• 07.10.2014, 11:05:29
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VP-Wieser: Enthält Energiemasterplan nur leere Versprechungen?

Kärntner Volkspartei geht beim Thema Windkraft in die Offensive: Energiereferent LR Holub ist gefordert.

Utl.: Kärntner Volkspartei geht beim Thema Windkraft in die
Offensive: Energiereferent LR Holub ist gefordert. =

Klagenfurt (OTS) - "Die derzeitige Kärntner
Windkraftstandorträume-Verordnung ist kein praktikables Regelwerk,
sondern vielmehr ein themenverfehlendes Verhinderungsinstrument. Wenn
wir Windenergie in Kärnten wollen, müssen wir endlich handeln",
stellt VP-LAbg. Franz Wieser fest. Die Kärntner Volkspartei bringt
heute im Energieausschuss des Landtages einen Abänderungsantrag dazu
ein. "Wir wollen den Landtag dazu auffordern, ein Bekenntnis zur
Windkraft abzugeben und gleichzeitig Energiereferent Holub den
Auftrag erteilen, die Windkraftstandorträume-Verordnung dahingehend
zu ändern, dass die Errichtung von Windrädern in Kärnten auch
dezidiert ermöglicht wird", sagt Wieser.

Der Energiemasterplan der Grünen sieht vor, dass bis 2025 in Kärnten
50 Windräder in Betrieb sind. "Mit der derzeitigen Verordnung wird
dieses Ziel nicht erreichbar sein", erklärt der VP-Abgeordnete. Seit
diese Windkraftstandorträume-Verordnung in Kraft ist, konnte in
Kärnten kein einziges neues Windrad errichtet werden. Vor allem die
Sichtbarkeitsregeln - eine Windkraftanlage darf im Umkreis von 40
Kilometern nicht mit freiem Auge erkennbar sein - stellt potenzielle
Investoren vor nahezu unlösbare Probleme. "Diese Regelung ist
einzigartig in Österreich und muss schnellstmöglich geändert werden",
sagt Wieser.

50 Windkraft-Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 150
Millionen Euro sind derzeit in Kärnten in der Warteschleife. "Wenn
man wissen will, wie es geht, braucht man nur in andere Bundesländer
zu blicken", so Wieser. Die österreichweit installierte
Windkraftleistung von derzeit mehr als 1.900 MW erzeugt bereits so
viel Strom wie mehr als 1,2 Millionen österreichische Haushalte im
Jahr verbrauchen. Während in Kärnten ein einziges Windrad seit 17
Jahren seinen Dienst versieht, drehen sich in den anderen
Bundesländern bereits mehr als 1000 Rotoren. Wieser: "Mit der Menge
an heißer Luft, die zu diesem Thema bisher produziert wurde, könnte
man in Kärnten schon ein Dutzend Windräder antreiben; wenn sie nur
schon stehen würden."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LKV

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