• 10.10.2014, 11:31:02
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Zinggl: "Theater-Betriebsräte in die Aufsichtsräte!"

Grüne wollen die Mitwirkungsrechte der ArbeitnehmerInnen-Vertretung in Theatern erweitern

Utl.: Grüne wollen die Mitwirkungsrechte der
ArbeitnehmerInnen-Vertretung in Theatern erweitern =

Wien (OTS) - "Wir wollen nach über 40 Jahren endlich die
Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte von Theaterunternehmen in den
Aufsichtsräten sicherstellen", erklärt der Kultursprecher der Grünen,
Wolfgang Zinggl. "Was sich in allen anderen Zweigen des Wirtschafts-
und Kulturlebens bewährt hat, muss endlich auch für Theater gelten."
Die Grünen haben einen entsprechenden Gesetzesantrag eingebracht, der
gestern im Sozialausschuss des Parlaments zur Diskussion stand.

"Warum Theater-Betriebsräte nicht in den Aufsichtsräten ihrer
Unternehmen sitzen dürfen, weiß über 40 Jahre nach dem Beschluss des
Arbeitsverfassungsgesetzes niemand mehr", argumentiert Zinggl.
"Sachlich rechtfertigen lässt sich diese Bestimmung aber nicht, wir
wollen sie daher aufheben." Das ist aus Sicht der Grünen auch deshalb
nötig, weil für Burgtheater, Staatsoper und Volksoper andere Regeln
gelten. In diesen Häusern sind die Betriebsräte sehr wohl in den
Aufsichtsräten vertreten, man hat eigens eine gesetzliche Ausnahme
von der Ausnahme formuliert.

"Daraus ergibt sich eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung
der ArbeitnehmerInnen in allen anderen Theaterbetrieben", moniert
Zinggl. "Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum etwa die rund 750
Angestellten der Vereinigten Bühnen Wien nicht im Aufsichtsrat des
Unternehmens repräsentiert sind." Zwar hätten auch die Betriebsräte
das finanzielle Debakel des Burgtheaters nicht verhindern können, die
Kontrollmöglichkeiten seien dennoch nicht zu unterschätzen.

Im Sozialausschuss behauptete der ÖVP-Abgeordnete Johann Höfinger,
die Entscheidung über diesen Punkt sei Angelegenheit der
Sozialpartner, und stellte den Antrag auf Vertagung. Dieser wurde mit
den Stimmen der Regierungsparteien angenommen, Sozialminister
Hundstorfer sicherte aber zu, die angesprochene Ungleichheit
ehestmöglich zu beseitigen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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