Glawischnig: "Weltklimabericht muss Weckruf für nationale und internationale Klimapolitik sein!"

Österreich säumig bei Maßnahmen und bei Unterstützung ärmerer Länder, die besonders unter dem Klimawandel leiden.

Wien (OTS) - Der heute veröffentlichte Weltklimabericht des Weltklimarates IPCC, der einmal mehr zum sofortigen Handeln aufgerufen hat um eine tiefgreifende und irreversible Veränderung des Erdklimas zu verhindern, "muss ein Weckruf für die internationale Klimapolitik sein", fordert die Grüne Bundessprecherin und Klubobfrau Eva Glawischnig: "Die Klimawissenschaft stellt immer deutlicher fest, dass die Zeit drängt und sich das Zeitfenster schließt, indem es uns noch möglich ist den Klimawandel auf ein für Menschen verträgliches Maß zu reduzieren", so Glawischnig.

"Bei der Klimakonferenz 2015 muss ein global verbindlicher Klimavertrag beschlossen werden. Dafür müssen sich alle bewegen", betont die Grüne Bundessprecherin, die Österreich besonders unter Zugzwang in Sachen Klima sieht: "Österreich hat seine bisherigen Klimaziele deutlich verfehlt und droht auch die nächsten zu verfehlen. Minister Rupprechter hat es bisher nicht geschafft, Klimamaßnahmen für das nächste Jahr zu fixieren. Appelle und Bekenntnisse, die Österreich in einem besseren Licht erscheinen lassen, alleine reichen nicht aus", fordern die Grünen konkrete Taten - ebenso in Bezug auf den UN-Weltklimafonds (Green Climate Fund), der bereits 2009 eingerichtet wurde und durch den die reichen Industriestaaten ärmere Länder, die am meisten unter dem Klimawandel leiden, mit hundert Milliarden Dollar jährlich unterstützen sollten. Doch: Bis dato liegen erst Geldzusagen in der Höhe von 2,3 Milliarden Dollar vor - auch Österreich ist hier noch säumig, es gibt es noch keine Finanzzusage: "Wir fordern, rasch eine Zusage über die Zahlung von 100 Millionen Dollar in den Fonds abzugeben. Zudem soll Umweltminister Andrä Rupprechter noch vor Beginn der Klimakonferenz in Lima Anfang Dezember ein Verhandlungsmandat bezüglich Finanzzusagen zum Green Climate Fund übertragen bekommen", so Glawischnig. Von den großen Industrienationen haben bisher nur Deutschland und Frankreich je eine Milliarde Dollar zugesagt, die Schweiz hat 100 Millionen Dollar versprochen - jene Summe, die auch dem fairen Anteil Österreichs entsprechen würde.

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