• 14.10.2014, 12:36:11
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ANIMAL SPIRIT: 1600 Schafe qualvoll in Massentierhaltung verbrannt

Dr. Plank fragt: "Gibt es Konsequenzen? Bislang leider keine."

Utl.: Dr. Plank fragt: "Gibt es Konsequenzen? Bislang leider keine." =

Laaben (OTS) - Gestern waren die Zeitungen voller Beiträge über die
Tier-Tragödie im Bezirk Melk (NÖ), bei der 1.600 Schafe qualvoll in
einem Stall verbrannt sind. Den Berichten zufolge (siehe auch
http://noe.orf.at/news/stories/2673341) waren in dem gerade mal 1000
m2 großen Stall 2.800 (!) Schafe, das würde bedeuten, fast 3 Tiere
pro Quadratmeter! Die überlebenden 1200 Schafe gehen jetzt angeblich
zum Schlachthof. Berichten zufolge sollen gar vorrangig die
Futtersilos anstatt der Schafe gerettet worden sein.

Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann der Tierschutz-Organisation
ANIMAL SPIRIT kommentiert: "Zu dieser schrecklichen Tiertragödie
kommt noch der Tatbestand der Tierquälerei nach dem geltenden
Tierschutzgesetz (1. TierhaltungsV, Anl 3). Denn selbst wenn das
"nur" Lämmer bis zu 6 Monaten gewesen wären, hätten auch diese einen
gesetzlichen Platzbedarf von mindestens 0,5 m2 pro Tier gehabt,
Mutterschafe 0,8 m2. Laut Auskunft des zuständigen Amtstierarztes von
Melk, Dr. Helmut Herndl, im gestrigen ORF-Thema soll in diesem
Massenstall aber alles in Ordnung gewesen sein. Dabei waren im selben
Betrieb bereits 2008 schon 500 Schafe verbrannt!"

Dr. Plank weiter: "Was sind das für Zustände in Österreich, daß
solche Fälle von schwerer Tierquälerei immer erst durch so
schreckliche Tragödien oder durch anonyme Recherchen von
Tierschützern ans Tageslicht kommen? Wieso kann ein "Landwirt", der
offensichtlich mit seiner Tierhaltung überfordert ist und sich noch
nicht einmal an die lächerlich schwammigen Tierschutzgesetze
(eigentlich "Tier-Nutzgesetze") hält, weiterhin Tausende Tiere halten
und quälen? Wieso wird das vom Amtstierarzt alles für in Ordnung
befunden? Wieso werden in dieser Frage nicht weitere Ermittlungen
angestellt, z.B. über die Schuldfrage des Brandausbruchs. War es ggf.
versuchter Versicherungsbetrug? Und was sagen die zuständige NÖ
Tierschutz-Ombudsfrau, Dr. Lucia Giefing, der Tierschutz-Landesrat
von NÖ, Ing. Maurice Androsch oder die neue, auch für Tierschutz
zuständige Gesundheitsministerin Dr. Sabine Oberhauser dazu? Es wird
Zeit, daß sich im - in vielen Politiker-Sonntagsreden gepriesenen -
"Tierschutz-Vorreiterland" Österreich endlich auch tatsächlich etwas
für die Tiere, und insbesondere für die sog. "Nutztiere", ändert. Als
allererstes sollten aber die ohnehin geringen Tierschutz-Vorschriften
endlich flächendeckend kontrolliert und bei Verstößen auch konsequent
geahndet werden - inklusive rigorosen Tierhalteverboten!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ANI

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