruppe der Wiener Immobilientreuhänder.
Preisrally für Wohnungen in Ballungsgebieten befürchtet
Aufgrund der Rechtsunsicherheit über die tatsächlichen Werte älterer
Eigentumswohnungen wird es vor allem in sensiblen Ballungsgebieten zu
einer weiteren Verknappung des Angebotes kommen. Wohnen könnte damit
teurer werden. Pisecky: "Die Folge könnte sogar eine Preisrally am
Wiener Wohnungsmarkt und in anderen Ballungsräumen sein. Angesichts
der aktuellen Maßnahmen um Wohnen mittelfristig leistbar zu erhalten,
wäre das eine Katastrophe."
Eine weitere Auswirkung wäre, dass Bauträger und Makler, aber auch
Privatverkäufer mit einer großen Anzahl an Reklamationen konfrontiert
werden würden. Viele neue Projekte wären dadurch gefährdet oder
würden sich zumindest verzögern, da die Bauträger anstatt mit neuen
Projekten mit Reklamationen beschäftigt sind. Die Belastung für die
Justiz wäre sicher auch enorm. Geschätzt wird, dass Makler rund 20
Prozent - in Ballungsgebieten sogar bis zu 50 Prozent - ihrer Umsätze
zumindest temporär, bis zu einem Beschluss der Novelle, verlieren
könnten. Und auch Folgegeschäfte zwischen dem Kauf und der Sanierung
der Wohnungen würden entfallen. Michael Pisecky: "Durch das Ausfallen
von Sanierungen wird die Wirtschaft weiter belastet und die
Konjunktur geschwächt. Das kostet weitere Arbeitsplätze!"
135 Millionen Euro weniger für das Staatsbudget
Für das heurige Jahr wird erwartet, dass österreichweit 31.000
Eigentumswohnungen den Besitzer wechseln. Das entspricht einem
Kauftransaktionsvolumen von rund 6 Milliarden Euro. "Wenn nur eine
Milliarde weniger an Verkäufen zu Stande kommt, fehlen dem
Staatsbudget im kommenden Jahr Einnahmen von 47 Millionen Euro an
Grunderwerbssteuer und Grundbuchgebühren und wahrscheinlich nochmals
der gleiche Betrag an Immobilienertragssteuern. Zusammen sind das
also knapp an die 100 Millionen Euro, die dem Staatsbudget fehlen.
Wichtig ist, dass diese negativen Auswirkungen für die Wirtschaft und
das Staatsbudget vermieden werden. Am wichtigsten ist jedoch, dass
den Wohnungseigentümern gehört, was sie auch gekauft und erhalten
haben. Es besteht ein dringender Handlungsbedarf", so der Obmann der
Fachgruppe Pisecky abschließend.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BTT






