- 18.10.2014, 20:53:44
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Heinisch-Hosek: "Verantwortung, die Erinnerung lebendig zu halten, geht uns alle an"
Bildungsministerin zu Gast bei "Vienna Project"
Utl.: Bildungsministerin zu Gast bei "Vienna Project" =
Wien (OTS) - Heute Abend fand die Abschlussveranstaltung des "Vienna
Project" - ein Holocaust-Mahnmal Projekt, das in Wien unter dem Titel
"Orte der Erinnerung" unterschiedliche Bereiche wie Kunst und
Technik, Archivforschung und Vermittlung lebendig miteinander in
Verbindung bringt - statt. Das Projekt wird finanziell vom Bildungs-
und Frauenministerium unterstützt.
Frauen- und Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek hielt in ihrer
Rede bei der feierlichen Abschlusszeremonie fest: "Das Bildungswesen
spielt im gesellschaftspolitischen Diskurs über die Zeit des
Nationalsozialismus und Holocausts eine entscheidende Rolle. Dabei
geht es nicht nur um historisches Lernen sondern auch um die
Bekämpfung von gesellschaftlichen Ausgrenzungsphänomenen in der
Gegenwart", so Heinisch-Hosek. Aktuell sei Österreich mit neuen
Formen des Antisemitismus, zunehmender Fremdenfeindlichkeit,
Rassismus und Antiziganismus sowie Homophobie konfrontiert. "Diese
Entwicklung fordert Politik und Gesellschaft heraus. Hier ist auch
das Bildungswesen gefragt", so die Bildungsministerin, die darauf
verweist dass im Jahr 2000 _erinnern.at_ gegründet wurde - das
Holocaust Education Portal des Bildungsministeriums - um diese
Entwicklungen zu thematisieren und ihnen entgegenzuwirken.
_erinnern.at_ unterstützt LehrerInnen und SchülerInnen bei der
Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus und des
Holocausts sowie mit aktuellen gesellschaftlichen
Ausgrenzungsphänomenen. Damit habe man bereits tausend LehrerInnen
und SchülerInnen erreicht. An den Fortbildungsseminaren für
österreichische Lehrerinnen und Lehrer in Israel haben bereits mehr
als 500 Personen teilgenommen.
"Dass LehrerInnen und SchülerInnen in den Abschluss dieses einmaligen
Projekts von Dr.in Karen Frostig mit eingebunden sind, ist ein
wichtiges und starkes Signal", so Heinisch-Hosek. "Denn die
Aufarbeitung des Holocaust und die Verantwortung, die Erinnerung
lebendig zu halten, ist nicht nur die Aufgabe von ExpertInnen und
HistorikerInnenkommissionen, sondern geht uns alle etwas an. Es ist
eine Aufgabe für alle Österreicherinnen und Österreicher", betont die
Bildungsministerin abschließend.
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