• 14.10.2014, 11:20:11
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Paul VI. wird Sonntag seliggesprochen: Auch Benedikt erwartet

Mit der Seligsprechung des Konzils- und Reform-Papstes endet auch die zweiwöchige Weltbischofssynode zu Ehe und Familien

Utl.: Mit der Seligsprechung des Konzils- und Reform-Papstes endet
auch die zweiwöchige Weltbischofssynode zu Ehe und Familien =

Vatikanstadt, 14.10.14 (KAP) Papst Franziskus spricht am Sonntag in
einer feierlichen Messe auf dem Petersplatz seinen vor 36 Jahren
verstorbenen Vorgänger Paul VI. (Giovanni Battista Montini) selig.
Der Gottesdienst, der um 10.30 Uhr beginnt, wird ab 9.45 Uhr in ORF
III live übertragen. Erwartet wird, dass auch der emeritierte Papst
Benedikt XVI. teilnimmt.

Mit der Seligsprechung des Konzils- und Reform-Papstes endet auch
die zweiwöchige Weltbischofssynode zu Ehe und Familien. Alle
Synodenväter - 60 Kardinäle und 130 Bischöfe - werden bei der
Seligsprechungsmesse konzelebrieren. Paul VI., der vierte Papst des
20. Jahrhunderts, der zur Ehre der Altäre erhoben wird, hatte 1965
die Bischofssynode als feste Einrichtung der katholischen Kirche
installiert.

Giovanni Battista Montini Paul VI. wurde am 26. September 1897 im
norditalienischen Brescia geboren. Nach kurzer Pfarrseelsorge war er
über drei Jahrzehnte im Staatssekretariat tätig, ab 1937 als
Substitut (Innenminister) und enger Vertrauter von
Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli, des späteren Papstes Pius
XII. 1954 ernannte Pius XII. Montini zum Erzbischof von Mailand.
Beim Konklave nach dem Tod von Johannes XXIII. war Montini Favorit
und wurde am 21. Juni 1963 im fünften Wahlgang gewählt.

Maßstäbe setzte Paul VI. unter anderem mit seiner "Jahrhundert-Rede"
vor der UNO in New York mit dem leidenschaftlichen Appell: "Nie
wieder Krieg!" Nach dem Konzil passte er die vatikanische Kurie den
neuen Aufgaben an. Er errichtete Behörden für eine sich der Welt
öffnende Kirche: für die Ökumene, für Gerechtigkeit und Frieden, für
interreligiösen Dialog und für die Medien. Außerdem begann er eine
Neufassung des Kirchenrechts, die 1983 abgeschlossen wurde.

Auf Kritik und Häme stieß Paul VI. mit seinem Schreiben "Humanae
vitae" (1968), in dem er die Trennung von Sexualität und
Fortpflanzung als schwerwiegendes Problem bezeichnete und künstliche
Mittel zur Empfängnisverhütung für Katholiken verbot. Die derzeitige
Familiensynode im Vatikan versucht die umfassende Sicht dieses
Schreibens für die personale Würde des Menschen herauszustreichen.

Während seines Sommerurlaubs in Castel Gandolfo im Juli 1978 erlitt
Paul VI. einen Herzinfarkt. An dessen Folgen starb er am 6. August
1978. Paul VI. wurde in den vatikanischen Grotten bestattet.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) fam/hkl/

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