Zukunft des Sanatoriums Mehrerau gesichert

Einrichtung einer Hospizstation als wertvolle Erweiterung im Versorgungsnetz

Bregenz (OTS/VLK) - Die Einrichtung einer Hospizstation im Sanatorium Mehrerau wird von den beteiligten Projektpartnern begrüßt, weil dadurch das traditionsreiche Haus seinen Platz im Vorarlberger Gesundheitswesen behält und zugleich eine wertvolle Erweiterung im Versorgungsnetz für schwerkranke und sterbende Menschen geschaffen wird. Die Details des Projekts, für das das Land gemeinsam mit der Caritas zwei Millionen Euro in die Hand nimmt, wurden am Donnerstag, 16. Oktober 2014, im Landhaus vorgestellt.

Für Gesundheitslandesrat Christian Bernhard ist diese Lösung ein Bekenntnis zur Weiterentwicklung angesichts demografischer und versorgungsstruktureller Notwendigkeiten. Die Auslastung des Sanatoriums sei wegen des deutlichen Rückgangs der Aufnahmen nicht mehr ausreichend gegeben, andererseits zeigen eingehende Analysen, dass es einen Bedarf an spezialisierten Angeboten für Menschen gibt, die aufgrund schwerer Erkrankung nur noch begrenzte Lebenszeit vor sich haben und dafür intensive Pflege und Betreuung, aber keine Krankenhausbehandlung benötigen. "Die Hospizstation bietet betroffenen Menschen und ihren Angehörigen einen würdigen Raum", so Bernhard.

Das unterstrichen auch Diözesanbischof Benno Elbs und Abt Anselm van der Linde. Es gehe bei einer solchen Einrichtung darum, "dass Menschen Mensch bleiben und bis zuletzt ihre Würde bewahren dürfen", sagte der Bischof. Und Abt Anselm hob zwei für ihn wichtige Aspekte hervor: zum einen, dass die ursprüngliche Grundidee des Sanatoriums erhalten bleibt, indem an diesem Ort weiterhin Menschen gepflegt werden und deren Familien Trost und Zuspruch finden, und zum anderen, dass es auch für das Sanatoriumspersonal eine Lösung gibt und die Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung - etwa in den Landeskrankenhäusern - besteht.

Geplant ist die Weiterführung des Sanatoriums als Beleg- und Transferkrankenhaus bis April 2015. Danach beginnen die Umbauarbeiten. Neben der Hospizstatino sollen auch Flächen für themennahe Arztpraxen oder Physiotherapieeinrichtungen zur Verfügung stehen. Im Laufe des Jahres 2016 soll die Hospizstation mit zehn Betten fertig sein. Betreiberin ist die Caritas.

Für Caritas-Direktor Peter erfüllt sich mit der Entscheidung für ein stationäres Hospiz ein langjähriges Anliegen. Das Sanatorium biete einen guten Platz für diese Einrichtung, "die Symbolkraft entwickeln soll, dass Sterben ein Teil des Lebens ist, vor dem sich die Gesellschaft nicht verstecken muss".

Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart betonte, dass die Caritas als Betreiber der künftigen Hospizstation der bestmögliche Partner sei und die nun gefundene Lösung auch dem Wunsch nach wirtschaftlicher Sicherheit entspreche.

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