• 03.10.2014, 13:35:22
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50 Jahre Pro Oriente: Wiener Ökumene-Gipfeltreffen im November

Kardinal Koch, Patriarch Bartholomaios I. und Kopten-Papst Tawadros II. bei Feierlichkeiten zum Jubiläum

Utl.: Kardinal Koch, Patriarch Bartholomaios I. und Kopten-Papst
Tawadros II. bei Feierlichkeiten zum Jubiläum =

Wien, 03.10.14 (KAP) Die 1964 von Kardinal Franz König begründete
Stiftung Pro Oriente feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum. Die zentrale
Aufgabe von Pro Oriente ist der Dialog zwischen katholischer Kirche
und den orthodoxen bzw. den orientalisch-orthodoxen Kirchen. Zu den
Jubiläumsfeierlichkeiten Anfang November haben sich u.a. der
vatikanische Ökumene-Minister Kardinal Kurt Koch, der ökumenische
Patriarch Bartholoamaios I. und der koptische Papst-Patriarch
Tawadros II. angekündigt. Auch der chaldäische Patriarch Louis
Raphael Sako I. will teilnehmen, abhängig jedoch von der aktuellen
Lage im Irak.

Das Jubiläum nimmt mit einem wissenschaftlichen Kolloquium von 5.
bis 7. November im Wiener Kardinal König-Haus seinen Anfang. Am
Samstag, 8. November, lädt die Stiftung um 10 Uhr zu einem
Festgottesdienst in die Wiener Schottenkirche. Beim anschließenden
Festakt werden u.a. Kardinal Koch, Patriarch Bartholomaios und
Papst-Patriarch Tawadros das Wort ergreifen. Kardinal Christoph
Schönborn, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, wird Kardinal
Koch und Patriarch Sako zu Ehrenprotektoren der Stiftung ernennen.

Die 1964 vom Wiener Erzbischof Kardinal Franz König gegründete die
Stiftung "Pro Oriente" hat sich von Beginn an der Überwindung der
kirchlichen wie auch außerkirchlichen Ost-West-Grenzen verschrieben.
Wien galt als Brücke zum Osten, dies wusste Kardinal König zu nutzen
und konnte so bereits zu Zeiten des Kalten Krieges ein
weitreichendes Netzwerk aufbauen, das sich bis heute als tragfähig
erwiesen hat.

Erste bahnbrechende Marksteine der Aktivitäten der Stiftung waren
die Wiener Christologische Formel (1971), mit der ein 1.500 Jahre
andauerndes Zerwürfnis zwischen den Kirchen syrischer Tradition und
der katholischen Kirchen überwunden werden konnte, sowie das "Erste
Ekklesiologische Kolloquium - Koinonia" (1974). Die bahnbrechenden
Ergebnisse dieses Kolloquiums sollen bei der wissenschaftlichen
Tagung im kommenden November in Erinnerung gerufen und auf ihre
Aktualität hin überprüft werden. (Informationen: www.pro-oriente.at)

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