- 30.09.2014, 08:11:30
- /
- OTS0008 OTW0008
Rotes Kreuz Niederösterreich kündigt überraschend Verträge für Rettung und Krankentransport
Kündigung aus heiterem Himmel und ohne vorherige Gespräche
Utl.: Kündigung aus heiterem Himmel und ohne vorherige Gespräche =
St. Pölten (OTS) - Das Rote Kreuz Niederösterreich sowie der
Samariterbund Niederösterreich haben heute mit Wirksamkeit ab 31.
Dezember 2014 die Verträge mit allen Sozialversicherungsträgern
gekündigt. Dieser Kündigung sind keinerlei Gespräche vorausgegangen.
Seitens der Organisationen sind nicht einmal Terminanfragen für
Verhandlungen bei den Kassen eingelangt. "Die Kündigung kommt aus
heiterem Himmel und kann nur als äußerst unfreundlicher Akt
interpretiert werden. Unsere Versicherten werden damit bedroht, ab
Jänner keine Krankentransporte mehr zu bekommen. Mit diesem ernsten
Thema darf man nicht so leichtfertig umgehen. Soziale Organisationen
wie das Rote Kreuz müssen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
bewusst sein", stellte der Obmann der Niederösterreichischen
Gebietskrankenkasse (NÖGKK), Gerhard Hutter, fest.
Die NÖGKK hat ihre Zahlungen an die Blaulichtorganisationen mit
Anfang des heurigen Jahres um 11 Prozent gegenüber der
Abrechnungssumme 2013 erhöht. Die Zahl der dafür geleisteten Fahrten
ist heuer gegenüber dem letzten Jahr etwa gleich geblieben. Dieses
außerordentliche Entgegenkommen der Kasse war auch mit dem
Versprechen verbunden, dass die Blaulichtorganisationen ihre
Hausaufgaben machen und die internen Strukturen straffen sowie die
möglichen und notwendigen Effizienzsteigerungen lukrieren. Vor allem
das Rote Kreuz scheint zum Fass ohne Boden zu werden: In seinem
Kündigungsschreiben argumentiert es, dass "dieser Schritt (die
Kündigung) leider notwendig ist, da (...) die wirtschaftliche
Fortführung der Dienstleistung (...) nicht mehr gegeben ist."
Wie kann eine Organisation, die von einem Jahr auf das andere für ein
gleiches Leis-tungsvolumen um 11 Prozent mehr bekommt, plötzlich in
eine existenzbedrohende Schieflage geraten? Das erscheint nicht sehr
glaubwürdig, es sei denn, es läge eklatante Misswirtschaft vor, wovon
jedoch nicht ausgegangen werden darf. "Im Sinne der Transparenz ist
es nun dringend erforderlich, dass das Rote Kreuz Niederösterreich
gegenüber seinen Hauptfinanziers, nämlich den Kassen, dem Land und
den Gemeinden, seine Bilanzen und Rechnungsabschlüsse offen legt",
fordert Hutter.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGK






