- 21.10.2014, 11:56:30
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Zukunftsszenario Klimawandel: Vogelarten zeigen jetzt schon Veränderungen beim Zug- und Reproduktionsverhalten
BirdLife und das Salzburger Haus der Natur laden zur Experten-Tagung am 24.- 25. Oktober 2014, Ort: Haus der Natur, Vortragsaal
Utl.: BirdLife und das Salzburger Haus der Natur laden zur
Experten-Tagung am 24.- 25. Oktober 2014, Ort: Haus der Natur,
Vortragsaal =
Wien/Salzburg (OTS) - Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf
unsere Vogelwelt - so das diesjährige Thema der wissenschaftlichen
Herbsttagung der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich:
Internationale Experten schaffen einen fundierten Überblick über die
Erkenntnisse des aktuellen Forschungstandes und diskutieren, welche
Strategien und Schutzmaßnahmen in Zukunft für die Vogelfauna
notwendig sein werden. Das Klima hat sich immer schon geändert, aber
der vom Menschen verursachte Klimawandel erfolgt in einer noch nie da
gewesenen Schnelligkeit. Die zum Teil gravierenden Folgen werden
unsere Umwelt und damit auch die Vogelwelt maßgeblich verändern. Die
Tagung "Klimawandel und Vögel - Konsequenzen der Klimaerwärmung und
ihre Auswirkungen auf den Vogelschutz" findet am 24. und 25. Oktober
im Haus der Natur in Salzburg statt. Das Programm ist einsehbar auf
www.birdlife.at oder www.hausdernatur.at
Klimaerwärmung: Falsches Timing beim Brüten
"Durch den Klimawandel kann es vor allem bei Zugvögeln zu einer
zeitlichen Fehlabstimmung zwischen Brüten und Nahrungsquelle kommen.
Diese Vogelarten geraten so in ein falsches "Timing", erklärt Dr.
Erwin Nemeth, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei BirdLife Österreich.
Vögel sind daran angepasst zu brüten und ihre Jungen dann zu füttern,
wenn die Nahrungsversorgung für die Jungen optimal ist. Die
Klimaerwärmung bewirkt zwar einen früheren Brutbeginn, aber die
Verfügbarkeit der Jungennahrung kann sich zeitlich noch mehr nach
vorne verschieben. Ein Langstreckenzieher, wie der Trauerschnäpper,
brütet dann zu spät, während, bestimmte Schmetterlingsraupen, die
wichtigste Nahrung für seine Jungen, bereits ihren
Populationshöhepunkt überschritten haben und nun nicht mehr so häufig
sind. Dadurch kann es zu schlechtem Bruterfolg und letztlich zu einem
Bestandsrückgang kommen. Aber auch Klimaänderungen im
Überwinterungsgebiet und auf dem Weg dorthin können sich gravierend
auf Vogel-Populationen auswirken.
Krankheiten treffen Vogelbestände unvorbereitet
Eine andere Klimafolge sind Vogelkrankheiten, die sich mit der
Erwärmung nach Norden ausbreiten und so auf nicht darauf vorbereitete
Populationen treffen. "Auch die Schutzgebiete werden sich für
bestimmte Vogelarten durch die globale Erwärmung verändern und es
stellt sich die Frage, ob und inwieweit hier Anpassungen beim
Vogelschutz notwendig und möglich sind", bringt Gerald Pfiffinger,
Geschäftsführer bei BirdLife Österreich, spannende Forschungsfragen
zur Experten-Tagung Klimawandel und Vogelschutz auf den Punkt.
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