- 14.10.2014, 11:38:55
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Fachverband erwartet leichtes Exportplus bei Lebensmitteln und Getränken
Koßdorff: Jetzt Kräfte bündeln und mit Qualität, Sicherheit und Genuss neue Märkte eröffnen
Utl.: Koßdorff: Jetzt Kräfte bündeln und mit Qualität, Sicherheit
und Genuss neue Märkte eröffnen =
Wien (OTS) - "Die Exportzahlen der Lebensmittelbranche zeigen für das
erste Halbjahr 2014 mit einem schwachen Plus von 1,7 % auf 2,7 Mrd.
Euro eine etwas gedämpfte Entwicklung. Ausschlaggebend dafür ist
neben der ,Russland-Krise‘ die schwächelnde Konjunktur auf vielen
Exportmärkten. Vor allem die österreichischen Lebensmittel-Exporte
nach Europa hinken mit einem Plus von nur 1,2 % auf 2,2 Mrd. Euro der
allgemeinen Entwicklung nach. Ein Lichtblick sind im ersten Halbjahr
2014 hingegen die neuen EU-Länder inkl. Kroatien, wo die
österreichischen Lebensmittelhersteller ihre Lebensmittellieferungen
um 6,2 % auf 440 Mio. Euro erhöhen konnten", umriss Mag. Katharina
Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der
Lebensmittelindustrie, die Exportsituation und ergänzte: "Zu den
weiteren Gewinnern im österreichischen Lebensmittelexport zählen alle
fernen Märkte außerhalb Europas, die um 3,9 % auf 536 Mio. Euro
zulegen konnten. Zweistellige Zuwachsraten gab es im ersten Halbjahr
unter anderem bei folgenden außereuropäischen Zielmärkten: USA,
Libyen, Vereinigte Arabische Emirate, Japan, China, Israel. Das
letztjährige Rekordergebnis bei der abgesetzten Produktion in Höhe
von 8,1 Mrd. Euro (+ 2,9 % gegenüber 2012) wird 2014 vermutlich nur
schwer zu übertreffen sein."
Österreich ist seit Jahren höchst erfolgreich beim Lebensmittel- und
Getränke-Export in "rot-weiß-rot". Immer mehr Konsumentinnen und
Konsumenten in 180 Ländern rund um den Globus vertrauen der hohen
Qualität, Vielfalt und Innovationsfreude der Unternehmen der
österreichischen Lebensmittelindustrie. Der Export ist und bleibt
somit Wachstumstreiber und Jobgarant für Österreich als Produktions-
und Exportstandort von Lebensmitteln und Getränken. Die Steigerung
der Exportquote der österreichischen Lebensmittelindustrie von knapp
17 % im Jahr 1995 auf derzeit deutlich über 60 % unterstreicht die
Ausnahmeleistung dieser Branche. Die österreichischen Exporte von
Erzeugnissen der Lebensmittelindustrie konnten im Jahr 2013 um 4,9 %
zulegen und erreichten mit 5,4 Mrd. Euro ein Rekordergebnis.
Der Hauptmarkt für die österreichischen Exporteure von Lebensmitteln
und Getränken ist die Europäische Union: Rund 70 % des
österreichischen Exportvolumens wurden 2013 in den 27
EU-Mitgliedstaaten abgesetzt - das entspricht 3,8 Mrd. Euro. Mit den
Drittstaaten wurde 2013 ein Exportvolumen in Höhe von fast 1,7 Mrd.
Euro erwirtschaftet. Je höher der Wertschöpfungsgrad unserer
Lebensmittel, desto höher sind Nachfrage und Interesse außerhalb der
EU-Grenzen für Lebensmittel und Getränke "Made in Austria".
Sonderwirtschaftsmaßnahmen Russlands: Lebensmittel- und
Getränkeexporte laufen weiter
Die Lebensmittelexporte nach Russland gingen im ersten Halbjahr
gegenüber dem Vergleichszeitraum um 13,5 % von 66 auf 57 Mio. Euro
zurück. Damit ist Russland im Ranking der TOP-Exportländer vom 8. auf
den 11. Platz zurückgefallen. Die Sonderwirtschaftsmaßnahmen
Russlands betreffen bestimmte Agrarwaren und Lebensmittel aus der EU
(Milchprodukte, Käse, Wurstwaren, Back- und Würzmischungen) und sind
eine Herausforderung für viele Hersteller. Österreichische
Lebensmittel und Getränke, die von den Maßnahmen nicht betroffen
sind, werden weiterhin nach Russland geliefert.
Exportgeschäft bleibt weiterhin wichtiger Wirtschaftsfaktor -
jetzt Kräfte bündeln!
Dazu Koßdorff: "Jetzt gilt es, sich auf die Stärken der
österreichischen Lebensmittelwirtschaft zu besinnen und die Kräfte zu
bündeln. Qualität und Genuss unserer Lebensmittel sind unverändert
hoch. Es ist an der Zeit, bestehende Märkte zu stärken und neue
Märkte wie den Westbalkan, den Mittleren Osten und Asien zu
erschließen!"
Das Wirtschaftsministerium und das Ministerium für ein lebenswertes
Österreich haben bereits auf die schwierigere Marktsituation
reagiert: Die "Internationalisierungsoffensive" des
Wirtschaftsministeriums wird um 2,5 Mio. Euro aufgestockt, um
zusätzliche Exporte zu ermöglichen. Das Ministerium für ein
lebenswertes Österreich wird die bisher erfolgreiche
"Exportinitiative" neu ausrichten. Der Fachverband unterstützt mit
großem Engagement diese politischen Initiativen im Interesse des
heimischen Produktionsstandortes.
"Ziel der ‚Exportinitiative.NEU‘ muss es sein, Chancen und Märkte in
Nah und Fern für unsere Lebensmittelhersteller abzusichern und
bewährte Zielmärkte zu vertiefen. Insgesamt soll damit das
Exportgeschehen der österreichischen Agrar- und
Lebensmittelwirtschaft breiter aufgestellt und krisenunabhängiger
werden. Daran arbeitet der Fachverband in Abstimmung mit den Partnern
dieser Initiative - BMLFUW, Außenwirtschaft Austria, AMA Marketing
GmbH - und wird sich weiterhin im Interesse der österreichischen
Lebensmittelindustrie aktiv einbringen," schloss Koßdorff.
Stellenwert der Lebensmittelindustrie in Österreich
Die Lebensmittelindustrie zählt zu Österreichs wichtigsten
Wirtschaftszweigen und sichert im Interesse der Konsumentinnen und
Konsumenten tagtäglich die Versorgung mit sicheren, qualitativ
hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln und Getränken. Die 220
Unternehmen der österreichischen Lebensmittelindustrie mit ihren rund
26.400 Beschäftigten erwirtschafteten im Jahr 2013 ein
Produktionsvolumen in Höhe von 8,1 Mrd. Euro. Rund 60 % davon werden
in 180 Länder der Welt exportiert. Der Fachverband unterstützt die
Mitglieder der Branche durch umfassende Informationsangebote,
Beratungsleistungen und internationale Vernetzung dabei, weiterhin
den gewohnt hohen Grad an Lebensmittelsicherheit, Qualität und Genuss
unserer Lebensmittel anbieten zu können.
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