• 27.10.2014, 09:30:32
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LUX-Filmpreis: Wie das Kino unsere Geschichten erzählt

Das Europäische Parlament lädt zum Abschluss der Viennale zu Gratis-Filmabend

Utl.: Das Europäische Parlament lädt zum Abschluss der Viennale zu
Gratis-Filmabend =

Wien (OTS) - Film-Enthusiasten aufgepasst: Das Europäische Parlament
lädt am 7. November 2014 ab 16.00 Uhr zum Filmabend im Metro-Kino.
Zum Abschluss der Viennale werden die drei Finalisten des
LUX-Filmpreises gezeigt. Eröffnet wird der LUX-Filmtag in Österreich
von Europaabgeordneten Othmar Karas und Viennale-Direktor Hans Hurch.
Der LUX-Preis ist der Filmpreis des Europäischen Parlaments und wird
jährlich an eine außergewöhnliche europäische Produktion vergeben.
Der Gewinner wird im Dezember von den Abgeordneten des Europäischen
Parlaments gewählt und während der Plenartagung bekannt gegeben. Auf
der Shortlist der letzten 10 stand mit Macondo in diesem Jahr auch
ein österreichischer Film.

Das Programm (Metro-Kino in der Johannesgasse 4, 1010 Wien)

- 16.00 Uhr: Bande de Filles (Girlhood) von Céline Sciamma
(Frankreich)
- 18.00 Uhr: Offizielle Eröffnung des LUX-Filmtages durch
Europaabgeordneten Othmar Karas und Viennale-Direktor Hans Hurch
- 18.15 Uhr: Razredni sovraznik (Der Klassenfeind) von Rok Bicek
(Slowenien)
- 20.30 Uhr: Ida von Pawel Pawlikowski (Polen, Dänemark)

Die Filme

- BANDE DE FILLES (GIRLHOOD), Céline Sciamma, Frankreich
Unterdrückt von ihren familiären Verhältnissen, ihrer aussichtslosen
schulischen Situation und den Jungs, die ihre Nachbarschaft anführen,
freundet sich Marieme mit einer Gruppe von drei freigeistigen Mädchen
an und wagt den Sprung in ein neues Leben. Sie ändert ihren Namen und
ihren Stil, bricht die Schule ab, um in die Clique aufgenommen zu
werden, und hofft, auf diesem Weg ihre Freiheit zu finden.

- IDA, Pawel Pawlikowski, Polen/Dänemark
Polen 1962. Anna, eine schöne achtzehnjährige Frau, bereitet sich auf
ein Leben als Nonne in dem Kloster vor, in dem sie als Waise
aufgewachsen ist. Als Anna erfährt, dass die Schwester ihrer Mutter
noch lebt, beschließt sie, dass sie ihre Tante kennenlernen muss,
bevor sie ihr Gelübde ablegt. Die beiden Frauen machen sich gemeinsam
auf den Weg, um sowohl einander als auch ihre Vergangenheit zu
entdecken.

- RAZREDNI SOVRAZNIK (DER KLASSENFEIND), Rok Bicek, Slowenien
Wegen ihrer extrem unterschiedlichen Lebensauffassung entwickelt sich
die Beziehung zwischen den im Film porträtierten Schülerinnen und
Schülern und ihrem neuen Deutschlehrer zu einem ausgesprochen
angespannten Verhältnis. Emotionen schlagen hoch. Die Einsicht, dass
nicht alles schwarz oder weiß ist, kommt zu spät.

Der LUX-Filmtag: 3 Filme, 24 Sprachen, 28 Länder

Der LUX-Filmtag ist eine Kooperation mit dem Vienna International
Film Festival Viennale und steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen.
Die Gratis-Tickets holt man sich einfach vor der Veranstaltung an der
Kassa im Metro-Kino.

Der europäische Filmtag, an dem die drei Finalisten des LUX-Preises
gezeigt werden, findet jedes Jahr in allen europäischen
Mitgliedsstaaten statt. Heuer sind 165 Vorführungen in 28 Ländern
geplant. Die Filme werden im O-Ton mit Untertiteln gezeigt.

Über den LUX-Filmpreis

Der LUX FILM PRIZE, der Filmpreis des Europäischen Parlaments, wird
seit 2007 jährlich an einen besonderen europäischen Film vergeben.
Damit soll einerseits die öffentliche Debatte über die Europäische
Union und ihre Politik angeregt werden: Der LUX-Preis bietet die
Chance, wichtige europäische Politikbereiche wie Einwanderung,
Integration, Armut, Meinungsfreiheit und Frauenrechte zu
thematisieren. Zum anderen handelt es sich um ein einzigartiges
Instrument, in dessen Rahmen Filmschaffende ihre Werke in einer
Vielzahl von Ländern vorstellen können. Die drei Wettbewerbsfilme
werden in den 24 Amtssprachen der EU untertitelt und für alle
Mitgliedstaaten als Kinopaket (DCP) produziert. Gewinner des
letztjährigen LUX-Filmpreises war "The Broken Circle Breakdown" des
belgischen Regisseurs Felix van Groeningen.

Kino hilft uns, das Leben unserer Nachbarn zu verstehen. Es ist eine
gemeinsame Sprache, die unsere emotionale Seite anspricht und uns
anregt, unsere Identität zu hinterfragen. Vor diesem Hintergrund
birgt die Bildung durch Filme großes Potential für den Aufbau einer
europäischen Identität.

Weitere Informationen über den LUX-Preis unter www.luxprize.eu

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