Verkauf der Hypo SEE Holding beschlossen

Hauptversammlung trifft Grundsatzbeschluss für Verkauf an Advent International Neuaufstellung des Vorstandes

Klagenfurt am Woerthersee (OTS) - 30.10.2014. Die Hypo Alpe-Adria-Bank International (HBInt.) hat Mittwoch Abend eine Grundsatzentscheidung getroffen, in der dem Verkauf aller Aktien an der Hypo SEE-Holding AG (SEE-Netzwerk) an Advent International unter Beteiligung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) grundsätzlich zugestimmt wird.

Diese Entscheidung erfolgt vorbehaltlich der endgültigen Entscheidung durch die Republik Österreich als Eigentümer sowie der Zustimmung der Gremien bei den Käufern Advent International und EBRD. Nach Prüfung der Vertragsdokumentation durch die Republik Österreich als Eigentümer und Vorliegen der weiteren Voraussetzungen für den Abschluss der Transaktion soll eine Vertragsdokumentation zwischen den Parteien rechtswirksam werden.

Dr. Herbert Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Hypo Alpe-Adria-Bank International, begrüßt den Verkauf: "Die Hypo Alpe Adria hat mehrere Angebote für ihre Niederlassungen in Südosteuropa erhalten. Das zeigt, dass internationale Investoren die Rolle der Hypo Alpe Adria am Balkan als einen führenden Finanzdienstleister weiter schätzen. Die Bankorgane haben bis zuletzt intensive Verhandlungen geführt. Die Fähigkeit und Strategie zur erfolgreichen Fortführung dieses Netzwerks waren entscheidende Kriterien für diese Entscheidung. Bei einem gelungenen Verkauf sind die Zukunftsaussichten für die Hypo Alpe Adria in Südosteuropa und damit für 3900 Mitarbeitern in den Filialen vor Ort weiter intakt."

Das SEE Bankennetzwerk umfasst sechs Bankenbeteiligungen in fünf Ländern in Südosteuropa (Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro) mit einer Bilanzsumme von rund 8,4 Milliarden Euro, 245 Filialen und 1,15 Millionen Kunden. Mit dem Verkauf wird der Entscheidung der Europäischen Kommission vom 03.09.2013 Rechnung getragen, die Hypo Alpe Adria International abzubauen sowie das SEE-Netzwerk bis 30.06.2015 zu veräußern oder andernfalls abzuwickeln.

Über den Kaufpreis wurde vorerst Stillschweigen vereinbart. Gleichzeitig erklärt sich die HBInt. bereit, ihre Refinanzierungslinien aufrecht zu erhalten. Entsprechender Wert wurde im Verkaufsprozess daher auf einen seriösen Käufer gelegt. Walter:
"Wir sehen das Konsortium aus Advent International und Europäischer Bank für Wiederaufbau und Entwicklung als attraktive Kombination. Das Konsortium bietet eine sehr attraktive Kombination aus Kapitalmarktexpertise und Marktkenntnis in Osteuropa.

Gleichzeitig sehen wir das Konsortium als soliden Partner, das uns die nötige Sicherheit bietet, damit die Refinanzierung in Höhe von 2,2 Milliarden Euro, die weiter im SEE-Netzwerk verbleibt, wieder zurückgeführt wird."

Ein Verkauf des SEE-Netzwerkes stellt sich als bestmöglicher Weg zur Umsetzung der Vorgaben der EU-Kommission sowie der österreichischen Bundesregierung dar. Die Organe der Bank sahen - bestätigt durch umfangreiche Gutachten - einen signifikanten Vorteil eines Verkaufs gegenüber einem geordneten Abbau als auch gegenüber einer möglichen Insolvenz der SEE-Gruppe.

Mit dem Verkauf wird die aufsichtsrechtlich geforderte Entkonsolidierung der SEE Holding aus der HBInt. nun umgesetzt. Die HBInt. wird, wie bereits berichtet, in eine Abbaueinheit ohne Banklizenz umgewandelt und firmiert künftig unter Heta Asset Resolution. Walter: "Der Verkauf des SEE-Netzwerkes ist ein zentraler Meilenstein im Abbauprozess der Hypo Alpe Adria."

Ebenfalls erfolgten Umbesetzungen im Vorstand der HBInt. sowie der SEE-Holding. HBInt.-Vorstandsvorsitzender Dr. Alexander Picker sowie Vorstand Dipl.-Kfm. Rainer Sichert, M.A., legen ihre Mandate in der HBInt. zurück. Im Zuge der Umstrukturierung der Bank wechseln sie in die SEE-Holding. Mag. Stefan Selden, bisher für den Bereich Group Credit Operations zuständig, wird neuer Risikovorstand in der SEE-Holding. Der Vorstand der HBInt. setzt sich somit vorerst aus Mag. Johannes Proksch und Dr. Rainer Jakubowski zusammen.

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