- 22.10.2014, 12:30:41
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Neue Führung entscheidet situativ – zwischen Intuition und Rationalität
The Boston Consulting Group lud zum Dialog über die Zukunft des Arbeitens und Risikomanagement ins 21er Haus in Wien ein
Utl.: The Boston Consulting Group lud zum Dialog über die Zukunft
des Arbeitens und Risikomanagement ins 21er Haus in Wien ein =
Wien (OTS) - Wie sieht die Arbeitswelt unter dem Druck von
Flexibilisierung und globalem Wettbewerb aus? Wie verändert das
permanent geforderte Risikomanagement die Anforderungen an die
Mitarbeiterführung? Die Auswirkungen von zunehmend mehr "Black
Swans", also von unvorhergesehenen und unberechenbaren Ereignissen
wie etwa die Entwicklungen in der Ukraine oder die Folgen von Ebola
in Afrika, müssen gemanagt werden -und können sie überhaupt alle
gemanagt werden?
Wie sich die veränderten Rahmenbedingungen und die gewaltige
Beschleunigung der Entwicklung durch die Digitalisierung auf Arbeit
und Management auswirken, darüber tauschten sich am 20. Oktober 2014
hochrangige Gäste bei der Podiumsdiskussion "Zukunft:Jetzt!" aus. Die
Boston Consulting Group (BCG) lud zum vierten Mal zum Dialog ins 21er
Haus, um zukunftsrelevante Themen zu erörtern. Im Mittelpunkt der
diesjährigen Veranstaltung stand das Thema "Zukunft des Arbeitens und
Risikomanagement". Die Diskutanten waren Ragnhildur Geirsdóttir von
der isländischen Bank Landsbankinn, Dr. Karl Sevelda von der
Raiffeisen Bank International, MMag. Peter J. Oswald von Mondi Europe
& International,
Mag. Norbert Zimmermann von der Berndorf AG sowie
Dr. Andreas Zeuch, deutscher Experte für Entscheidungskompetenz und
kultur in Unternehmen.
Die Gastgeberin der Veranstaltung, Dr. Antonella Mei-Pochtler, Senior
Partner und Managing Director von BCG, wies auf die Notwendigkeit
hin, sich mit zukunftsrelevanten Themen zu beschäftigen: "Wir leben
in einer Zeit extremer Beschleunigung, mit der wir alle umgehen
müssen. Das Internet verändert die Intensität der Kommunikation
grundlegend. Diese Beschleunigung ist zwar eine große Chance, stellt
aber für zahlreiche Menschen eine starke Belastung dar und führt zu
Gesundheitsproblemen. Viele schaffen den Umgang mit der
beschleunigten Welt nicht und haben Probleme - Süchte wie Drogen-
oder Pornographiesucht, Krisen im privaten und beruflichen Bereich,
die in Scheidungen oder Burnout resultieren, sind die Folgen und der
Versuch, sich bestimmten Anforderungen zu entziehen."
Leadership muss sich ändern, um erfolgreich zu bleiben
In diesem Zusammenhang gewinnt Leadership noch stärker an Bedeutung.
Umfragen zeigen, dass die Forderung nach gutem und effektivem
Leadership sich immer mehr verbreitet. Antonella Mei-Pochtler zeigte
auf, was Leadership können muss: "Mut und Fähigkeit zur Vereinfachung
sowie zur Flexibilität und Diversität, das Nutzen von Crowd
Intelligence, Empowerment, d. h. Menschen die Fähigkeit geben, sich
zu entwickeln, und eine Wertekultur gepaart mit Intuition und
Co-Learning sind die Grundvoraussetzungen für gutes Leadership."
Risikomanagement und Zukunft des Arbeitens
"Die Zukunft des Arbeitens hat sehr viel mit Risiko zu tun. Die
Kombination dieser Themen ist eine große Herausforderung - hier
entscheidet die Gestaltungsfähigkeit des Leadership", so Antonella
Mei-Pochtler. Ragnhildur Geirsdóttir sieht den Schlüssel im Vertrauen
- nur dadurch könne man durch die Krise steuern. Insgesamt, so die
Bankerin aus Island, sind typisch weibliche Fähigkeiten gefragt. Das
bestätigte auch Andreas Zeuch: "Frauen sind anders sozialisiert und
emotionale, empathische Aspekte sind ein natürlicher Teil ihrer
Kommunikation. Diese Fähigkeiten sind in Krisensituationen wertvoll."
Neue Gründerzeit? Oder leben in der Komfortzone?
Lust auf Neues, die neue Gründerzeit ist wieder in aller Munde.
Gleichzeitig erleben Manager jedoch, dass die Menschen sich gern in
der Komfortzone bewegen, viel Sicherheit möchten und wenig mobil
sind. "Wir beobachten eine Tendenz zu Cocooning, auch Cocooning von
Unternehmen", sagte Antonella Mei-Pochtler. "Es gibt viele
Unternehmer, die es nicht schaffen, die Schwelle zu überwinden und
mehr Risiko einzugehen. Auf der anderen Seite sind die Menschen immer
häufiger mit Risikosituationen konfrontiert und tendieren deshalb zu
Sicherheit, zum vertrauten Umfeld statt zu Mobilität und wünschen
sich Kontrollierbarkeit und Nähe."
Sinnkopplung und Vertrauen
Einig waren sich die Diskutanten darin, dass Sinnorientierung enorm
wichtig ist. "Wenn ich selbst sinnvoll gekoppelt bin an das, was ich
arbeite, dann kommt etwas ganz anderes heraus, dann ist Geld nicht
mehr die Hauptmotivation", so Andreas Zeuch. Vertrauen sei extrem
relevant. Auch Norbert Zimmermann plädierte für eine Kultur des
Vertrauens und nicht des Misstrauens. "Die Kultur des Misstrauens
macht mir Angst", betonte er. Leben mit Fehlern und der Umgang mit
Fehlern müssten immer wieder geübt werden. Das Aufzeigen von Fehlern
im Sinne des gemeinsamen Lernens im Unternehmen müsse möglich sein.
Die Intuition fördern, dem inneren Kompass folgen
Der Intuition müsse ein stärkeres Gewicht gegeben werden, das
Gleichgewicht zwischen Rationalität und Intuition sollte
wiederhergestellt werden. Antonella Mei-Pochtler ergänzte: "Die Form
des Umgangs mit Risiko ist wichtig. In der Krise muss man auf einer
Vertrauensbasis, mit gesundem Menschenverstand und nach inneren
Werten agieren - dem inneren Kompass folgen."
Zukunft:Jetzt! - ein Dialog: Die Veranstaltungsreihe der Boston
Consulting Group umfasst 21 Themenfelder, die für die Gesellschaft
und den Standort Österreich im 21. Jahrhundert entscheidend sind. Das
Spektrum der Themen reicht von Währungs- bis Wachstumskrise über
Rohstoff- und Energieherausforderung, bis hin zu Arbeitsmarkt-,
Integrations- und Internetfragen. Die Positionen zu den Thesen aus
Zukunft:Jetzt! - ein Dialog und Resultate aus den Veranstaltungen
finden Sie auf www.bcg.at. Die Themen basieren auf der Erfahrung aus
der Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen, NGOs sowie bedeutenden
öffentlichen Institutionen. Die Weiterentwicklung dieses Themensets
wird als offener Prozess verstanden. In unserer Reihe Zukunft:Jetzt!
diskutiert BCG öffentlich mit Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft,
Politik und Kunst darüber, was wir heute tun können, um den Chancen
und Herausforderungen von morgen gerecht zu werden.
The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale
Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der
Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen
und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr
Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In
partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG
individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige
Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des
Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu
verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist
heute an 81 Standorten in 45 Ländern vertreten. Das Unternehmen
befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In
Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2013 mit 1.500
Mitarbeitern einen Umsatz von 510 Millionen Euro. Für weitere
Informationen: www.bcg.at.
In ihrem Internetportal bcgperspectives.com bündelt die Boston
Consulting Group alle unternehmenseigenen Studien, Kommentare,
Grafiken und Videos und stellt sie online zur Verfügung. Neben
Publikationen zu aktuellen Wirtschafts- und Unternehmensthemen
beinhaltet die Plattform auch Veröffentlichungen aus der 50-jährigen
Unternehmensgeschichte. Das Onlineportal findet sich unter
www.bcgperspectives.com
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