Arbeitsmarktsituation bleibt angespannt

Haslauer: Intensivierung der Maßnahmen einer aktiven Arbeitsmarktpolitik

Salzburg (OTS) - "Zwar weist das Land Salzburg nach wie vor die geringste Arbeitslosenrate aller österreichischen Bundesländer auf, und auch bei der Jugend- und Altersarbeitslosigkeit liegen wir unter den Besten, aber insgesamt kann sich auch Salzburg den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht entziehen. Es sind daher verstärkte Bemühungen notwendig, um die Beschäftigungslage zu stabilisieren und die Arbeitsmarktbedingungen im Land Salzburg zu verbessern", fasste Wirtschafts- und Arbeitsmarktreferent LH Dr. Wilfried Haslauer heute, Donnerstag, 30. Oktober, die wichtigsten Ergebnisse des Berichts der Landesstatistik über den Salzburger Arbeitsmarkt im Herbst 2014 zusammen.

"Als ein wichtiger Schritt in diese Richtung wurden bei den Verhandlungen für das Budget 2015 Gelder in der Höhe von 6,4 Millionen Euro für eine aktive Arbeitsmarktpolitik reserviert. Damit stehen rund 800.000 Euro mehr für Arbeitsstiftungen, Bildungs-, Qualifizierungs- und Wiedereingliederungsmaßnahmen zur Verfügung. Nur mit entsprechenden Qualifikationen und Zusatzausbildungen können die Chancen, Beschäftigung zu finden, erhöht werden und die Zahl der Arbeitslosen dauerhaft verringert werden", so LH Haslauer.

Ztl: Wichtigste Ergebnisse auf dem Salzburger Arbeitsmarkt

Die wichtigsten Ergebnisse der Entwicklung auf dem Salzburger Arbeitsmarkt in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 werden von Dr. Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik, wie folgt zusammengefasst:

Die ersten drei Quartale des Jahres 2014 ergaben einen weiteren Anstieg der Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Salzburg, sodass sich der Beschäftigtenstand um 0,2 Prozent oder rund 450 Beschäftigte auf gut 245.000 erhöht hat. Allerdings ist in den ersten drei Quartalen auch die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen weiter gestiegen, und zwar um 12,2 Prozent auf rund 14.100.

Im Vergleich mit Österreich ist damit in Salzburg der Anstieg der unselbstständig Beschäftigten (Österreich: +0,6 Prozent) geringer, die Zahl der Arbeitslosen (Österreich: +11,7 Prozent) etwas stärker ausgefallen. Aus den Veränderungen der Zahl der unselbstständig Beschäftigten und der Personen ohne Arbeit ergibt sich für Salzburg eine Arbeitslosenrate von 5,4 Prozent, die damit um 2,7 Prozentpunkte unter dem Österreichwert von 8,1 Prozent liegt.

Ztl: Der Bundesländervergleich

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2014 konnte Salzburg ein leichtes Beschäftigungswachstum verbuchen, wobei die Stärke des Anstiegs geringer war als in den meisten anderen Bundesländern. Kärnten musste in diesen ersten neun Monaten des Jahres 2014 sogar einen Beschäftigungsrückgang um 0,5 Prozent hinnehmen. Bei der Arbeitslosenrate führt Salzburg trotz eines relativ starken Anstiegs der Zahl der Arbeitslosen in den ersten drei Quartalen mit 5,4 Prozent den Bundesländervergleich vor Oberösterreich und Vorarlberg an, während Kärnten und Wien mit Arbeitslosenraten von mehr als zehn Prozent am Ende dieser Rangreihe liegen.

Ztl: Vorschau für Gesamtjahr 2014 und Ausblick für 2015

Auf Grund dieser Ausgangsdaten ergibt die Prognose für das Gesamtjahr 2014 für Salzburg ein leichtes Beschäftigungswachstum um 0,3 Prozent und einen Anstieg der Zahl der Arbeitslosen um etwa 11 Prozent. Das entspricht in etwa den Werten auf Österreichebene. Die Arbeitslosenrate dürfte damit für 2014 mit 5,6 Prozent um 0,5 Prozentpunkte höher sein als im Jahr 2013.

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