- 10.10.2014, 09:30:34
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Welt-Mädchentag 2014 mit Plan: Wien wird pink
Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Plan-Vorstandsmitglied Rudi Klausnitzer präsentieren den "Because I am a Girl" Report 2014 im Wiener Rathaus
Utl.: Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Plan-Vorstandsmitglied
Rudi Klausnitzer präsentieren den "Because I am a Girl" Report
2014 im Wiener Rathaus =
Wien (OTS) - Bekannte Gebäude und Brücken in Wien werden zum
Welt-Mädchentag am 11. Oktober in kräftigem Pink erstrahlen. Mit
dieser einzigartigen internationalen Beleuchtungsaktion macht das
Kinderhilfswerk Plan International auf die Belange von Mädchen
weltweit aufmerksam. Salztorbrücke, Marienbrücke und Schwedenbrücke
werden genauso für die Rechte von Mädchen in Pink getaucht wie das
Österreichische Gartenbaumuseum, das Bezirksmuseum Donaustadt und das
Flederhaus in der Seestadt.
"Der Weltmädchentag ist vor allem dafür da, um auf die Lage von
Mädchen weltweit und vor allem in Entwicklungsländern hinzuweisen",
so Vizebürgermeisterin und Plan Unterstützerin Renate Brauner, "Ich
unterstütze dieses Projekt gerne, weil es unser aller Ziel sein muss,
allen Mädchen ein selbstbestimmtes Leben und Entfaltung frei von
Diskriminierung und Gewalt zu ermöglichen. Mit den pinken Brücken
setzen wir ein weithin sichtbares Zeichen für mehr Gleichberechtigung
von Mädchen in der ganzen Welt. Wir legen aber als Stadt Wien nicht
die Hände in den Schoß, sondern unterstützen derzeit in der
Entwicklungszusammenarbeit zehn Projekte zum Thema Bildung in Ländern
wie Südafrika, Burkina Faso, Serbien, Nepal oder Simbabwe - einige
davon speziell für Mädchen."
Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied von Plan International:
"Großartig, dass so viele zum Welt-Mädchentag Farbe bekennen und wir
mit Renate Brauner als prominente Unterstützerin einen so tollen
Auftakt in Wien haben. Mein besonderer Dank gilt allen, die diese
Aktion in Wien für die Rechte der Mädchen ermöglichen und so
gemeinsam mit uns ein leuchtendes Zeichen für die Rechte der Mädchen
setzen!"
"Because I am a Girl"-Report 2014: Gleichberechtigung muss auf die
internationale Agenda
Zum Auftakt des Welt-Mädchentags präsentierten Renate Brauner und
Rudi Klausnitzer den Mädchen-Report 2014.
Der diesjährige Report mit dem Titel "Mädchen auf dem Weg zur
Mitbestimmung: nachhaltigen Wandel schaffen" beleuchtet, welche
sichtbaren und unsichtbaren Machtstrukturen Mädchen in
Entwicklungsländern davon abhalten, ihre Rechte wahrzunehmen:
- So werden beispielsweise jährlich 14 Millionen Mädchen unter 18
Jahren jedes Jahr verheiratet, jedes neunte Mädchen sogar vor ihrem
15. Lebensjahr. Die Frühverheiratung mit einem oft älteren Mann raubt
den Mädchen die Kindheit und ihre Chancen auf Bildung und Beruf.
- Die häufigste Todesursache für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren
sind Schwangerschaften.
- Ein Drittel der Frauen weltweit haben bereits sexualisierte Gewalt
oder Missbrauch erlebt, in 80 Prozent der Fälle war der Ehemann oder
Partner der Täter.
- Mehr als 125 Millionen, der heute noch lebenden, Mädchen und Frauen
in 29 Ländern waren Opfer von Genitalverstümmelung.
- In den ärmsten Ländern schließt nur die Hälfte aller Mädchen die
Grundschule ab - wobei jedes zusätzliche Schuljahr das spätere
Einkommen eines Mädchens um durchschnittliche 10 bis 20 Prozent
erhöht. Weiters sinkt mit jedem Schuljahr einer jungen Mutter die
Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder sterben, um fünf bis zehn
Prozent.
- Mädchen wird schon früh vermittelt, dass Sie den Männern
untergeordnet sind. Es fällt Ihnen daher schwerer ihre eigenen
Stärken zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen und ihre Rechte
geltend zu machen.
Es lässt sich daher weder Armut bekämpfen, noch die Bildungssituation
verbessern, wenn Gleichberechtigung nicht zu einem zentralen Thema
der neuen UN-Entwicklungsagenda wird.
In 139 Ländern gibt es bereits Gesetze zur Gleichberechtigung der
Geschlechter, allerdings finden sich die Gesetze aufgrund der
fehlenden Umsetzung nicht im Alltag wieder. Es muss daher
Gleichberechtigung schon in den Schulalltag und in die Lehrpläne
integriert werden. Damit Gleichberechtigung erfolgreich gelebt werden
kann müssen auch Buben in den Prozess eingebunden werden. Studien
haben gezeigt, dass junge Menschen gegenüber Genderthemen
aufgeschlossener sind, und dass Ausbildung und Arbeit Mädchen davor
schützt in Abhängigkeit zu geraten.
Plan fordert deshalb, dass die Rechte von Mädchen und jungen Frauen
in jedem Ziel der jetzt debattierten Entwicklungsagenda verankert
werden.
Der "Because I am a Girl"-Report "Mädchen auf dem Weg zur
Mitbestimmung - nachhaltigen Wandel schaffen" kann online abgerufen
werden:
http://www.plan-deutschland.de/fokus-maedchen/zur-situation-der-maedc
hen/
Zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober wird um 16:00 Uhr ein "Pinker
Walk" über die Mariahilfer Straße bis zum Getreidemarkt gehen, um
diesen Tag zu feiern und um Mädchen eine Stimme zu geben.
Über Plan International:
Plan International ist als eines der ältesten Kinderhilfswerke in 50
Ländern tätig, unabhängig von Religion und Politik. In der
Entwicklungszusammenarbeit finanziert Plan nachhaltige und
kindorientierte Selbsthilfeprojekte, hauptsächlich über Patenschaften
sowie auch über Einzelspenden und öffentliche Mittel. Plan
International betreut mehr als 1,4 Millionen Kinderpatenschaften,
davon bereits mehr als 7.000 über Österreich und erreicht so in den
Programmgebieten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas fast neun
Millionen Menschen.
Mit der Kampagne "Because I am a Girl" unter der Schirmherrschaft von
Senta Berger macht Plan auf die Situation von Mädchen weltweit
aufmerksam.
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