• 08.10.2014, 09:34:46
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stadtTheater walfischgasse ab September 2015 an die Wiener Staatsoper vermietet

Neue Spielstätte für Kinderoper ab 2015/2016

Utl.: Neue Spielstätte für Kinderoper ab 2015/2016 =

Wien (OTS) - Als im Gedenkjahr 2005 mit dem Stück "Freunde, das Leben
ist lebenswert" von Charles Lewinsky das stadtTheater walfischgasse
eröffnet wurde, war das ein Zeichen für die neue Programmatik und
Ausrichtung des Hauses. In der laufenden Saison, zehn Jahre später,
schließt sich der Kreis, und es wird als heuer dritte und letzte
Eigenproduktion des stadtTheaters Lewinskys Stück abermals auf den
Spielplan gesetzt.
Und somit schließt sich auch der Kreis für stadtTheater-Intendantin
Anita Ammersfeld: "Ein Theater zehn Jahre lang zu leiten, verlangt
jedem Intendanten ein Maximum an schöpferischer, organisatorischer
und physischer Kraft ab. Ich habe es in diesen zehn Jahren aufgebaut,
geleitet und mehr erreicht, als ich mir anfangs erträumt hatte. Nach
31 Eigenproduktionen und mehr als 2.000 Vorstellungen mit über
400.000 Besuchern war nun der Zeitpunkt gekommen, mir Gedanken zu
machen, wie ich die Existenz des Hauses künftig und nachhaltig in
künstlerischer und finanzieller Hinsicht sichern kann. Ich kann den
Erfolg und auch das Glück, das ich mit den zahlreichen großartigen
Künstlern, die hier auf dieser Bühne wirkten und zum Ansehen des
Hauses beigetragen haben, sicherlich nicht mehr überbieten. Nach
mehreren Gesprächen mit Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny
und Staatsoperndirektor Dominique Meyer habe ich mich dazu
entschlossen, im Herbst nächsten Jahres von meinem Theater Abschied
zu nehmen, das Theater an die Wiener Staatsoper zu vermieten und es
in deren sichere Hände zu geben."

Ab der Spielzeit 2015/2016 hat die Wiener Staatsoper dadurch nun eine
neue Spielstätte für die Kinderoper.
Mit Ende der laufenden Saison wird die Wiener Staatsoper das 1999 als
temporäre Einrichtung genehmigte Kinderopernzelt auf der Dachterrasse
nach 16 Spielzeiten endgültig demontieren. Die letzte Verlängerung
der Bewilligung 2010 fand unter der Voraussetzung statt, dass diese
2015 auslaufen würde. Zur Erfüllung der aktuellen Gesetzeslage wäre
eine Beibehaltung des Zeltes nur nach umfangreichen und aufwendigen
Eingriffen und Umbauarbeiten am Kern des Staatsoperngebäudes möglich.
Aus dieser vorgegebenen Situation heraus hat die Direktion der Wiener
Staatsoper eine Spielstätte, wo Vorstellungen von Opern für Kinder -
neben jenen im Großen Haus - so wie im Kinderopernzelt in einem
intimeren Rahmen möglich sind, im Theater in der Walfischgasse
gefunden. Staatsoperndirektor Dominique Meyer betont: "Es ist eine
wichtige Aufgabe der Wiener Staatsoper, auch das junge und jüngste
Publikum an das Genre Oper heranzuführen. Wir haben lange und
intensiv gesucht und nur wenige Schritte von der Oper entfernt mit
der hervorragenden Theaterinfrastruktur in der Walfischgasse
schließlich eine sehr gute Lösung gefunden, um auch in den kommenden
Jahren nachhaltige Kulturvermittlung in für Kinder bestens geeignetem
Umfeld zu gewährleisten."
Darüber hinaus wird nun aufgrund der erhöhten Sitzplatzkapazität im
Theater in der Walfischgasse - ca. 250 gegenüber 140 im
Kinderopernzelt - bei gleich bleibender Vorstellungsanzahl weit mehr
Kindern der Besuch der stets ausverkauften Aufführungen ermöglicht.
Allein in den ersten vier Spielzeiten der Direktion Meyer ist die
Anzahl an ausgegebenen Kinderkarten - zwischen Opern-, Kinderopern-
und Ballettvorstellungen im Großen Haus und den über 40
Kinderopernvorstellungen und verschiedenen Matineen im
Kinderopernzelt - von 7.671 (2010/2011) auf zuletzt 9.421 (2013/2014)
gestiegen. Hinzu kommen jährlich rund 7.000 Kinder bei der
Zauberflöte für Kinder am Tag nach dem Opernball.

"Kindern und Jugendlichen das Genre 'Oper' näherzubringen und sie
damit möglichst früh mit Musik, Gesang und Theater vertraut zu
machen, ist eine wichtige kultur- und gesellschaftspolitische
Aufgabe. Ich gratuliere Direktor Meyer und seinem Team zur
Wahrnehmung der Chance, 'um die Ecke' in der Walfischgasse eine
ideale Spielstätte für die Kinderproduktionen der Wiener Staatsoper
gefunden zu haben. Neben den Vorstellungen am Ring, die täglich
Besucherinnen und Besucher aus aller Welt nach Wien führen, steigt
sichtbar auch das Interesse des jungen Publikums an dem Angebot der
Wiener Staatsoper. Ich wünsche allen Beteiligten, vor allem den
Kindern und Jugendlichen in unserem Land, dass die Oper in der
Walfischgasse zu einem neuen, lebendigen Ort im Zentrum der Stadt
wird", so Dr. Josef Ostermayer, Bundesminister für Kunst und Kultur.

"Die Stadt Wien hat sich aus voller Überzeugung als Fördergeberin im
Stadttheater Walfischgasse engagiert. Anita Ammersfeld hat ein großes
Herz für das Theater und mit viel persönlichem Einsatz im Zentrum der
Stadt eine Bühne zum Blühen gebracht. Das Haus war Heimat für
Künstler, Stücke und Autoren, die sonst hier nicht zu sehen gewesen
wären, und bot über zehn Jahre ein abwechslungsreiches und doch sehr
persönliches Programm, das hohen Zuspruch beim Publikum genoss. Ich
bedanke mich bei der Prinzipalin des Hauses für das jahrelange
kulturelle Engagement, aber auch für die Bereitschaft, die
Spielstätte ohne Vorbehalte für ein neues Genre zu öffnen. Der Stadt
Wien ist es ein Anliegen, dass der Standort auch in Zukunft kulturell
genutzt wird. Umso mehr freut es mich, wenn das Haus nahtlos mit
Leben gefüllt bleibt - als ein weiterer Ort in Wien für Kinderkunst
und der Förderung junger Talente, denn gerade das junge Publikum
liegt uns allen sehr am Herzen", so Kulturstadtrat Dr. Andreas
Mailath-Pokorny.

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