- 13.10.2014, 14:43:59
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M&A Outlook: Unternehmenstransaktionen sollen in Europa deutlich zunehmen
Wien (OTS) - Der europäische Markt für Unternehmensfusionen und
-übernahmen entwickelt sich nach Ansicht von Brancheninsidern weiter
dynamisch: Verglichen mit dem Vorjahr rechnen in der aktuellen
Untersuchung von CMS und Mergermarket European M&A Outlook 2014 noch
einmal deutlich mehr Entscheidungsträger mit einer Zunahme der
Transaktionsaktivität in den kommenden zwölf Monaten.
Laut der gemeinsamen Studie der internationalen Anwaltssozietät CMS
und des Branchendienstes Mergermarket, für die 225 in Europa
ansässige Führungskräfte befragt wurden, gehen zwei Drittel von einer
zunehmenden und elf Prozent von einer deutlich zunehmenden
M&A-Aktivität aus. Im Vorjahr waren es 47 Prozent beziehungsweise ein
Prozent gewesen. Die Befragten schätzen auch das konjunkturelle
Umfeld wesentlich besser ein - so ist mit 69 Prozent eine Mehrheit
der Ansicht, dass das Gröbste überstanden ist, und sogar 85 Prozent
erwarten im kommenden Jahr weiteres wirtschaftliches Wachstum in
Europa. Am meisten Wachstum wird für das wirtschaftlich anhaltend
starke Deutschland prognostiziert: Mit 21 Prozent rechnet hier der
höchste Anteil der Befragten mit der größten Aktivität, gefolgt von
den Benelux-Ländern mit elf Prozent sowie den nordeuropäischen
Staaten und dem Vereinigten Königreich mit jeweils neun Prozent.
Ukraine-Krise als möglicher Dämpfer
"Die Befragung spiegelt das zunehmende Marktvertrauen wider, das auch
durch die hohe Anzahl an M&A-Deals in diesem Jahr und jüngst von
europäischen Unternehmen angekündigten größeren Transaktionen belegt
wird", so Peter Huber, Partner von CMS in Wien und Leiter des
Corporate Transactions-Teams. "Die anhaltenden finanziellen und
politischen Unsicherheiten rund um den Ukraine-Konflikt könnten die
europäische M&A-Aktivität jedoch noch einbremsen." So denken
momentan 41 Prozent der Befragten, dass diese Krise
Beeinträchtigungen für den Markt bringen könnte.
Branchenkonsolidierung treibt das Geschäft an
Als wichtigste Impulse für die ansteigende Transaktionsaktivität
sehen die Umfrageteilnehmer auf der Käuferseite vor allem die
Branchenkonsolidierung (59 Prozent), das vermehrte Interesse
ausländischer Käufer (56 Prozent) und besonders kaufkräftige Akteure
(55 Prozent). Die Branchenkonsolidierung spielt insbesondere im
Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor (TMT) eine
wichtige Rolle: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahm die Zahl der
entsprechenden Deals im ersten Halbjahr 2014 um zehn Prozent zu, das
Transaktionsvolumen kletterte gar um 34 Prozent auf 66 Milliarden
Euro. Auf Verkäuferseite wird die M&A-Aktivität nach Ansicht der
Befragten im Wesentlichen angetrieben durch die Kapitalbeschaffung
für Expansion in wachstumsstarke Bereiche (67 Prozent), Fusionen und
Übernahmen aus Zwangslagen heraus (59 Prozent) sowie die Trennung von
nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten bei größeren
Unternehmen (56 Prozent). "Distressed M&A" nahm gegenüber dem Vorjahr
neun Prozent ab.
Die Studie zeigt auch, dass regulatorische Aspekte als Haupthindernis
von M&A-Deals gesehen werden, gefolgt von
Finanzierungsschwierigkeiten und wirtschaftlicher Unsicherheit.
Auf Branchenebene rangiert TMT bei der Zahl der M&A-Transaktionen an
erster Stelle; mit 20 Prozent rechnet der größte Anteil der Befragten
für diesen Sektor mit den meisten Deals in den nächsten zwölf
Monaten. Platz zwei teilen sich Industrien und Chemie sowie Energie,
Bergbau und Versorger mit jeweils 17 Prozent.
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