- 27.10.2014, 10:49:08
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ÖAMTC: Unsere Luft ist besser als ihr Ruf
Aktuelle Studie des Clubs als sachliche Basis in der Abgasdiskussion
Utl.: Aktuelle Studie des Clubs als sachliche Basis in der
Abgasdiskussion =
Wien (OTS) - "Bei vielen Schadstoffen, die durch den
Individualverkehr verursacht werden, gibt es Verbesserungen. Aber
noch sind nicht alle diesbezüglichen Probleme gelöst", fasst
ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang mit wenigen Worten die aktuelle Studie
des Clubs, "Unsere Luft", zusammen. In der nunmehr achten Auflage
dieser Studie werden die Ursachen der Luftbelastung aufgezeigt, deren
Auswirkungen auf Mensch und Umwelt beschrieben sowie Maßnahmen für
noch nicht gelöste Probleme vorgeschlagen. "Und das alles auf einer
rein sachlich fundierten Ebene, fernab jeglicher Polemik",
unterstreicht Lang.
"Je nach Schadstoffkomponente hat der gesamte Straßenverkehr einen
Anteil von zehn bis 30 Prozent an den Gesamtemissionen", hält
Studienautor a.o. Univ. Prof. Dr. Ernst Pucher von der TU Wien fest.
"Die Studie zeigt aber auch ganz klar, dass trotz deutlicher Zunahme
des Fahrzeugbestandes in Österreich bei Schadstoffen erhebliche
Reduktionen erzielt werden konnten." So werden die für die
Smogbelastung mitverantwortlichen Stickstoffoxid-Emissionen (NOx) der
Pkw von 73.000 Tonnen im Jahr 1980 auf 13.400 Tonnen bis 2020
zurückgehen. "Zwar ist es durch den Diesel-Boom in Österreich
diesbezüglich zu einem zwischenzeitlichen Anstieg gekommen, der aber
nun wieder durch die aktuellen Abgasnormen abgefangen wird", erklärt
Pucher. Positiv ist der Trend auch bei Kohlenmonoxid (CO). Der
Ausstoß der gesamten heimischen Pkw-Flotte wird sich von 554.000
Tonnen im Jahr 1980 auf nur noch 28.000 Tonnen im Jahr 2020
reduzieren. Bei Kohlenwasserstoffen und Schwefeldioxid spielt der
Straßenverkehr seit langem nur mehr eine untergeordnete Rolle.
"Das Auto ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.
Gleichzeitig müssen wir aber alle sinnvollen Maßnahmen ergreifen, um
es so umweltverträglich wie möglich zu machen", unterstreicht Pucher.
Diesbezüglich hat auch die strenge Abgas-Gesetzgebung, die Österreich
als erstes europäisches Land bereits 1987 eingeführt hat, Wirkung
gezeigt. "Seither wurden die meisten Schadstoffe aus dem Pkw-Verkehr
deutlich weniger", ergänzt ÖAMTC-Cheftechniker Lang.
"Benzinbetriebene Pkw kann man seit rund einem viertel Jahrhundert
als nahezu abgasfrei bezeichnen." Diese Entwicklung zeigt deutlich,
dass sinnvolle und vernünftige Umweltpolitik auch ohne Verbote und
Beschränkungen möglich ist.
Einen deutlichen Nachholbedarf ortet der Studienautor hingegen bei
einspurigen Kraftfahrzeugen und beim Güterverkehr. "Bei den
wesentlichen Schadstoffen erfüllen diese lediglich Abgasstandards wie
Pkw in den 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts", verdeutlicht
Pucher. "Insbesondere die Kohlenwasserstoffe der Einspurigen sorgen
im Straßenverkehr für unangenehme Geruchsemissionen. Beim
Güterverkehr sind die Stickstoffoxide die dominanten Schadstoffe."
Mehr zur Thematik kann man im aktuellen auto touring nachlesen.
Die gesamte Publikation "Unsere Luft" kann zudem auf
www.oeamtc.at/luft2014 als PDF heruntergeladen werden.
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