VP-Wieser: Enthält Energiemasterplan nur leere Versprechungen?

Kärntner Volkspartei geht beim Thema Windkraft in die Offensive: Energiereferent LR Holub ist gefordert.

Klagenfurt (OTS) - "Die derzeitige Kärntner Windkraftstandorträume-Verordnung ist kein praktikables Regelwerk, sondern vielmehr ein themenverfehlendes Verhinderungsinstrument. Wenn wir Windenergie in Kärnten wollen, müssen wir endlich handeln", stellt VP-LAbg. Franz Wieser fest. Die Kärntner Volkspartei bringt heute im Energieausschuss des Landtages einen Abänderungsantrag dazu ein. "Wir wollen den Landtag dazu auffordern, ein Bekenntnis zur Windkraft abzugeben und gleichzeitig Energiereferent Holub den Auftrag erteilen, die Windkraftstandorträume-Verordnung dahingehend zu ändern, dass die Errichtung von Windrädern in Kärnten auch dezidiert ermöglicht wird", sagt Wieser.

Der Energiemasterplan der Grünen sieht vor, dass bis 2025 in Kärnten 50 Windräder in Betrieb sind. "Mit der derzeitigen Verordnung wird dieses Ziel nicht erreichbar sein", erklärt der VP-Abgeordnete. Seit diese Windkraftstandorträume-Verordnung in Kraft ist, konnte in Kärnten kein einziges neues Windrad errichtet werden. Vor allem die Sichtbarkeitsregeln - eine Windkraftanlage darf im Umkreis von 40 Kilometern nicht mit freiem Auge erkennbar sein - stellt potenzielle Investoren vor nahezu unlösbare Probleme. "Diese Regelung ist einzigartig in Österreich und muss schnellstmöglich geändert werden", sagt Wieser.

50 Windkraft-Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 150 Millionen Euro sind derzeit in Kärnten in der Warteschleife. "Wenn man wissen will, wie es geht, braucht man nur in andere Bundesländer zu blicken", so Wieser. Die österreichweit installierte Windkraftleistung von derzeit mehr als 1.900 MW erzeugt bereits so viel Strom wie mehr als 1,2 Millionen österreichische Haushalte im Jahr verbrauchen. Während in Kärnten ein einziges Windrad seit 17 Jahren seinen Dienst versieht, drehen sich in den anderen Bundesländern bereits mehr als 1000 Rotoren. Wieser: "Mit der Menge an heißer Luft, die zu diesem Thema bisher produziert wurde, könnte man in Kärnten schon ein Dutzend Windräder antreiben; wenn sie nur schon stehen würden."

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