- 30.10.2014, 10:24:48
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AKNÖ zum Weltspartag: vom hohen Zinssatz bleibt wenig übrig
Wien (OTS/AKNÖ) - Zum Weltspartag locken Banken mit speziellen
Spar-Angeboten. Erste Bank & Sparkassen werben mit dem Produkt namens
"3% Sparefroh-Sparen". Das Kleindgedruckte zeigt: Diese drei Prozent
können schnell auf mickrige 0,125 Prozent sinken.
"Sparen Sie ertragreich für Ihr Kind. Es lohnt sich." Neben
Geschenken zum Weltspartag gibt es auch immer mehr maßgeschneiderte
Sparprodukte für Kinder. Die ERSTE Bank/Sparkassen werben mit einer
Sonderaktion und bedienen dazu ihr bekanntestes Werbe-Sujet.
"Sparefroh-Sparen" nennt sich das aktuelle Angebot, das mit drei
Prozent Habenzinsen wirbt. Ein Blick auf die Fußnote erklärt die
vermeintliche Großzügigkeit: Die Laufzeit geht bis zum 10. Geburtstag
des Kindes und die drei Prozent gelten nur bei einer maximalen
Einlage von 500 Euro. Wird eine der beiden Grenzen überschritten,
fällt der Zinssatz auf mickrige 0,125 Prozent herab.
Übrig bleiben 50 Cent
Was bedeutet das für KonsumentInnen? "Gehen wir von der maximalen
Einlagesumme von 500 Euro aus, so reden wir hier über einen
Jahres-Zinsertrag von 15 Euro. Nach Abzug der KESt bleiben dann noch
knapp elf Euro Zinsgewinn übrig. Wird die Grenze von 500 Euro
überschritten oder ist das Kind älter als 10 Jahre, bleibt überhaupt
nur ein magerer Netto-Zinsertrag von nicht einmal 50 Euro-Cent", sagt
AKNÖ-Bankenexperte Ernst Hafrank. Gerade zum Weltspartag versuchen
Banken mit neuen Angeboten KundInnen anzuwerben. Auch wenn diese auf
den ersten Blick verlockend sind, stellen sie sich meistens bei
genauerer Betrachtung als schlechte Marketing-Gags heraus. "Nur eines
lohnt sich tatsächlich: sich genau über die jeweiligen Produkte zu
erkundigen, bevor ein Vertrag unterschrieben wird."
90 Jahre Weltspartag
Der Weltspartag hat eine jahrzehntelange Tradition in Österreich. Er
wurde im Oktober 1924 zum Anlass eines Weltkongresses internationaler
Sparkassen eingeführt. Die Vertreter der Sparkassen wollten
einerseits, dass das Thema Sparen einmal im Jahr ins Interesse der
Bevölkerung rückt. Andererseits beabsichtigten sie damit, das
erschütterte Vertrauen in die Währung und ins Sparen an sich, nach
der Währungsreform 1923 wieder herzustellen. Schon vor 90 Jahren war
es den Geldinstituten sehr wichtig, die Jugend anzusprechen. Daher
entstand die Idee, mit Weltspartagsgeschenken die Aufmerksamkeit der
Kinder zum Thema Geld zu wecken.
Webtipp: AK-Bankenrechner http://www.bankenrechner.at/
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