Eigner: Überhandnehmen von Normen sorgt für höhere Wohnkosten

Neue NÖ Bauordnung ermöglicht günstigeres Wohnen, Resolutionsantrag für neue Wege im Normenwesen im Sinne des leistbaren Wohnens

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Mit dem Beschluss der neuen Bauordnung durch den NÖ Landtag wird kostengünstigeres Bauen für unsere Familien ermöglicht. In Folge davon ist auch mit einer Senkung der Wohnkosten zu rechnen. Hier ist uns ein guter Ausgleich zwischen praktikablen Vorschriften und der Möglichkeit günstigeren Wohnraum zu schaffen, gelungen. Ich bedanke mich bei allen, die bei der Neufassung der Bauordnung dabei waren, für die gute und konstruktive Zusammenarbeit", freut sich VP-Bautensprecher DI Willi Eigner.

"Doch um leistbares Wohnen weiter zu forcieren muss es einen weiteren Schritte geben - nämlich Maßnahmen gegen das Überhandnehmen von Normen zu setzen. Durch diese ständig wachsende Anzahl technischer Normvorschriften ist es insbesondere für die Bauwerber und die Mitarbeiter der Baubehörden nahezu unmöglich einen Überblick zu bewahren. Noch dazu sind technische Normvorschriften nicht frei zugänglich, sondern man muss sich diese um teures Geld kaufen. Diese Normenflut zeigt ihre Auswirkungen auch dahingehend, dass bereits mittelständische Unternehmer eigene Experten und Mitarbeiter beschäftigen, nur um einen Überblick über die gültigen Normen zu behalten. Damit entstehen auch im Baubereich Kosten, die den Bürgerinnen und Bürger weitergegeben werden und damit das Wohnen verteuern", weiß DI Eigner aus der Praxis.

"Es steht außer Streit, dass technische Normvorschriften in vielen Bereichen notwendig und auch wichtig sind. Es darf aber nicht dazu führen, dass es zu einer Überregulierung kommt. Daher ist zu hinterfragen, warum sich die Anzahl der Normen immer erhöhen muss bzw. ob die mit den Normen angestrebten Ziele nicht auch mit bereits bestehenden Normen erreicht werden. Diese Vielzahl der Normen wirkt oftmals den Bestrebungen nach Verwaltungsvereinfachung, einfacheren Verfahren und damit auch leistbaren Bauvorhaben für die Bürger, wie beispielsweise kostengünstigen Eigenheimen und Wohnungen, entgegen. Es ist daher erforderlich, dass auf Bundesebene Überlegungen angestellt werden, inwieweit das Normenwesen neu geregelt wird. Auch der Status des "Austrian Standards Institute", welches derzeit als privatrechtlicher Verein konstituiert ist, ist zu hinterfragen. Es sollte die Devise gelten: "Normen dort, wo sie gebraucht werden, aber mit Augenmaß und nicht überregulierend," steht für den VP-Landtagsabgeordneten fest.

"Aus diesem Grund haben wir auch einen Resolutionsantrag beschlossen, dass die Bundesregierung im Normenwesen neue Wege gehen soll, um unter anderem auch im technischen Bereich zu Verwaltungsvereinfachungen und damit verbunden zu Kosteneinsparungen im Bauwesen im Sinne des leistbaren Wohnens zu kommen," so VP-Bautensprecher Eigner.

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