- 03.10.2014, 17:03:10
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Darmkrebs - heute kein Tabu-Thema mehr!
10 Jahre Selbsthilfe Darmkrebs: gestern - heute - morgen

Utl.: 10 Jahre Selbsthilfe Darmkrebs: gestern - heute - morgen =
Wien (OTS) - Die - in ganz Österreich engagierte - Selbsthilfegruppe
für Darmkrebs-PatientInnen beging ihren 10. Geburtstag im Rahmen
eines Pressegesprächs mit einigen prominenten Gratulanten, darunter
die neue österreichische Gesundheitsministerin Dr. Sabine Oberhauser
sowie der deutsche Nobelpreisträger Prof. DDr. Harald zur Hausen.
Ehrengast Prof. Harald zur Hausen, Entdecker des Zusammenhanges
zwischen der chronischen Infektion mit Human Papilloma Viren (HPV)
und der Entstehung von Gebärmutterhals und einigen anderen
Karzinomen, geht der Hypothese nach, dass der Genuss von rohem/nicht
ausreichend erhitztem Rindfleisch (Steak, Roastbeef, Carpaccio, Beef
tartare) zur Übertragung von Viren führen kann, die bei der
Entstehung von Darmkrebs eine Rolle spielen.
Die Selbsthilfe Darmkrebs wurde im Herbst 2004 gegründet - als erste
und bis heute einzige bundesweit agierende Selbsthilfegruppe für
Darmkrebs-PatientInnen und deren Angehörige in Österreich.
Seit damals wurde deren Informations- und Beratungsangebot
schrittweise immer weiter ausgebaut."Heute ist die Krankheit
gesellschaftsfähig geworden - man kann offen darüber reden, sich als
Patient outen, ohne soziale Nachteile befürchten zu müssen. Auch die
rechtzeitige Vorsorge durch regelmäßige Koloskopie ist in aller
Munde, freut sich Helga Thurnher, Präsidentin der Selbsthilfe
Darmkrebs.
Experten wie Prof. Dr. Heinz Ludwig, Mitbegründer der Selbsthilfe
Darmkrebs, oder Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Wiener
Ärztekammer, sind sich einig: Der Nutzen der Darmspiegelung zur
Früherkennung von Darmkrebs und deren Vorstufen übersteigt andere
Krebs-Früherkennungsmaßnahmen. Doch nur elf Prozent der Menschen über
50 Jahren nehmen in Österreich die angebotenen Untersuchungen in
Anspruch.
Auch Karl Öllinger - Ex-Politiker und selbst Darmkrebs-Patient -
macht sich seit seiner Erkrankung noch mehr als bisher für die
Vorsorge und Früherkennung stark: "Mit Information und Kommunikation"
ist es möglich, dieser Angst entgegen zu wirken, wobei Öllinger
gerade hier eine wichtige Aufgabe für die Selbsthilfe ortet: "Mit
drüber Reden, das auch - und gerade - Selbsthilfegruppen auszeichnet,
kann die Lücke kleiner gemacht werden."
Ein Anliegen, dem sich die Selbsthilfe Darmkrebs schon seit langem
widmet und das auch künftig mit voller Kraft verfolgt werden soll,
wie Helga Thurnher in Aussicht stellt: "Wir wollen auch in Zukunft
das wichtigste Ziel nie aus den Augen verlieren: Darmkrebs durch
rechtzeitige Vorsorge zu verhindern bzw. heilen zu können!"
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