Friedhöfe Wien: Naturbestattungen weiter im Trend

Vielfältiges Angebot an naturnahen Grabanlagen

Wien (OTS) - Die Friedhöfe Wien bieten ein breites Angebot an naturnahen Gräbern an. Voraussetzung für diese Bestattungsformen ist eine Kremation. Die Idee, die diesen Bestattungsformen zu Grunde liegt, ist die Aufnahme der Asche durch einen Baum, Strauch oder andere Pflanzen und damit die Rückkehr in den Kreislauf der Natur. So gibt es die Möglichkeit zur Beisetzung bei den Wurzeln eines Baumes auf dem Waldfriedhof, Baum- und Rasengräber oder die Beisetzung im Urnengarten. Auf Wunsch können die Namen der Verstorbenen auf einem gemeinsamen Gedenkstein graviert werden.

Markus Pinter, Geschäftsführer der Friedhöfe Wien, erklärt die zusätzlichen Angebote mit dem Wunsch nach einer Individualisierung der letzten Ruhestätte: "Neben den klassischen Grabarten wie dem Erdgrab oder dem herkömmlichen Urnengrab haben uns immer mehr Anfragen und Wünsche nach naturnahen Bestattungsformen erreicht. Wir richten uns natürlich nach den Wünschen unserer Kunden und haben daher einige alternative Grabarten entwickelt. Wichtig ist vielen Kunden, dass sich die Angehörigen nicht um die Grabpflege kümmern müssen. Ein Vorteil ist auch, dass bei unseren alternativen Grabarten die Friedhofsinfrastruktur (Toiletten, gute Zugänglichkeit auch im Winter) mit genutzt werden kann. Wir bekommen sehr positive Reaktionen auf unsere neuen Angebote."

Der Urnengarten - Die gepflegte Grabanlage im Innenhof der Feuerhalle Simmering

Seit November 2013 steht direkt im parkähnlich gestalteten Innenhof der Feuerhalle Simmering eine Gemeinschaftsgrabanlage zur Verfügung. Die Urnen werden unter Blütenstauden beigesetzt, Bänke laden zum Verweilen ein. Ein Wasserbassin rundet diesen Ort der Ruhe und des Gedenkens ab. Die gärtnerische Betreung und Pflege des Urnengartens führen die Friedhöfe Wien durch, Angehörige müssen sich nicht mehr um die Grabpflege kümmern. Grabrechte werden hier für den Zeitraum von 20 Jahren vergeben.

Rasengräber im Urnenhain der Feuerhalle Simmering

Das Areal der Rasengräber längs der Abteilung 7 im Urnenhain wurde im Jahr 2004 errichtet und bietet in halbkreisförmigen Blütenhecken angeordnet jeweils Raum für 177 Stellen. Die Betreuung der Rasenfläche ist im Entgelt für die jeweils zehnjährige Ruhezeit inkludiert. Auch diese Form der Gräber bietet den Vorteil, dass die Grabpflege den Friedhöfen Wien obliegt und Angehörige entlastet sind. Es fallen weder zusätzliche Grabgestaltungs- noch Pflegekosten an. Die einzelnen Rasengräber sind für die Bestattung von bis zu zwei Urnen geeignet. Auch hierfür können Urnen aus biologisch abbaubarem Material ausgewählt werden. An zentralen Stellen sind Plätze der Besinnlichkeit errichtet worden. An diesen wurden Gedenksteine aus Marmor errichtet, in die die Namen der Verstorbenen eingraviert werden können. Die Kerzennischen, Teil der Gedenksteine, nehmen die Gedenklichter der Angehörigen auf.

Baum- und Strauchgräber im Urnenhain der Feuerhalle Simmering

Eine Stätte der Andacht und des Trostes. Der Baum bildet das Zentrum. Um diesen Mittelpunkt sind die vier Felder mit den einzelnen Stellen für die Urnenbeisetzung angeordnet. Der Platz der Baumgräber ist durch eine kreuzförmige Wegführung begehbar. Mit dem Entgelt sind sämtliche Erhaltungs- und Pflegekosten abgedeckt. Ebenfalls als schöne Möglichkeit naturnaher Bestattung erweist sich das Pendant zum Baumgrab, nämlich das Strauchgrab in der Gruppe 2. Ähnlich den Baumgräbern sind um die Sträucher im Mittelpunkt drei Felder mit den Begräbnisstellen für insgesamt etwa 150 Strauchgräber angeordnet. Der Graberwerb gilt für eine Ruhezeit von zehn Jahren und kann auf weitere zehn Jahre verlängert werden. Die Beisetzung ist auch hier in biologisch abbaubaren Urnen möglich.

Der Waldfriedhof am Wiener Zentralfriedhof

In einem stillen Teil des Wiener Zentralfriedhofs wurde Mitte Mai 2009 der Waldfriedhof eröffnet.
Der Waldfriedhof befindet sich in der Gruppe 35 A und ist am besten über das Tor 3 zu erreichen. Der Fußweg ist beschildert und dauert etwa zehn Minuten. Das 10.000 m2 große Areal zeichnet sich durch einen 40 bis 60 Jahre alten Baumbestand aus. Es sind vorwiegend Ahorn und Esche, von Efeu und Immergrün bewachsen. Grabgestaltungskosten fallen ebenso wenig an wie Grabpflege. Für alle im Waldfriedhof Beigesetzten gibt es eine gemeinsame Gedenkstätte, eine einem Baum nachempfundene Stahlskulptur. An ihr können die Namen der Toten mit Geburts- und Sterbejahr eingraviert werden.

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