Zum Inhalt springen

Rotes Kreuz Niederösterreich kündigt überraschend Verträge für Rettung und Krankentransport

Kündigung aus heiterem Himmel und ohne vorherige Gespräche

St. Pölten (OTS) - Das Rote Kreuz Niederösterreich sowie der Samariterbund Niederösterreich haben heute mit Wirksamkeit ab 31. Dezember 2014 die Verträge mit allen Sozialversicherungsträgern gekündigt. Dieser Kündigung sind keinerlei Gespräche vorausgegangen. Seitens der Organisationen sind nicht einmal Terminanfragen für Verhandlungen bei den Kassen eingelangt. "Die Kündigung kommt aus heiterem Himmel und kann nur als äußerst unfreundlicher Akt interpretiert werden. Unsere Versicherten werden damit bedroht, ab Jänner keine Krankentransporte mehr zu bekommen. Mit diesem ernsten Thema darf man nicht so leichtfertig umgehen. Soziale Organisationen wie das Rote Kreuz müssen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein", stellte der Obmann der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK), Gerhard Hutter, fest.

Die NÖGKK hat ihre Zahlungen an die Blaulichtorganisationen mit Anfang des heurigen Jahres um 11 Prozent gegenüber der Abrechnungssumme 2013 erhöht. Die Zahl der dafür geleisteten Fahrten ist heuer gegenüber dem letzten Jahr etwa gleich geblieben. Dieses außerordentliche Entgegenkommen der Kasse war auch mit dem Versprechen verbunden, dass die Blaulichtorganisationen ihre Hausaufgaben machen und die internen Strukturen straffen sowie die möglichen und notwendigen Effizienzsteigerungen lukrieren. Vor allem das Rote Kreuz scheint zum Fass ohne Boden zu werden: In seinem Kündigungsschreiben argumentiert es, dass "dieser Schritt (die Kündigung) leider notwendig ist, da (...) die wirtschaftliche Fortführung der Dienstleistung (...) nicht mehr gegeben ist."
Wie kann eine Organisation, die von einem Jahr auf das andere für ein gleiches Leis-tungsvolumen um 11 Prozent mehr bekommt, plötzlich in eine existenzbedrohende Schieflage geraten? Das erscheint nicht sehr glaubwürdig, es sei denn, es läge eklatante Misswirtschaft vor, wovon jedoch nicht ausgegangen werden darf. "Im Sinne der Transparenz ist es nun dringend erforderlich, dass das Rote Kreuz Niederösterreich gegenüber seinen Hauptfinanziers, nämlich den Kassen, dem Land und den Gemeinden, seine Bilanzen und Rechnungsabschlüsse offen legt", fordert Hutter.

Rückfragen & Kontakt:

NÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 050899-5121, Fax: 050899-5181
oea@noegkk.at
www.noegkk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGK0001