- 31.10.2014, 15:56:08
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ORF III am Wochenende: Film-noir-Nacht, Portischs "Österreich II" und Starpianist Lang Lang in "Erlebnis Bühne"
Außerdem: Mahlers "Symphonie Nr. 8", "Das Dreimäderlhaus", "Im Land des Lächelns" und "Das Labyrinth"
Utl.: Außerdem: Mahlers "Symphonie Nr. 8", "Das Dreimäderlhaus", "Im
Land des Lächelns" und "Das Labyrinth" =
Wien (OTS) - Am Feiertagswochenende wartet ORF III Kultur und
Information mit einem besonders dichten Spezialprogramm auf. Zu
Allerheiligen am Samstag, dem 1. November 2014, präsentiert um 9.00
Uhr ein "Erlebnis Bühne spezial" Gustav Mahlers "Symphonie Nr. 8". Im
Hauptabend thematisiert um 20.15 Uhr eine neue Folge von Hugo
Portischs Dokumentarreihe "Österreich II" jenes dunkle Kapitel, als
Österreich die Ostmark war: "Ein Volk, ein Reich - kein Österreich"
umreißt die Entwicklungen im annektierten Land nach 1938. "Aus dem
Rahmen" besucht danach um 21.50 Uhr einen der größten Friedhöfe
Europas: "Mythos Zentralfriedhof - Die größte Ruhestätte Wiens". Ab
22.20 Uhr präsentiert ORF III dann in einer langen Nacht des Film
noir hochkarätige Spannung im Stil der 40er Jahre. Den Auftakt macht
der Krimiklassiker "Orient-Express - Alarm im D-Zug" von Victor
Tourjansky, gefolgt von gleich drei Filmen der Genre-Regiegröße
Jacques Tourneur: "Goldenes Gift" (23.45 Uhr) mit Robert Mitchum,
Kirk Douglas und Jane Greer, "Der dreizehnte Gast" mit Ray Milland
(1.20 Uhr) und das Original des Thrillers "Katzenmenschen" (2.35
Uhr).
Zu Allerseelen zeigt ORF III am Sonntag, dem 2. November, schon um
9.00 Uhr Ernst Marischkas Operettenverfilmung "Das Dreimäderlhaus"
mit Karlheinz Böhm. "Theater & Fernsehlegenden" bringt um 16.40 Uhr
die Verfilmung von Lotte Ingrischs "Der Wiener Totentanz", die mit
einer gehörigen Portion Ironie dem Verhältnis der Wiener zum Tod auf
den Grund geht. Anschließend folgt um 17.45 Uhr in "Operette sich wer
kann" die Verfilmung von Franz Lehárs "Land des Lächelns" mit Birgit
Sarata, Fred Liewehr und Dagmar Koller. "Erlebnis Bühne" widmet sich
dann ab 19.30 Uhr ganz dem chinesischen Starpianisten Lang Lang: So
spricht dieser in "Das ganze Interview" mit Barbara Rett über seine
Kindheit und seinen Bezug zu Mozart, bevor er um 20.15 Uhr in "Lang
Lang in Wien" bei einem 2010 im Wiener Musikverein stattgefundenen
umjubelten Konzert zu erleben ist. Den Abschluss des "Erlebnis
Bühne"-Abends macht mit "Das Labyrinth" um 22.20 Uhr eine
Opernrarität: Peter von Winters Fortsetzung der "Zauberflöte" wurde
2012 von Regisseurin Alexandra Liedtke mit Christof Fischesser, Julia
Novikova, Malin Hartelius und Michael Schade auf die Bühne gebracht.
Die Sendungen im Detail
Samstag, 1. November: "Feiertagsmatinee" mit Gustav Mahlers
"Symphonie Nr. 8", "Österreich II" mit "Ein Volk, ein Reich - kein
Österreich" und Film-noir-Nacht zu Allerheiligen
"Erlebnis Bühne spezial: Gustav Mahler: Symphonie Nr. 8" (9.00 Uhr)
Mit ihrem subtilen Bombast und ihren Personalanforderungen sprengt
Mahlers 8. Symphonie die üblichen Dimensionen eines Konzertwerks:
Acht erstklassige Solisten - darunter Superbass Kurt Rydl, Anna
Prohaska und Klaus Florian Vogt -, vier Chöre und 200 junge
Orchestermusiker füllten 2013 unter der musikalischen Leitung von
Gustavo Dudamel die Bühne des Großen Festspielhauses in Salzburg mit
Leben.
"zeit.geschichte": "Österreich II" mit Folge 15: "Ein Volk, ein Reich
- kein Österreich" (20.15 Uhr)
In der 15. Folge der komplett überarbeiteten "Österreich
II"-Neuauflage blickt Hugo Portisch zurück ins Jahr 1938: Was
geschieht mit Österreich beim sogenannten Anschluss? In den ersten
Tagen werden mehr als 70.000 Österreicher verhaftet - Hunderttausende
jubeln allerdings dem neuen Regime zu. Dieses scheint anfangs seine
Versprechen zu halten: Man beginnt den Bau von Autobahnen, die
spätere Voestalpine wird gegründet, die Arbeitslosen kommen in der
Rüstungsindustrie unter. Doch schon bald erschüttern die
Novemberpogrome, die "Reichskristallnacht" und zahlreiche
Verhaftungen das Land. Die Verfolgung der Juden erreicht einen ersten
Höhepunkt.
"Aus dem Rahmen spezial zu Allerheiligen: Mythos Zentralfriedhof -
Die größte Ruhestätte Wiens" (21.50 Uhr)
Popstars und Politiker, Dichter und Literaten sind auf dem Wiener
Zentralfriedhof begraben. Aufgrund der vielen Berühmtheiten, der
kunstvollen Ehrengräber und der Jugendstilbauten zählt das Areal zu
den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt. "Aus dem Rahmen" macht
sich auf einen Streifzug durch alle hier vereinten Glaubensrichtungen
und trifft Menschen, deren Geschäft der Tod ist.
"ORF III spezial: Film noir" zu Allerheiligen: "Orient-Express -
Alarm im D-Zug" (22.20 Uhr), "Goldenes Gift" (23.45 Uhr), "Der
dreizehnte Gast" (1.20 Uhr) und "Katzenmenschen" (2.35 Uhr)
"Orient-Express - Alarm im D-Zug" von Victor Tourjansky aus dem Jahr
1944 macht den Auftakt der ORF-III-Film-noir-Nacht zu Allerheiligen:
Gusti Wolf, Rudolf Prack und Oskar Sima begeben sich auf eine
gefährliche Reise durch den Balkan mit dem berühmten Orient-Express.
Dort wird während einer Fahrt ein Rechtsanwalt ermordet. Zwei
Kriminalbeamte versuchen den Fall zu lösen und bald finden sich jede
Menge Tatverdächtige.
Mit "Goldenes Gift" von Jacques Tourneur aus dem Jahr 1947 folgt ein
komplexer Klassiker des Film noir mit Robert Mitchum in der
Hauptrolle, Jane Greer als Femme fatale und Kirk Douglas als
Gegenspieler. Jeff (Michum) taucht nach einer Affäre mit Kathie
(Green) vor deren Freund Sterling (Douglas) in einem Provinznest
unter. Doch er wird aufgespürt und bekommt von Sterling einen
scheinbar einfachen Auftrag, der sich als Falle entpuppt und ihn
unter Mordverdacht bringt.
Ebenfalls von Jacques Tourneur ist "Der dreizehnte Gast" aus dem Jahr
1951, in dem Clay Douglas (Ray Milland) die Todesumstände seines
jüngeren Bruders, der im Zweiten Weltkrieg als Soldat auf Seite der
Briten ums Leben kam, herausfinden will. Trotz massiven Widerstands
entdeckt er eine erschütternde Wahrheit.
Klassischen psychologischen Horror, Minimalismus und ein verstörendes
Spiel mit Andeutungen und Ängsten liefert danach ebenfalls Jacques
Tourneur im Horrorfilm "Katzenmenschen" aus dem Jahr 1942. Oliver
(Kent Smith) schickt seine frisch angetraute Frau Irena (Simone
Simon) zum Psychiater Dr. Judd (Tom Conway), weil diese sich ihm
sexuell verweigert. Irena ist davon überzeugt, von sogenannten
Katzenmenschen abzustammen, die sich bei zu großer emotionaler
Erregung in Raubtiere verwandeln. Als Irena entdeckt, dass Oliver
sich in der Zwischenzeit mit seiner Arbeitskollegin Alice (Jane
Randolph) ablenkt, ist ihre Eifersucht geweckt.
Sonntag, 2. November: "Das Dreimäderlhaus", "Der Wiener Totentanz",
"Operette sich wer kann" mit "Land des Lächelns", Lang Lang bei
"Erlebnis Bühne" und "Das Labyrinth"
"Erlebnis Bühne spezial: Das Dreimäderlhaus" (9.00 Uhr)
Das Dreimäderlhaus ist die schweizerisch-österreichische Verfilmung
Ernst Marischkas aus dem Jahr 1958 der gleichnamigen Operette von
Heinrich Berté, die nicht unwesentlich zur Legendenbildung um
Komponist Franz Schuberts Liebesleben beigetragen hat. Die Produktion
bietet ein Wiedersehen mit unvergessenen Stars wie Karlheinz Böhm,
Johanna Matz, Rudolf Schock, Eberhard Waechter, Helmuth Lohner und
Magda Schneider.
"Theater & Fernsehlegenden: Der Wiener Totentanz" (16.40 Uhr)
Lotte Ingrischs "Wiener Totentanz" erzählt zu Allerseelen vom
Kreislauf des Lebens, der naturgemäß irgendwann im Sterben endet -
teils humoristisch, teils ironisch, aber mit großer Treffsicherheit
ein Psychogramm der urwienerischen Seele entwerfend. In Wien ist das
Leben wie ein Ringelspiel - und der Tod ein Kasperl! Walter Davy
verfilmte den "Wiener Totentanz" mit Heinz Petters, Elfriede Ott,
Susi Nicoletti und Bibiana Zeller.
"Operette sich wer kann: Land des Lächelns" (17.45 Uhr)
Diesmal präsentiert "Operette sich wer kann" die romantische Operette
"Land des Lächelns" von Franz Lehár. Die verwöhnte Tochter des Grafen
Lichtenfeld (Fred Liewehr) verschlägt es ins Peking des Jahres 1912,
wo sie sich in den chinesichen Prinzen Sou-Choung verliebt. Es
spielen neben Birgit Sarata außerdem Dagmar Koller und Heinz Zednik.
"Erlebnis Bühne": "Das ganze Interview: Lang Lang" (19.30 Uhr) und
"Lang Lang in Wien" (20.15 Uhr)
Im Oktober widmete Lang Lang Wolfgang Amadeus Mozart eine CD. Der
chinesische Superstar unter den Pianisten hat Barbara Rett aus diesem
Anlass ein ausführliches Exklusivinterview in Salzburg gewährt. Er
spricht darin über seine Kindheit als Wunderkind in einem
chinesischen Armenviertel und wartet mit erstaunlichen Aussagen auf -
etwa wie "Tom und Jerry" ihn zum Klavierspielen brachten.
Lang Lang in Aktion erleben kann man danach beim Mitschnitt des
Konzerts, das der wahrscheinlich originellste und beliebteste unter
den lebenden Pianisten 2010 im Wiener Musikverein gab. Lang Lang
spielte Werke von Beethoven, Albeniz und Prokofjew, begleitete wurde
er dabei von der Chamber Music unter Chris Weisz.
"Erlebnis Bühne: Das Labyrinth" (22.20 Uhr)
Mit Peter von Winters großer heroisch-komischer Oper in zwei Aufzügen
haben die Salzburger Festspiele im Jahr 2012 eine veritable
Opernrarität auf den Spielplan gesetzt - die 1798 uraufgeführte
Fortsetzung von Mozarts "Zauberflöte". Regisseurin Alexandra Liedtke
und Bühnenbildner Raimund Voigt zeigen das Werk in Anknüpfung an die
Tradition als Volkstheater im Residenzhof als glitzerndes Märchen
voller magischer Momente. Die musikalische Leitung hat Ivor Bolton
inne, zu sehen sind u. a. Christof Fischesser als Sarastro, Julia
Novikova als Königin der Nacht, Malin Hartelius als Pamina und
Michael Schade als Tamino.
Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle ORF-III-Sendungen,
für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream
und als Video-on-Demand bereit.
Seit 25. Oktober sind die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie
die "Bundesland heute"-Ausgaben auch im HD-Standard zu empfangen.
Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen
HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die
ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz
Österreich persönliche Hilfestellung.
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