AKNÖ zum Weltspartag: vom hohen Zinssatz bleibt wenig übrig

Wien (OTS/AKNÖ) - Zum Weltspartag locken Banken mit speziellen Spar-Angeboten. Erste Bank & Sparkassen werben mit dem Produkt namens "3% Sparefroh-Sparen". Das Kleindgedruckte zeigt: Diese drei Prozent können schnell auf mickrige 0,125 Prozent sinken.

"Sparen Sie ertragreich für Ihr Kind. Es lohnt sich." Neben Geschenken zum Weltspartag gibt es auch immer mehr maßgeschneiderte Sparprodukte für Kinder. Die ERSTE Bank/Sparkassen werben mit einer Sonderaktion und bedienen dazu ihr bekanntestes Werbe-Sujet. "Sparefroh-Sparen" nennt sich das aktuelle Angebot, das mit drei Prozent Habenzinsen wirbt. Ein Blick auf die Fußnote erklärt die vermeintliche Großzügigkeit: Die Laufzeit geht bis zum 10. Geburtstag des Kindes und die drei Prozent gelten nur bei einer maximalen Einlage von 500 Euro. Wird eine der beiden Grenzen überschritten, fällt der Zinssatz auf mickrige 0,125 Prozent herab.

Übrig bleiben 50 Cent
Was bedeutet das für KonsumentInnen? "Gehen wir von der maximalen Einlagesumme von 500 Euro aus, so reden wir hier über einen Jahres-Zinsertrag von 15 Euro. Nach Abzug der KESt bleiben dann noch knapp elf Euro Zinsgewinn übrig. Wird die Grenze von 500 Euro überschritten oder ist das Kind älter als 10 Jahre, bleibt überhaupt nur ein magerer Netto-Zinsertrag von nicht einmal 50 Euro-Cent", sagt AKNÖ-Bankenexperte Ernst Hafrank. Gerade zum Weltspartag versuchen Banken mit neuen Angeboten KundInnen anzuwerben. Auch wenn diese auf den ersten Blick verlockend sind, stellen sie sich meistens bei genauerer Betrachtung als schlechte Marketing-Gags heraus. "Nur eines lohnt sich tatsächlich: sich genau über die jeweiligen Produkte zu erkundigen, bevor ein Vertrag unterschrieben wird."

90 Jahre Weltspartag
Der Weltspartag hat eine jahrzehntelange Tradition in Österreich. Er wurde im Oktober 1924 zum Anlass eines Weltkongresses internationaler Sparkassen eingeführt. Die Vertreter der Sparkassen wollten einerseits, dass das Thema Sparen einmal im Jahr ins Interesse der Bevölkerung rückt. Andererseits beabsichtigten sie damit, das erschütterte Vertrauen in die Währung und ins Sparen an sich, nach der Währungsreform 1923 wieder herzustellen. Schon vor 90 Jahren war es den Geldinstituten sehr wichtig, die Jugend anzusprechen. Daher entstand die Idee, mit Weltspartagsgeschenken die Aufmerksamkeit der Kinder zum Thema Geld zu wecken.

Webtipp: AK-Bankenrechner http://www.bankenrechner.at/

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Konsumentenberatung: Ernst Hafrank
Tel: 05 7171-1310

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