- 02.10.2014, 11:13:40
- /
- OTS0085 OTW0085
Aktuelle Studie belegt großes Potential für Windenergie in OÖ
Stromverbrauch in OÖ stark gestiegen Anteil erneuerbarer Stromerzeugung gesunken
Utl.: Stromverbrauch in OÖ stark gestiegen Anteil erneuerbarer
Stromerzeugung gesunken =
Linz (OTS) - In den letzten Jahren hat der Stromverbrauch in
Oberösterreich stark zugenommen. Im gleichen Zeitraum hat der Anteil
an erneuerbaren Energien um 7,5% abgenommen. Seit neun Jahren kann
endlich wieder der Netzanschluss eines Windparks in Oberösterreich in
Munderfing gefeiert werden. "Es ist höchste Zeit, dass die Politik
das Windkraftpotential in Oberösterreich wahrnimmt und forciert die
Energiewende angeht", fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG
Windkraft und setzt fort: "Laut oberösterreichischem Windmasterplan
wäre eine Errichtung von 150 Anlagen möglich." Der
oberösterreichische Windmasterplan ist rund zweieinhalb Jahre alt.
Erstmals seit 9 Jahren wird kommende Woche mit einem Fest der
Netzanschluss eines Windparks in Oberösterreich in der Gemeinde
Munderfing gefeiert. "Das ist ein großer Moment für uns", stellt
Joachim Payr, Geschäftsführer der EWS Consulting GmbH erfreut fest
und ergänzt: "Damit haben wir die erste Gemeinde in Österreich die
selber einen Windpark betreibt."
Stromverbrauch stark gestiegen
"Die Erfolgsquote der Zonierung für den Ausbau von Windenergie in
Oberösterreich ist leider mehr als bescheiden. Selbst in
Bundesländern in denen erst seit kurzer Zeit Windkraftzonierungspläne
eingeführt wurden, geht der Ausbau viel rascher voran", erklärt Moidl
und setzt fort: "Der schleppende Windkraftausbau ist doppelt
enttäuschend, da in den letzten Jahren sowohl der Stromverbrauch
zugenommen als auch der Anteil der erneuerbaren Energien an der
Stromerzeugung abgenommen haben." Von 2009 (13,4 Mio. MWh) bis 2012
(14,6 Mio. MWh) ist der Stromverbrauch in Oberösterreich um 9,4%
gestiegen.
Anteil erneuerbaren Stroms gesunken
Im Gegenzug ist der Anteil des aus Erneuerbaren erzeugten Stroms,
gemessen am Stromverbrauch, um 7,5% gesunken. "Diese Entwicklung
zeigt somit in die komplett falsche Richtung", erklärt Payr und
ergänzt: "Die notwendige Energiewende sieht ganz anders aus."
Oberösterreich mit großem Windenergiepotential
Die neue Studie "Das realisierbare Windpotential in Österreich bis
2020 und 2030" des Energiewerkstatt Vereins im Auftrag des Klima- und
Energiefonds und der IG Windkraft zeigt das umsetzbare
Windenergiepotential bis 2030 auf. Derzeit drehen sich in
Oberösterreich 28 Windräder und erzeugen jährlich 80 Mio. kWh
sauberen Strom. Laut der Studie könnte sich die Zahl der Windräder
bis zum Jahr 2030 etwa verdreifachen und gleichzeitig deren Erzeugung
verzehnfachen. Im Windkraftmasterplan sind Flächen für die Errichtung
von 150 Windkraftanlagen vorgesehen und er könnte somit von der
Politik als "Roadmap" für den Einstieg in die Energiewende dienen. In
der Praxis jedoch steht die oberösterreichische Energiepolitik nicht
hinter diesem Masterplan. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wo
derartige Pläne einen verbindlichen Charakter erhalten haben, ist der
Masterplan in OÖ niemals offiziell von der Politik verordnet worden.
Die Windkraftbetreiber können sich bei der Umsetzung ihrer Projekte
nicht auf verbindliche Aussagen der Fachabteilungen und der für die
Bewilligung zuständigen Landesräte stützen. "Ganz im Gegenteil, man
fühlt sich von der Politik, den Behörden und dem Umweltanwalt im
Stich gelassen", betont Hans Winkelmeier Geschäftsführer des
Energiewerkstatt Vereins und setzt fort: "So kann die Energiewende
nicht gelingen." "Es wird Zeit, dass Oberösterreich die Energiewende
ernst nimmt und den Windkraftausbau als wichtigen Bestandteil für die
100%-ige Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien festschreibt",
erklärt Moidl abschließend.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IGW