- 16.10.2014, 13:20:41
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Zukunft des Sanatoriums Mehrerau gesichert
Einrichtung einer Hospizstation als wertvolle Erweiterung im Versorgungsnetz
Utl.: Einrichtung einer Hospizstation als wertvolle Erweiterung im
Versorgungsnetz =
Bregenz (OTS/VLK) - Die Einrichtung einer Hospizstation im
Sanatorium Mehrerau wird von den beteiligten Projektpartnern begrüßt,
weil dadurch das traditionsreiche Haus seinen Platz im Vorarlberger
Gesundheitswesen behält und zugleich eine wertvolle Erweiterung im
Versorgungsnetz für schwerkranke und sterbende Menschen geschaffen
wird. Die Details des Projekts, für das das Land gemeinsam mit der
Caritas zwei Millionen Euro in die Hand nimmt, wurden am Donnerstag,
16. Oktober 2014, im Landhaus vorgestellt.
Für Gesundheitslandesrat Christian Bernhard ist diese Lösung ein
Bekenntnis zur Weiterentwicklung angesichts demografischer und
versorgungsstruktureller Notwendigkeiten. Die Auslastung des
Sanatoriums sei wegen des deutlichen Rückgangs der Aufnahmen nicht
mehr ausreichend gegeben, andererseits zeigen eingehende Analysen,
dass es einen Bedarf an spezialisierten Angeboten für Menschen gibt,
die aufgrund schwerer Erkrankung nur noch begrenzte Lebenszeit vor
sich haben und dafür intensive Pflege und Betreuung, aber keine
Krankenhausbehandlung benötigen. "Die Hospizstation bietet
betroffenen Menschen und ihren Angehörigen einen würdigen Raum", so
Bernhard.
Das unterstrichen auch Diözesanbischof Benno Elbs und Abt Anselm
van der Linde. Es gehe bei einer solchen Einrichtung darum, "dass
Menschen Mensch bleiben und bis zuletzt ihre Würde bewahren dürfen",
sagte der Bischof. Und Abt Anselm hob zwei für ihn wichtige Aspekte
hervor: zum einen, dass die ursprüngliche Grundidee des Sanatoriums
erhalten bleibt, indem an diesem Ort weiterhin Menschen gepflegt
werden und deren Familien Trost und Zuspruch finden, und zum anderen,
dass es auch für das Sanatoriumspersonal eine Lösung gibt und die
Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung - etwa in den
Landeskrankenhäusern - besteht.
Geplant ist die Weiterführung des Sanatoriums als Beleg- und
Transferkrankenhaus bis April 2015. Danach beginnen die
Umbauarbeiten. Neben der Hospizstatino sollen auch Flächen für
themennahe Arztpraxen oder Physiotherapieeinrichtungen zur Verfügung
stehen. Im Laufe des Jahres 2016 soll die Hospizstation mit zehn
Betten fertig sein. Betreiberin ist die Caritas.
Für Caritas-Direktor Peter erfüllt sich mit der Entscheidung für
ein stationäres Hospiz ein langjähriges Anliegen. Das Sanatorium
biete einen guten Platz für diese Einrichtung, "die Symbolkraft
entwickeln soll, dass Sterben ein Teil des Lebens ist, vor dem sich
die Gesellschaft nicht verstecken muss".
Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart betonte, dass die
Caritas als Betreiber der künftigen Hospizstation der bestmögliche
Partner sei und die nun gefundene Lösung auch dem Wunsch nach
wirtschaftlicher Sicherheit entspreche.
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