• 03.10.2014, 11:05:47
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Welttierschutztag: Hilfsgemeinschaft fordert mehr Akzeptanz für Blindenführhunde in der Öffentlichkeit

Speziell ausgebildete "Hilfsmittel auf vier Pfoten" sorgen für Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit

Utl.: Speziell ausgebildete "Hilfsmittel auf vier Pfoten" sorgen für
Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit =

Wien (OTS) - Rein rechtlich gesehen gelten Blindenführhunde als
Hilfsmittel. In der Öffentlichkeit werden sie aber leider häufig als
"Haustier" wahrgenommen, über dessen Rechte und Pflichten nicht immer
Klarheit herrscht.

Irene Vogel, Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft der Blinden und
Sehschwachen Österreichs: "Blindenführhunde leisten einen unschätzbar
wertvollen Dienst. Sie schenken blinden Menschen Selbstständigkeit
und Sicherheit. Es wäre wünschenswert, wenn es mehr Akzeptanz und
mehr Verständnis sowohl für die Bedürfnisse der Tiere als auch für
die Aufgaben und Arbeitsweise von Blindenführhunden gäbe."

Der Blindenführhund - das unbekannte Wesen?

Da kann es schon mal passieren, dass eine blinde Frau in der U-Bahn
angeschnauzt wird, weil ihr Blindenführhund keinen Beißkorb trägt.
Das muss er auch nicht! Geprüfte Blindenführhunde gehen im Geschirr,
sind daher speziell als Assistenzhunde gekennzeichnet und von der
Beißkorbpflicht ausgenommen. Dass man Blindenführhunde nicht
streicheln soll, weil man sie dabei in der Konzentration stört, die
sie für ihre anspruchsvolle Arbeit brauchen, sollte auch
berücksichtigt werden.

Zu heftigen Diskussion führt immer wieder die Frage: Darf der
Blindenführhund da hinein? - In den Supermarkt, ins Museum, beim
Arzt, ins Krankenhaus oder in ein Taxi? Da ist leider die gesetzliche
Lage nicht ganz eindeutig. Obwohl der gesunde Menschenverstand sagt:
Wenn er ein Hilfsmittel ist, das für einen blinden Menschen
selbstständiges Fortkommen ermöglicht, dann sollte der Hund natürlich
überall hin mitkommen dürfen. Ausnahmen sind Gegebenheiten, die
entweder sehr hohe Hygienevorschriften erfordern, wie beispielsweise
eine Intensivstation, oder für das Tier selbst unzumutbar sind. Dazu
zählen z. B. Massenveranstaltungen mit hohem Lärmpegel.

Blindenführhunde-Stammtisch

Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs hat
2009 den 1. österreichischen Blindenführhunde-Stammtisch
eingerichtet. Die Treffen für Hundebesitzer und ihre Tiere finden
monatlich statt. Herzlich willkommen sind auch Interessenten, die an
die Anschaffung eines Blindenführhundes denken. Die Hilfsgemeinschaft
unterstützt sie gerne bei der Ausfinanzierung der "Hilfsmittel auf
vier Pfoten", die immerhin zwischen 25.000 und 30.000 Euro kosten.
Termine für die Treffen und noch mehr Infos unter
www.hilfsgemeinschaft.at

Fotos zum kostenlosen Download unter:
http://www.ots.at/redirect/blindenfuehrerhunde

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