Männer achten zu wenig auf ihre Gesundheit

Wien (OTS) - Ein wesentlicher Grund für die kürzere Lebenserwartung von Männern: Das starke Geschlecht hält wenig von Vorsorgeuntersuchungen und sorgt sich auch sonst nicht genug um seine Gesundheit.

Mann ist einfach stark und Gesundheitsvorsorge ist nur etwas für das schwache Geschlecht - so scheint noch immer die Mehrzahl des männlichen Geschlechts zu denken: "Männer leben kürzer, weil sie weder auf ihre Gesundheit achten, noch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen einhalten. Sie sind viel nachlässiger, was Termine und unzuverlässig, was Kontrollen betrifft", erläutert Primarius Dr. Wolfgang Loidl dazu im neuen Vinzenz magazin. Der Mediziner muss es wissen, denn er leitet die Abteilung für Urologie des ersten oberösterreichischen Prostatazentrums in Linz. Und damit ist er für eine Männerkrankheit kompetent, die sich durch Früherkennung heute meist heilen lässt: Prostatakrebs.

Die Früherkennung erfordert allerdings, dass Männer ab dem 40. Lebensjahr alle vier bzw. bei entsprechenden Ergebnissen des PSA-Test (einer Tumor-Marker-Bestimmung im Zuge einer Blutuntersuchung) oder Erkrankungen in der Familie jedes Jahr zur Voruntersuchung kommen. Viele tun das nicht, auch deshalb, weil die angeblich starken Männer große und oft sogar absurde Ängste vor dem Besuch beim Urologen haben, erzählt Loidl im Vinzenz magazin: "Manche fürchten schon durch eine Untersuchung der Prostata ihre Potenz zu verlieren."

Um seine Geschlechtsgenossen zum Reden und Nachdenken über dieses Thema anzuregen, will sich Primarius Loidl im November einen Bart wachsen lassen. "Movember" heißt diese mittlerweile weltweite Aktion, die mehr Aufmerksamkeit für das Thema Männer und ihre Gesundheitsprobleme erzielen will. Wobei das sogenannte starke Geschlecht nicht nur die Prostatavorsorge vernachlässigt. Dass Männer im Durchschnitt um 5,3 Jahre früher als Frauen sterben hat noch viele andere Ursachen: Übergewicht, körperliche Inaktivität oder doppelt so häufiger Alkoholkonsum wie Frauen gehören unter anderem dazu.

Dieser rundum schlechte Lebensstil ist für viele weitere Krankheiten verantwortlich, die aus Nachlässigkeit oft ebenfalls zu spät erkannt werden: "Männer brauchen Beschwerden, dann erst gehen sie zum Arzt", meint dazu Oberarzt Dr. Björn Jagdt, Leiter des Darmgesundheitszentrums im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried, im Vinzenz magazin. Auch bei Darmkrebs ist Früherkennung essentiell und kein Grund Angst zu haben: "Die Darmspiegelung tut nicht weh, weil sie unter Sedierung durchgeführt wird", beruhigt Dr. Jagdt. Vielleicht ist der "Movember" Anlass, dass mehr Angehörige des starken Geschlechtes ihren Mann stellen und die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen durchführen.

Möglicherweise verlockt manche dazu auch die Tatsache, dass dabei wie in vielen anderen Bereichen der Medizin High-Tech-Geräte zum Einsatz kommen. Und das interessiert Männer schließlich allemal. Auch im neuen Vinzenz magazin wird dieses Thema behandelt, allerdings in einem völlig anderen Zusammenhang: "Handy-Navigation bei Knieoperationen" lautet der Titel der Geschichte. Und das ist keine Übertreibung: Im Orthopädischen Spital Speising wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie tatsächlich ein Smartphone mit iAssist eingesetzt. Dieses revolutionäre Tool hilft dem Arzt, die nötige Knieprothese genau an jene Stelle zu setzen, wo sie am besten passt und arbeitet.

iAssist erfüllt alle Erwartungen und bietet den Medizinerinnen und Medizinern noch weitere Vorteile wie Univ.-Prof. Dr. Martin Dominkus, an dessen Abteilung diese Innovation verwendet wird, im Vinzenz magazin erklärt. Im Gegensatz zu anderen Verfahren etwa, wo Sensoren, mit extra Bohrungen im Knochen fixiert werden müssen, kommen hier Sensor-Würfel zum Einsatz, die viel unkomplizierter exakte Daten liefern. "So gibt es eine noch größere Passgenauigkeit ohne zusätzliche Schmerzen, und das ganze Verfahren ist auch noch unglaublich schnell - reduziert also die OP-Zeit", erläutert Univ.-Prof. Dominkus.

Ein ganz anderes Thema, über das die neue Ausgabe des Vinzenz magazins ausführlich berichtet, heißt Somnambulismus oder Schlafwandeln. Die nächtlichen Ausflüge - die sich allerdings meist auf Spaziergänge in der Wohnung beschränken - können Folge einer genetisch bedingten Aufwachstörung sein, aber ebenso auf andere Erkrankungen hinweisen. Vor allem beim plötzlichen Auftreten von Somnambulismus im Alter sollten die Ursachen genau abgeklärt werden.

Im Vinzenz magazin wird der Fall einer älteren Dame beschrieben, die während der Nacht Rundgänge in der Wohnung machte und sich am nächsten Tag daran nicht mehr erinnern konnte. Im Zuge einer Video-EEG-Untersuchung im Krankenhaus Göttlicher Heiland wurde dann die Ursache herausgefunden: eine bisher unerkannte Altersepilepsie, die sich mit Medikamenten gut behandeln lässt. Bei männlichen Kindern und Jugendlichen, wo die Aufwachstörung besonders häufig auftritt, steckt aber in den meisten Fällen keine Krankheit dahinter. Das Schlafwandeln legt sich bei diesen Patientinnen und Patienten sehr oft in der Pubertät.

Schlafwandler können sich übrigens tatsächlich nicht an ihr nächtliches Abenteuer erinnern. Der Grund ist, dass beim Schlafwandeln nur ein Teil des Gehirns aktiv ist, während sich andere Areale im Tiefschlaf befinden. Man sollte die nächtlichen Wanderer nicht mit Gewalt aufwecken, raten die Experten im Vinzenz magazin, sondern sie sanft ins Bett zurückbegleiten und ihnen dabei Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Auf eine völlig andere Art des "Schlafes" geht der Artikel "Punktgenaue Landung" ein. Hier erzählt Primar Dr. Manfred Greher über die Vollnarkose. Viele Patienten haben davor nämlich Angst, "und das muss der Arzt ernst nehmen", sagt der Leiter der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie im Herz-Jesu Krankenhaus. In einem offenen und aufklärenden Gespräch mit dem Anästhesisten können die Bedenken des Patienten fast immer aufgelöst werden.

Allein die Statistik ist nämlich schon sehr beruhigend: Das Risiko für schwere Komplikation liegt heute bei 1:250.000. Moderne Geräte, die permanent alle wesentlichen Funktionen des Körpers überwachen, sowie Medikamente, die laufend an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden, haben die Narkose zu einer sicheren Sache gemacht. Da müssen selbst starke Männer keine Angst mehr haben.

Die neueste Ausgabe des Vinzenz magazins mit diesen und vielen weiteren interessanten Beiträgen steht ab sofort unter www.vinzenzgruppe.at zum kostenlosen Download im pdf-Format bereit. Die elektronische Ausgabe, das Vinzenz e-magazin, ist unter folgendem Link verfügbar:
http://www.vinzenzgruppe.at/media/vinzenzmagazin/03-14#/1/

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