- 25.10.2014, 14:30:33
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ÖSTERREICH: Fischer gegen gemeinsamen SPÖ-ÖVP-Kandidaten für Hofburg 2016
Bundespräsident im ÖSTERREICH-Interview: "Bevölkerung soll Möglichkeit haben, auszuwählen." - Ermahnung an Landeshauptleute: "Sie haben garantiert, Quoten zu erfüllen."
Utl.: Bundespräsident im ÖSTERREICH-Interview: "Bevölkerung soll
Möglichkeit haben, auszuwählen." - Ermahnung an
Landeshauptleute: "Sie haben garantiert, Quoten zu erfüllen." =
Wien (OTS) - Bundespräsident Heinz Fischer hält nichts von einem
gemeinsamen Kandidaten der SPÖ-ÖVP-Koalition für seine Nachfolge. Auf
die Frage, ob SPÖ und ÖVP einen gemeinsamen Kandidaten nominieren
sollen, sagt Fischer im großen ÖSTERREICH am SONNTAG-Interview: "Ich
meine: Nein, die Bevölkerung soll die Möglichkeit haben,
auszuwählen."
Dass einige potenzielle Nachfolger - etwa Alexander Van der Bellen
- bereits ein höheres Alter aufweisen, sieht der Bundespräsident
nicht als Hinderungsgrund: "Der Geburtsschein ist hier kein
entscheidendes Argument. Ich bewundere meinen Freund, den
italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano, der im nächsten
Jahr 90 Jahre alt wird."
Auch zum Thema Flüchtlinge und Asyl findet Bundespräsident Heinz
Fischer im ÖSTERREICH am SONNTAG-Interview klare Worte: "Zelte sind
in Österreich keine Lösung. Man wird wohl noch die eine oder andere
Kaserne oder leer stehende Gebäude bereitstellen, um diesen armen
Menschen, die aus der Hölle eines Bürgerkriegslandes wie
beispielsweise Syrien entfliehen konnten, ein Dach über dem Kopf zu
bieten. Die Landeshauptleute haben öffentlich versprochen - ich will
sogar sagen, sie haben garantiert -, dass sie bis Jänner ihre Quoten
zu 100 Prozent erfüllen. Darauf muss man sich verlassen können."
Der Bundespräsident tritt außerdem dafür ein, dass Asylwerber
unter gewissen Umständen arbeiten dürfen: "Man muss prüfen, wie man
in bestimmten Fällen die Arbeitskraft von Flüchtlingen nützen kann,
wenn diese arbeitsfähig und arbeitswillig sind. Warum sollen diese
dann nicht selbst zum eigenen Unterhalt beitragen? Ich finde die
Haltung des ÖGB-Präsidenten verantwortungsvoll und mutig!"
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