Vom ORF koproduzierte Dokudrama-Serie "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" mit "Robert Geisendörfer Preis" ausgezeichnet

Jury: Mit seinem globalen Ansatz ist "14" ein universeller Antikriegsfilm

Wien (OTS) - Die vom ORF koproduzierte internationale Dokudrama-Serie "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" erhielt gestern, Freitag, den 26. September 2014, den Sonderpreis der Jury des "Robert Geisendörfer Preises" 2014. Die feierliche Verleihung des Medienpreises der evangelischen Kirche fand in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk in München statt. Der "Robert Geisendörfer Preis" wird seit 1983 jährlich für herausragende publizistische Leistungen deutscher Hörfunk- und Fernsehsender verliehen. Mit dem Medienpreis der evangelischen Kirche sollen vor allem Sendungen gewürdigt werden, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter beitragen. Mit dem Sonderpreis wird darüber hinaus eine exemplarische publizistische oder künstlerische Leistung gewürdigt.

Die Jury unter dem Vorsitz von Landesbischof i. R. Dr. Ulrich Fischer würdigte die Einzigartigkeit des Projekts. Ausschlaggebend für die Juryentscheidung war, dass - so die Jurybegründung - "die multinationale Perspektive von '14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs' versinnbildlicht, wie in jedem Krieg nicht nur Feinde gegeneinander kämpfen, sondern vor allem Menschen gemeinsam leiden und sterben. Mit seinem globalen Ansatz ist '14' ein universeller Antikriegsfilm. Filmschaffende aus 28 Nationen und Fernsehsender aus 18 Ländern machten gemeinsam aus der europaweit ausgestrahlten Serie ein globales Fernsehereignis."

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Das unermessliche Leid, das jeder Krieg über die Menschheit bringt, lässt sich in der Rückschau auf die historischen Fakten nur erahnen. Erst das Erzählen eines einzelnen Schicksals macht es für uns in vollem Umfang menschlich begreifbar und spürbar. Das ist die Kraft der Erzählung eines Teils der österreichischen Geschichte, die wir nicht nur in vielen Dokumentationen, sondern auch über diesen Weg des Dokumentardramas unserem Publikum nahebringen. Ich gratuliere den Filmschaffenden und danke unseren Kopartnern, dass wir dieses Projekt gemeinsam so erfolgreich umsetzen konnten."

Die Dokudrama-Serie ist weiters für den Deutschen Fernsehpreis 2014 in der Kategorie "Bester Mehrteiler Dokumentation" nominiert.

"14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" erzählt den Ersten Weltkrieg neu

Der Erste Weltkrieg gilt heute als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts: Monarchien verschwanden, Reiche zerfielen, Millionen Menschen starben. Wer überlebte, musste sich in verwundeten Gesellschaften neu orientieren. Die internationale Koproduktion "14 -Tagebücher des Ersten Weltkriegs", die der ORF im Rahmen seines umfassenden Programmschwerpunkts im Gedenkjahr 2014 zeigte, erzählt den Ersten Weltkrieg 100 Jahre nach seinem Beginn neu. Im Vordergrund stehen nicht die Ereignisse, Schlachten und Daten, sondern das Erleben aller Beteiligten - der Mütter, der Väter, der Kinder. Mit Hilfe von mehr als 1.000 Tagebüchern und Briefen aus 35 Nationen werden private Zeugnisse und längst vergangene Schicksale von Männern, Frauen und Kindern wieder lebendig. Im Strudel des Weltkriegs wurden sie aus ihren Leben gerissen, an die Front geschickt, allein gelassen, deportiert, zur Arbeit gezwungen, eingesperrt und ihrer Familien beraubt. Das vierteilige Doku-Drama gibt ihnen eine Stimme und ein Gesicht. Einer der Protagonisten von "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" ist der niederösterreichische Bauernsohn Karl Kasser aus Kilb, gespielt von David Oberkogler ("CopStories").

Für Idee, Konzept und Umsetzung dieses Weltfilms über den Weltkrieg zeichnen Produzent Gunnar Dedio, Regisseur Jan Peter und Autor Yury Winterberg verantwortlich. "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" entstand als Koproduktion von ARTE, NDR, SWR, WDR und ORF, hergestellt von LOOKS Film & TV, Les Films d'Ici.

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