• 07.10.2014, 14:21:29
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AmaZone Award: Mehr als 40 Unternehmen bewarben sich

Preise für technisch-handwerkliche Lehrausbildungen für Mädchen

Utl.: Preise für technisch-handwerkliche Lehrausbildungen für
Mädchen =

Wien (OTS) - Mädchen, die eine technisch-handwerkliche Lehre
absolvieren, sind noch immer eine Ausnahmeerscheinung. Das liegt auch
am Lehrangebot vieler Betriebe. "Umso erfreulicher ist es, wenn es
Unternehmen gibt, die junge Frauen gezielt für Lehrausbildungen in
technisch-handwerklichen Berufen anwerben. Mit dem amaZone-Award
wollen wir Betriebe auszeichnen, die sich darum besonders verdient
gemacht haben", so Susanne Gugrel vom Verein "sprungbrett", der heute
im AK Bildungszentrum zum 19. Mal verliehen wird. Die silbernen
Statuen in den vier Kategorien Klein-, Mittel- und Großunternehmen
sowie öffentlichkeitsnahes Unternehmen gehen in diesem Jahr an die
Sanierungsfirma J. Stettner Ges. m. b. H., die Dschungel Wien GmbH,
die A1 Telekom AG sowie den Verbund. Mehr als 40 Wiener Betriebe
hatten sich beworben. Sozialminister Rudolf Hundstorfer übergibt die
Preise.

AK Vizepräsidentin Renate Anderl betont: "Mädchen, die sich trauen,
einen weniger traditionellen Pfad bei ihrer Berufswahl einzuschlagen,
brauchen Unterstützung. Hier leistet der Verein "sprungbrett" und
seine Partnerfirmen gute Arbeit." Die Förderung des Engagements der
Betriebe, junge Frauen in technisch-handwerklichen Betrieben
auszubilden, sei ein wichtiger Beitrag zur Angleichung der
Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern.

Der Frauenanteil in der Ausbildung in technischen und handwerklichen
Berufen ist noch immer sehr gering: im Bereich der
Informationstechnologie und Informatik bei 6 Prozent, im Bereich der
Karosseriebautechnik bei 4 Prozent und bei den FliesenlegerInnen bei
2 Prozent. Viele Mädchen lernen nach wie vor Friseurin oder
Verkäuferin. In diesen Berufen liegen der Einstiegslohn oder das
Einstiegsgehalt nach dem Lehrabschluss unter 1.400 Euro brutto im
Monat. Haben Frauen etwa einen metallverarbeitenden Beruf erlernt,
verdienen sie jedenfalls mehr als 1.900 Euro brutto.

Zu den ausgezeichneten Unternehmen:

Der Familienbetrieb J. Stettner bildet aktuell eine junge Frau zur
Installations- und Gebäudetechnikerin aus. In diesem Berufsfeld liegt
der Fauenanteil aktuell bei 1 Prozent. Die Firma überzeugte die Jury
durch bewusste mädchenfördernde Haltung, aktives Streben nach Öffnung
der Branche für Technikerinnen, eine weibliche Führungskraft als
Role-Model, gute Karrierechancen im Unternehmen, soziales Bewusstsein
und Engagement und qualitativ hochwertige Ausbildung und Förderung.
Sprungbrett-Geschäftsführerin Susanne Gugrel: "Besonders freut uns,
dass Fr. Martina Amon, die gemeinsam mit ihrem Mann die
Geschäftsführung des Betriebes innehat, selbst zu einer der ersten
jungen Frauen, die im Laufe ihrer beruflichen Karriere von
sprungbrett begleitet wurde zählt!"

Preisträger in der Kategorie Mittelbetrieb ist Dschungel Wien
-Theaterhaus für junges Publikum GmbH. Aktuell werden zwei junge
Frauen zu Veranstaltungstechnikerinnen ausgebildet. Insgesamt beträgt
der Frauenanteil im technischen Team über 50 Prozent!
Die Jury überzeugte überdies die gebotene hochwertige und umfassende
Ausbildung, das soziale Bewusstsein und Engagement sowie die
Vorbildwirkung in der Branche.

A1 bildet aktuell Mädchen und Frauen zu Elektronikerinnen mit
Schwerpunkt Informati-onstechnik & Kommunikation aus und bietet
spezielle Förderprogramme für junge Frauen an. In einer Art
"Buddy"-System stehen den Auszubildenden weibliche Ansprechpersonen
zur Seite, das Unternehmen achtet in seiner Öffentlichkeitsarbeit,
aber auch im Betriebsalltag auf gendergerechte Sprache und bietet
auch nach der Lehrzeit Beschäftigungsmodelle für Frauen an, die gerne
angenommen werden und somit gute Aufstiegschancen bieten. "Mit dem
amaZone Award 2014 soll vor allem auch die Kontinuität und
Nachhaltigkeit in der Mädchen- und Frauenförderung gewürdigt und die
positive Entwicklung des Frauenanteils in der Technik wertgeschätzt
werden", so Gugrel.

Der Verbund bildet aktuell 16 weibliche Lehrlinge im technischen
Bereich aus. Besonders beachtlich ist in diesem Kontext auch der
rasante Anstieg der Zahl der weiblichen Fachkräfte im Unternehmen
innerhalb der beiden vergangenen Jahre. Für die amaZone Jury 2014
waren vor allem das aktive Streben nach Chancengleichheit, die
Vielzahl der Maßnahmen, um den Anteil an weiblichen Technikerinnen zu
erhöhen, die bewusste mäd-chen- und frauenfördernde Haltung und die
hervorragende Qualität in der Lehrausbildung neben den guten
Karrierechancen im Unternehmen ausschlaggebend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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