Welttierschutztag: Hilfsgemeinschaft fordert mehr Akzeptanz für Blindenführhunde in der Öffentlichkeit

Speziell ausgebildete "Hilfsmittel auf vier Pfoten" sorgen für Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit

Wien (OTS) - Rein rechtlich gesehen gelten Blindenführhunde als Hilfsmittel. In der Öffentlichkeit werden sie aber leider häufig als "Haustier" wahrgenommen, über dessen Rechte und Pflichten nicht immer Klarheit herrscht.

Irene Vogel, Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs: "Blindenführhunde leisten einen unschätzbar wertvollen Dienst. Sie schenken blinden Menschen Selbstständigkeit und Sicherheit. Es wäre wünschenswert, wenn es mehr Akzeptanz und mehr Verständnis sowohl für die Bedürfnisse der Tiere als auch für die Aufgaben und Arbeitsweise von Blindenführhunden gäbe."

Der Blindenführhund - das unbekannte Wesen?

Da kann es schon mal passieren, dass eine blinde Frau in der U-Bahn angeschnauzt wird, weil ihr Blindenführhund keinen Beißkorb trägt. Das muss er auch nicht! Geprüfte Blindenführhunde gehen im Geschirr, sind daher speziell als Assistenzhunde gekennzeichnet und von der Beißkorbpflicht ausgenommen. Dass man Blindenführhunde nicht streicheln soll, weil man sie dabei in der Konzentration stört, die sie für ihre anspruchsvolle Arbeit brauchen, sollte auch berücksichtigt werden.

Zu heftigen Diskussion führt immer wieder die Frage: Darf der Blindenführhund da hinein? - In den Supermarkt, ins Museum, beim Arzt, ins Krankenhaus oder in ein Taxi? Da ist leider die gesetzliche Lage nicht ganz eindeutig. Obwohl der gesunde Menschenverstand sagt:
Wenn er ein Hilfsmittel ist, das für einen blinden Menschen selbstständiges Fortkommen ermöglicht, dann sollte der Hund natürlich überall hin mitkommen dürfen. Ausnahmen sind Gegebenheiten, die entweder sehr hohe Hygienevorschriften erfordern, wie beispielsweise eine Intensivstation, oder für das Tier selbst unzumutbar sind. Dazu zählen z. B. Massenveranstaltungen mit hohem Lärmpegel.

Blindenführhunde-Stammtisch

Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs hat 2009 den 1. österreichischen Blindenführhunde-Stammtisch eingerichtet. Die Treffen für Hundebesitzer und ihre Tiere finden monatlich statt. Herzlich willkommen sind auch Interessenten, die an die Anschaffung eines Blindenführhundes denken. Die Hilfsgemeinschaft unterstützt sie gerne bei der Ausfinanzierung der "Hilfsmittel auf vier Pfoten", die immerhin zwischen 25.000 und 30.000 Euro kosten. Termine für die Treffen und noch mehr Infos unter www.hilfsgemeinschaft.at

Fotos zum kostenlosen Download unter:
http://www.ots.at/redirect/blindenfuehrerhunde

Rückfragen & Kontakt:

Helga Bachleitner, Tel. 01/330 35 45 - 82
E-Mail: bachleitner@hilfsgemeinschaft.at

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